Wo wohnt man am besten?

Wohnformen im Studium

Brücke? Hörsaal? Nein, zu Hause!

Gerade zu Beginn der Studienzeit wird so manche Nacht zum Tag gemacht. Insofern vermisst man in dieser Zeit sein eigenes Heim und Bett vielleicht gar nicht so sehr. Dennoch, irgendwann sollte man auch mal irgendwo landen und das tut man am besten in seinem eigenen zu Hause. Studizeit bedeutet in den meisten Fällen auch, raus bei Mama und Papa und sich was Eigenes suchen. Das heißt, viele Studis werden auch zum ersten Mal damit konfrontiert, sich überlegen zu müssen, was sie denn wohntechnisch überhaupt wollen. Viele Dinge müssen berücksichtigt werden. Welche Wohnform kommt überhaupt für einen in Frage? Braucht man die eigene Bude, wo die Tür zu ist und Ruhe herrscht oder ist eine kommunikative WG als quasi Familienersatz eher der richtige Ort? Lieber ein Studentenwohnheim, also irgendwie eine Mischung? Oder bleibt man vielleicht doch bei den Eltern wohnen und pendelt?

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Wir geben euch hier einen Überblick, welche Wohnform zu euch persönlich passt. Denn eins ist wichtig: Ihr beginnt einen neuen Lebensabschnitt, vielleicht der erste, den ihr euch komplett nach eueren Wünschen gestalten könnt. Macht euch Gedanken, was ihr wirklich wollt, so werdet ihr nicht so leicht enttäuscht und kommt von der Party nach Hause und sinkt glückselig in EUER Bett zu Hause - wo auch immer das dann ist.

Wissenswertes zur Wahl der Wohnform

Im Jahr 2009 gab es eine groß angelegte Studie des Deutschen Studentenwerkes zum Thema Wohnformen von Studenten in der Bundesrepublik. Dabei kam unter anderem heraus, dass der Großteil der deutschen Studenten in Mietwohnungen wohnt. Allein leben 17% der Studis, ein Fünftel mit dem Partner zusammen und rund jeder Dritte in WGs. 13% haben sich laut der Studie für ein Wohnheim entschieden. Und ein Fünftel der befragten Studierenden bleibt bei den Eltern wohnen. Gefragt nach der Wohnzufriedenheit sind ganz unterschiedliche Faktoren als Antworten zu beobachten, die wichtig für euch zu wissen sind. Drei Viertel der Befragten sind sehr zufrieden mit ihrer Wohnsituation. Vorteile an Studentenwohnheimen liegen laut vieler Aussagen in der Hochschulnähe, dem niedrigen Mietpreis und - wichtig für Studis mit Einschränkungen - dem Barrierefreien Zugang. Wer noch bei den Eltern wohnt, der schätz den Komfort der Wohnsituation und die Ruhe zum Arbeiten. WG-Studis hingegen lieben die Kommunikation mit Gleichgesinnten und die absolute Unabhängigkeit.

  • Folgende Überlegungen solltet ihr treffen, bevor ihr auf Wohnungssuche geht:
  •  Wie hoch ist euer Budget? Was könnt ihr monatlich fürs Wohnen ausgeben?
  • Wo soll euer Schlafplatz sein? Nah an der Uni, nah zum Zentrum der Stadt? Einkaufsmöglichkeiten? Parkmöglichkeiten? Anbindung ÖV?
  • Was soll euch eurer zu Hause bieten? Komfort und gute technische Ausstattung? Ruhe zum Arbeiten? Ein Platz voll Leben? Unabhängigkeit?
  • Habt ihr besondere Einschränkungen, die bestimmte bauliche Bedingungen an eine Wohnung stellen?
  • Wie weit ist die Entfernung von den Eltern zur Uni und wie sicher seid ihr euch mit eurer Uni- und Fachwahl?

