Zulassungsverfahren über die Stiftung für Hochschulzulassung

So funktioniert die zentral organisierte Bewerberauswahl

Das Traumstudium ist gefunden, jetzt wird es Zeit für die Bewerbung an der Wunsch-Hochschule. Ob und wie ein Bewerber einen Studienplatz bekommt, variiert je nach Studiengang, Studienabschluss und Hochschule.

Bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge

Wer in Deutschland

  • Medizin
  • Tiermedizin
  • Zahnmedizin
  • oder Pharmazie

studieren möchte, muss sich zentral um einen Studienplatz bewerben. Der Grund dafür ist, dass es jedes Jahr mehr Bewerber als Studienplätze gibt. Die Zulassung erfolgt über Zulassungsbehörden wie die Stiftung für Hochschulzulassung oder über das Service-Verfahren von hochschulstart.de. Die Bewerbungen werden dort zentral gesammelt und in aufbereiteter Form an die Hochschulen versendet, die infolgedessen Ranglisten zur Auswahl der Bewerber erstellen. Diese werden an die Zulassungsstelle zurückgesendet.

Neben den oben genannten Fächern werden auch die Plätze für manche andere Studiengänge, die sehr beliebt sind, zentral vermittelt.

So funktioniert das Zulassungsverfahren bei der Stiftung für Hochschulzulassung

  • 20 % der Studienplätze bekommen Bewerber mit der besten Abiturnote
  • 20 % gehen an Bewerber mit der längsten Wartezeit
  • 60 % werden nach Kriterien der Hochschule ausgewählt

Beispiel für ein Zulassungsverfahren nach NC, Wartesemester und Hochschulauswahl

Einfach in den gelben Kasten klicken:

Nehmen wir die oben genannte Verteilung und einen fiktiven Studiengang mit 100 zu vergebenden Studienplätzen an. Zur Vereinfachung fassen wir die Bewerber aus Gruppe 1 und 3 zusammen.

  • Diese 80 Bewerber werden zunächst nach ihrem Abiturschnitt sortiert

  • Der Schnitt des schlechtesten Bewerbers (Bewerber Nummer 80) bildet den NC für das aktuelle Semester

  • Haben mehrere Bewerber diesen NC erreicht, wird nach der Wartezeit entschieden: Der Bewerber mit der längsten Wartezeit bekommt den Studienplatz.

  • Bei gleichem Notenschnitt und gleicher Wartezeit werden die Bewerber nach dem Auswahlverfahren der Hochschule ermittelt: Abgeleistete Dienste (zum Beispiel BFD oder FSJ) bringen in dieser Kategorie den entscheidenden Vorteil

  • Haben Bewerber auch hier exakt gleiche Qualifikationen vorzuweisen, entscheidet das Los

Andere Zulassungsverfahren

Wie die Verteilung im Einzelnen aussieht, muss bei nicht zentral vergebenen Studiengängen auf den Websites der Universitäten eingesehen werden. Viele haben mittlerweile eine Verteilung von 60 % nach Abiturnote und 40 % nach Wartesemestern eingeführt. So bekommen auch Bewerber mit weniger guten Abiturnoten, die häufig eine geringe Aussagekraft über den Erfolg im Studium haben, eine Chance auf ihr Wunschfach.

In den allermeisten Fällen entscheidet der NC über Studieren oder Nicht- Studieren. Doch auch andere Kriterien können wichtig sein: Für manche Studiengänge werden abgeleistete Praktika verlangt, im Kunst und Designbereich müssen Mappen mit künstlerischen Arbeitsproben eingereicht werden.

Fazit

  • Die Zulassungsvoraussetzungen variieren stark
  • Vor allem Hochschulen an beliebten Standorten haben hohe Auswahlgrenzen; es lohnt sich also unter Umständen, für sein Traumstudium auch in weniger beliebten Städten sein Glück zu versuchen
  • Wertvolle Pluspunkte für Bewerbungen können über soziales Engagement und studienbezogene Praktika oder eine Ausbildung gesammelt werden

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