Regeln zur Schülerarbeit

Verdiene etwas dazu, aber einige Regeln musst du beachten!

Viele Schüler möchten in den Schulferien gerne ihr Taschengeld durch kleine Jobs aufbessern. Für Kinder und Jugendliche, die jobben möchten, gibt es allerdings Altersgrenzen: Ab 13 Jahren sind für Schüler kleine Nebenjobs erlaubt, ab 15 darf es in den Ferien noch etwas mehr sein. Hier gibt es einen Überblick über das Jugendarbeitsschutzgesetz:

Was gilt es zu beachten?

  • Unter 13 Jahren darfst du prinzipiell nicht arbeiten
  • Ab 13 Jahren darfst du mit Einwilligung der Eltern leichte Aushilfstätigkeiten übernehmen
  • Ab 15 Jahren darfst du 40 Stunden die Woche arbeiten

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Wer darf was?

Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) unterscheidet zwischen Kindern (bis 15 Jahre) und Jugendlichen (15 bis 18 Jahre). Nach dem Gesetz sind aber auch "Jugendliche", die zur (Pflicht-)Schule gehen, noch "Kinder".

Kinder (unter 13 Jahren): Hier gilt ein generelles Arbeitsverbot. Ausnahmen bestehen für Theater- und Musikveranstaltungen, Filmaufnahmen, Fernseh- und Hörfunkproduktionen sowie die dazugehörigen Proben. Die Arbeitgeber müssen hierfür aber eine Genehmigung bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einholen.

Kinder (13 - 15 Jahre): Mit Einwilligung der Eltern darfst du leichte Aushilfstätigkeiten übernehmen. Die Arbeit darf jedoch weder deine Gesundheit gefährden, deinen Schulbesuch behindern, noch darf sie dich so belasten, dass du in der Schule dem Stoff nicht mehr folgen kannst. Konkret heißt das: Erlaubt sind hier bis zu 2 Arbeitsstunden pro Tag an maximal 5 Wochentagen. Während der Schule darf die Tätigkeit nur bis 18 Uhr ausgeführt werden, in den Ferien auch länger. Doch auch dann gilt die Zwei-Stunden-Grenze. Welche Jobs erlaubt sind, ist in der Kinderarbeitsschutzverordnung detailliert aufgelistet. Die Liste reicht vom „Austragen von Zeitungen oder Werbeprospekten“ über die „Betreuung von Haustieren“ bis zur „Ernte und Feldbestellung“. Egal welcher Arbeit du nachgehst, dein Arbeitgeber muss immer darauf achten, dass du nicht gefährdet wirst – weder sittlich noch durch gefährliche Tätigkeiten (z. B. Arbeit an Stromleitungen) oder Tätigkeiten mit gefährlichen Stoffen. Außerdem darfst du nicht frei zugänglich und unbeaufsichtigt an Tabak und Alkohol heran.

Jugendliche (15 - 18 Jahre): Für Jugendliche, die arbeiten wollen, sind die Einschränkungen nicht ganz so streng. Prinzipiell darfst du dann 40 Stunden in der Woche arbeiten: D.h. es sind 8 Stunden am Tag an maximal 5 Wochentagen erlaubt. Uhrzeittechnisch darfst du ab 6 Uhr morgens und bis 20 Uhr abends beschäftigt werden. Bei Schülerjobs ab 16 Jahren, darfst du im Gaststättengewerbe bis 22 Uhr und in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr arbeiten.

Samstags und sonntags gilt ein generelles Arbeitsverbot. Ausnahmen an Samstagen: In Krankenhäusern, in "offenen Verkaufsstellen" (Bäckerei, Supermarkt, Kiosk etc.), im Gaststättengewerbe, beim Sport und in Reparaturwerkstätten. An Sonntagen ist per Gesetz eigentlich nur die Arbeit im Gaststättengewerbe und in Krankenhäusern als Ausnahme zu nennen.

Jugendliche dürfen nicht in Bereichen arbeiten, die gefährlich sind. Darunter fallen sittliche Gefahren, Lärm, gefährliche Stoffe, außergewöhnliche Hitze oder Kälte oder generell Arbeiten, die mit Unfallgefahren verbunden sind, denen sich Jugendliche nicht bewusst sind oder diese nicht einschätzen können.

Altersunabhängige Bestimmungen

Ungeeignete Arbeiten: Verboten sind nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz Arbeiten, die zu anstrengend (z.B. Akkordarbeit), zu gefährlich oder gesundheitsgefährdend sind. Das Gleiche gilt für Tätigkeiten, die mit besonderen Unfallgefahren verbunden sind, die den Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen erfordern oder in sonstiger Weise die Gesundheit und Entwicklung der Jugendlichen gefährden könnten.

Sozialversicherung: Schülerarbeiten in den skizzierten Grenzen sind versicherungsfrei und gefährden auch nicht die beitragsfreie Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Bei regelmäßigen Einkünften gilt: Wenn diese unter 375 Euro im Monat liegen, sind Schüler in der gesetzlichen Krankenversicherung kostenfrei über ihre Eltern mitversichert. Für diejenigen, die einen Minijob ausüben, gilt statt der 375-Euro- eine 450-Euro-Grenze. In den Ferien dürfen die Betroffenen kurzfristig und ohne Begrenzung „nach oben“ mehr verdienen, ohne dass die kostenfreie Mitversicherung gefährdet wird.

Fazit:

  • Verboten sind Arbeiten, die zu anstrengend, zu gefährlich oder gesundheitsgefährdend sind
  • Schülerjobs sind unter den genannten Bedingungen versicherungsfrei
  • Die regelmäßigen Einkünfte dürfen bei einer 375-Euro- bzw. einer 450-Euro-Grenze (bei Minijobs) liegen
  • In den Ferien dürfen Schüler kurzfristig und unbegrenzt mehr verdienen

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