Die unterschiedlichen Wohnformen im Überblick

Die eigene Wohnung

Die erste eigene Wohnung verspricht richtig viel Freiheit, erfordert aber auch die gleiche Portion Selbstständigkeit. Keiner mehr, der nervt oder die Möbel verrückt. Keiner mehr, der die Miete zahlt, Nebenkosten abdeckt und auch noch an die GEZ denkt. Die eigene Wohnung, vielleicht auch zusammen mit dem Partner, ist sicher die luxuriöste Variante unter den studentischen Wohnformen. Überlegt euch vorher, ob euer Budget für diese Wohnform reicht. Dabei müsst ihr wissen, dass sich ein Mietpreis in eine Kaltmiete (kalte Bude) und eine Warmmiete (inkl. Strom und Heizung, Kosten wie Müllabfuhr usw.) gliedert, also die sog. Nebenkosten mit beinhaltet. Dazu kommen dann noch Gebühren für die GEZ (z. Z. 17.98€ monatlich), Telefonkosten (ca. 30€ pro Monat) und ggf. selbstverschuldete Reparaturen, sprich Handwerkerrechnungen. Außerdem ist es auch nicht so leicht, eine eigene Wohnung als Student zu finden, da oftmals die Vermieter eine finanzielle Sicherheit als Mietgrundlage verlangen. Außerdem müsst ihr daran denken, dass Vermieter eine Kaution bei Einzug verlangen, also eine Summe an Geld, die hinterlegt wird und erst wieder ausgezahlt wird, wenn die Wohnung ohne Schäden zurück gegeben wurde. Eine solche Kaution sind meistens 2,5 Monatskaltmieten. Diese Kohle solltet ihr also auf der hohen Kante liegen haben. Die große Freiheit kostet also. Wer allerdings mit beiden Beinen im Leben steht, vielleicht sogar einen festen Job z. B. als Werkstudent hat oder Eltern, die einen in Notsituation unterstützen, für den ist diese Wohnform sicher geeignet. Prädikat: Viel Verantwortung, keine Angst vor Papierkram und die große Freiheit! | Wohnung finden: Zeitungen, Wohnungsbörsen, Makler

Die WG

Wem es wichtig ist, mit Gleichgesinnten zusammen zu leben und nicht alleine zu sein, für den ist eine WG eine super Wohnform. Gerade wenn du neu in eine Stadt kommst, ist das eine Möglichkeit, schnell neue Leute zu treffen, denen man sich auch anvertrauen kann. Außerdem lernt man mit seinen Mitbewohnern zusammen auch viel schneller die neue Umgebung kennen, weil einfach viele Leute auf einem Ort sind, die alle unterschiedliche Plätze kennen. Auch beim Lernen könnt ihr euch unterstützen und gegenseitig motivieren. Allerdings ist es wichtig, DIE RICHTIGE WG  zu finden. Du solltest dich gut mit den Leuten verstehen, schließlich hockt ihr mehr oder weniger eng zusammen. Eurer Verständnis von Sauberkeit sollte sich decken und die Wohnung sollte als WG geeignet sein - keine Durchgangszimmer, bei großen WGs ab 4 Personen möglichst zwei Toiletten. Außerdem sollten alle vertraglichen Dinge ganz klar geklärt sein, damit kein finanzieller Unfriede die Wohnsituation belastet. Letztendlich musst du dir auch überlegen, mit wie vielen Mitbewohnern du zusammen leben möchtest, wie groß dein Zimmer sein soll, wo du leben möchtest und natürlich auch bei dieser Wohnform, was dir dein Budget erlaubt. Wenn alle diese Dinge passen, kann eine WG ein wunderbarer Ort sein und möglicherweise entstehen hier Freundschaften fürs Leben. Prädikat: Gemeinschaft, geringere Kosten, viel Freude am gemeinsamen Küchentisch! | WG finden: Online-WG-Suche Plattformen, Schwarzer Bretter in der Uni, Facebook Gruppen, Freunde und Kommilitonen

