So sicherst du dir ein Stipendium

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Kurzgesagt:

Stipendien sind eine attraktive Alternative zur Studienfinanzierung, da sie im Gegensatz zu Krediten nicht zurückgezahlt werden müssen. Gefördert wird dabei nicht nur überdurchschnittliche Leistung, sondern verstärkt auch das gesellschaftliche Engagement in Vereinen, Parteien oder Kirchen. Neben dem Bund und großen Stiftungen vergeben auch Hochschulen (z. B. das Deutschlandstipendium), Unternehmen und Privatpersonen Gelder. Der Bewerbungsprozess ist zwar zeitaufwendig und erfordert Unterlagen wie Motivations- und Empfehlungsschreiben, doch die Erfolgschancen sind für engagierte Bewerber – auch mit Durchschnittsnoten – deutlich höher als oft angenommen.

Ein Studium ist eine Investition in die Zukunft, doch die Finanzierung bereitet vielen Kopfzerbrechen. Während BAföG und Studienkredite oft mit Schuldenbergen verbunden sind, führen Stipendien zu Unrecht ein Schattendasein. Viele Studierende lassen sich von dem Begriff „Begabtenförderung“ abschrecken und glauben, dass nur Einser-Abiturienten eine Chance haben. Dabei bleiben jedes Jahr zahlreiche Fördergelder ungenutzt liegen. In diesem Beitrag räumen wir mit Vorurteilen auf und zeigen dir, warum soziales Engagement oft schwerer wiegt als die perfekte Note und wie du den Weg zum geschenkten Geld erfolgreich meisterst.

Stipendium ‒ auch ohne exzellente Schullnoten

Ist die Entscheidung zu Studieren erst einmal getroffen, stellt sich sofort die Frage nach der Finanzierung. Neben Unterstützung durch die Eltern, Bafög und Studienkredite gibt es noch die Möglichkeit eines Stipendiums. Der Vorteil: Im Gegensatz zu Bafög und Studienkredit muss das Geld nicht zurückgezahlt werden. Von der Bezeichnung “Begabtenförderung” werden jedoch viele potenzielle Stipendiaten abgeschreckt, weshalb jährlich viele Stipendien nicht vergeben werden. Es kann sich also lohnen, sein Glück zu versuchen und neben finanzieller Bezuschussung auch von Angeboten wie Sommercamps und der Unterstützung durch besondere Vertrauensdozenten zu profitieren. Auch Auslandsaufenthalte, die oft viel mehr Geld kosten als das herkömmliche Studentenleben, werden gesondert bezuschusst.

Wer stellt Stipendien zu Verfügung

An der Spitze der Geldgeber für Stipendien steht das Bundesministerium für Bildung und Forschung: Für Programme und Förderwerke werden von der Bundesregierung jährlich mehrere Millionen Euro bereitgestellt. Den zweiten Platz nehmen große Stiftungen (zum Beispiel die Heinrich-Böll-Stiftung) ein, dicht gefolgt von den Hochschulen an sich und Forschungseinrichtung (beispielsweise das Max-Planck Institut). Doch auch Unternehmen und sogar Privatpersonen vergeben Stipendien in Eigeninitiative.

Einen Sonderfall stellt das 2011 eingeführte Deutschland-Stipendium dar. Begabte und/oder engagierte Schüler werden mit 300 Euro im Monat unterstützt, die zu 50 % von den Hochschulen und zu 50% vom Bund finanziert werden. Etwa 2% der Studierenden in Deutschland erhalten mittlerweile ein Deutschland-Stipendium.

Für wen sind Stipendien geeignet?

Entgegen dem allgemeinen Irrglauben werden Stipendien längst nicht nur nach dem Kriterium der Schul- und Studiennoten vergeben. Es kommt auch auf die Persönlichkeit und das Engagement der Bewerber an:

  • Mitgliedschaft in Sportvereinen

  • Mitgliedschaft in Parteien

  • Mitwirkung in der Kirchengemeinde

  • Mitarbeit in Schulorganisationen oder Engagement als Klassensprecher

Wer zusätzlich Noten im Zweier-Bereich vorweisen kann, hat sehr gute Chancen auf ein Stipendium. Manch ein Stipendiat hat sogar nur eine drei vor dem Komma der Abiturnote.

Gerade für politisch oder konfessionell geprägte Institutionen ist jedoch “Linientreue” nach wie vor das wichtigste Kriterium. Daraus machen die Stiftungen auch kein Geheimnis. Wer sich also in der Jungen Union organisiert hat, sollte mit einer Absage für ein Stipendium bei der Friedrich-Ebert Stiftung rechnen.

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Der Bewerbungsprozess

Der Weg zum Stipendium ist nicht leicht und erfordert einiges an Vorbereitungszeit. Im Normalfall gliedert er sich in folgende Schritte:

  • Anschreiben zu Motivation und Hintergrund

  • Empfehlungsschreiben der Schule oder Hochschule

  • Abiturzeugnis oder andere Leistungsnachweise

  • Lebenslauf

Die Auswahl der Anbieter

Die Reihe der möglichen Stipendiengeber ist lang und unübersichtlich. Bevor du dich also durch endlose Datenbanken klickst und dir am Ende die falschen Stiftungen heraussuchst, solltest du es über Portale wie Stipendienlotse versuchen. Das geht schneller und ist übersichtlicher als die Suche auf eigene Faust.

Fazit

Ein Stipendium ist weit mehr als nur ein monatlicher Geldbetrag auf dem Konto – es ist eine Anerkennung deiner Persönlichkeit und deines Einsatzes für die Gesellschaft. Wer die Mühe des Bewerbungsprozesses nicht scheut, profitiert nicht nur von finanzieller Sorgenfreiheit, sondern auch von wertvollen Netzwerken und ideeller Förderung. Es lohnt sich, mutig zu sein und sich zu bewerben, auch wenn das Zeugnis nicht perfekt ist. Letztlich zeigt die Erfahrung: Wer sich engagiert, hat die besten Karten, dass die Brücke zum Wunschstudium durch ein Stipendium stabilisiert wird.

Nein. Viele Stipendiaten haben Noten im Zweier- oder sogar Dreier-Bereich. Entscheidend ist oft das Gesamtpaket aus Noten, Persönlichkeit und ehrenamtlichem Einsatz.

Es ist ein Förderprogramm, bei dem Studierende monatlich 300 Euro erhalten. Die Kosten teilen sich der Bund und private Geldgeber (z. B. Unternehmen oder Hochschulen).

In der Regel werden ein Motivationsschreiben, ein tabellarischer Lebenslauf, das Zeugnis sowie ein Empfehlungsschreiben eines Lehrers oder Dozenten verlangt.

Technisch ja, aber es sollte inhaltlich passen. Wer beispielsweise in einer bestimmten Partei aktiv ist, sollte sich bei der dazugehörigen politischen Stiftung bewerben, um die Erfolgschancen zu erhöhen.

Anstatt mühsam einzeln zu suchen, empfiehlt es sich, spezialisierte Datenbanken und Portale wie den „Stipendienlotse“ zu nutzen, um die Suche einzugrenzen.

Bild von jobmensa Redaktion

jobmensa Redaktion

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