Das Studentenwohnheim

Die Vorteile des Studentenwohnheims liegen vor allem in der Uninähe und den meist sehr geringen Kosten. Die meisten Wohnheime werden von den Studentenwerken betrieben, die gemeinnützig wirtschaften, eng mit den Unis zusammen arbeiten und manchmal auch staatliche Unterstützungen erhalten. Mit diesem Wissen kannst du dir erklären, warum du hier günstiger als normal leben kannst, allerdings solltest du auch keine Luxusansprüche haben. Die meisten Zimmer sind um die 11qm² groß, sind möbliert mit einem Bett, Schrank und Schreibtisch und oftmals hast du ein eigenes Waschbecken in einer Nische. Küche und Duschen befinden sich auf den Fluren und werden mit den anderen Mitbewohnern geteilt. Im Gegensatz zu einer WG, kannst du dir deine Mitbewohner hier nicht aussuchen. Du musst sozusagen nehmen, was da ist und das kann auch schon mal Lärm, Dreck und Chaos bedeuten. Wenn dich das allerdings nicht schreckt und du vielleicht selber eher ein wenig chaotisch bist, dann könnte diese Wohnform für dich passen. Hier ist immer was los, du triffst immer neue Leute und Kicker, Tischtennis und Billard findest du meistens im Keller, inkl. Partyraum! Ein Wohnheim ist gerade bei Austauschstudenten beliebt. Prädikat: Kein Luxus, viel Anschluss, keine Langweile! | Wohnheimplatz finden: Studentenwerke, Schwarze Bretter

Wohnen zu Hause

Für viele Studis ist es auch eine Option, erstmal zu Hause wohnen zu bleiben. Gerade wenn die Uni nicht allzu weit weg ist, dann man oftmals kostenlos mit dem Studententicket Pendeln und so viel, viel Geld sparen. Gerade wenn man sich mit seinem Studienfach bzw. der Uni noch nicht so sicher ist, bietet sich das an. Außerdem habt ihr wohl in keiner anderen Wohnform so viel Komfort wie zu Hause. Großes Zimmer, voller Kühlschrank, Koch- und Wäscheservice und wenn ihr krank seid, streichelt euch jemand über den Kopf und holt Medikamente von der Apotheke. Nachteil: eigentlich ändert sich nicht so viel zwischen Schule und Studentenzeit, die große Freiheit und Unabhängigkeit bleibt erstmal auf der Strecke. Wer allerdings gut mit seinen Eltern und Geschwistern auskommt, vielleicht sogar private Verpflichtungen hat und sich um enge Verwandte kümmern muss, wer einfach gerne seine Family um sich hat und dennoch sich nicht eingeengt fühlt, für denjenigen ist diese Wohnform gut. Prädikat: Geborgenheit, Geld sparen, die große Unabhängigkeit vertagen! | Mama und Papa fragen!

Fazit

  • Die richtige Wohnform zu finden, kann entscheidenden Einfluss auf dein Studium und deine ganze Studentenzeit nehmen. Du musst dich wohl fühlen, um gute Leistungen zu erbringen und du musst Leute treffen, die dich inspirieren und bereichern und die dich immer wieder neue Dinge entdecken lassen. Gleichzeitig musst du dir das Wohnen leisten können und du darfst nicht täglich von Existenzängsten geplagt sein. Letztendlich ist es klug, sich vor dem Einzug Gedanken zu machen, was zu einem passen könnte - einige Anregungen haben wir gegeben. Aber auch wenn du dich mal falsch entschieden hast, ist noch nicht gleich alles verloren. Ausziehen geht schließlich auch immer (aber Kündigungsfristen beachten). Und übrigens gibt es auch Umzugshelfer die dann beim Kistenschleppen helfen. Wir wünschen dir eine schöne Zeit!

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