Studieren mit Kind

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Mit einem Kind das Studium meistern

Das klassische Studentenleben läuft sicher anders. Wenn auf einem Mal ein eigenes Kind den Stundenplan bestimmt und Windeln aus dem Discounter nach Hause getragen werden, anstatt Bücher aus der Bibliothek, ja dann steht erstmal alles Kopf. Vermeintlich zumindest. Die Verantwortung könnte kaum größer sein, das Geld ist knapp und ein Kurs in Krisenmanagement und Multitasking steht dann sicher ganz hoch im Kurs. Eine große Herausforderung, aber sicher keine unlösbare. Wie der Spagat zwischen Hörsaal und Wickeltisch gelingen kann, verraten wir euch hier.

Eine große Herausforderung anpacken

Nach einer Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes haben rund 7% der aktuell Studierenden ein Kind. Das Durchschnittsalter der Studieltern liegt bei 32 Jahren, also gar nicht mal so jung. Dass man die Doppelbelastung bei kluger Organisation durchaus bewältigen kann, zeigen weitere Zahlen der Studie: lediglich 10% der jungen Eltern brechen ihr Studium ab, weil sie die Betreuung des Kindes und das Büffeln für die Uni nicht unter einen Hut bekommen. Einige Überlegungen sind unumgänglich und nützlich für das studentische Familienmanagement:

  • Wo erhalte ich finanzielle Unterstützung?
  • Welche Beratungsmöglichkeiten an der Uni stehen mir zur Verfügung?
  • Wie organisiere ich meinen Uni"alltag" am geschicktesten?
  • Wo bleibt Zeit für die Eltern?

Unterstützungsmöglichkeiten für Studenten mit Kind

Finanzielle Hilfe

Wer ein Kind zu versorgen hat, der ist nicht nur emotional gefordert, sondern muss auch finanziell eine ganze Menge leisten, denn von Kinderwagen, über Kleidung bis Windeln entsteht ein erheblicher zusätzlicher Finanzbedarf. Kaum ein Student wird derart abgesichert sein, dass er diese Herausforderung ganz alleine bewältigen kann. Die Fördermöglichkeiten sind aber nicht schlecht. Studenten haben prinzipiell Anspruch auf Elterngeld, sofern sie ihr Kind selbst betreuen und in einem gemeinsamen Haushalt leben, sie nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten und der Wohnsitz in Deutschland ist. Es richtet sich nach dem Nettoeinkommen der Eltern (bei keinem Einkommen gibt es abweichende Berechnungsgrundlagen - s. Elterngeldrechner) und wird bis zu 14 Monate nach der Geburt bezahlt. Der Antrag auf Elterngeld wird bei der Elterngeldstelle des betreffenden Kreises gestellt. Nach dem Sozialgesetzbuch haben Studierende mit Kind außerdem einen Anspruch auf Mehrbedarf (§ 21 Abs. 2 SGB II), sodass sie ausnahmsweise trotz Studentenstatus Arbeitslosengeld II beziehen können. Durch diese Unterstützung können Kosten für einmalige Leistungen wegen Schwangerschaft (z.B. Schwangerschaftsbekleidung) und die Erstausstattung für das Kind (§ 24 Abs. 3 SGB II) teilfinanziert werden. Ein weitere Mehrbedarf ergibt sich für Alleinerziehende (§21 Abs. 3 SGB II). Um zu prüfen, ob ihr Mutterschaftsgeld (6 Wochen vor der Geburt und 8 Wochen nach der Geburt jeweils 13€ pro Kalendertag) beziehen könnt, ist ein Antrag bei eurer Krankenkasse notwendig. Natürlich erhalten Studierende mit Kind wie alle anderen Eltern auch Kindergeld. Ein Antrag dafür ist bei der Familienkasse der örtlichen Arbeitsagentur einzureichen. Darüber hinaus gibt es für junge Eltern Sonderregeln bei der BAföG-Verteilung. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit auf Unterhaltvorschüsse , Kinderzuschläge und eine Beteiligung an Kinderbetreuungskosten zurück erstattet zu bekommen.

Beratungsmöglichkeiten

In erste Linie erhalten Eltern im Studium Beratung bei den Universitäten. Die Studentenwerke helfen bei der Organisation und geben Unterstützung bei der Recherche über finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus sind die Sozialberatungen der jeweiligen Universitäten kompetente Ansprechpartner. Außerdem beraten der AStA und auch die Gleichstellungsbüros und Frauenbeauftragten der Hochschulen. An vielen Unis gibt es außerdem speziell eingerichtete Elternservicebüros, die auch bei der Organisation der Kinderbetreuung Rede und Antwort stehen. Darüber hinaus sind immer Arbeits- und Sozialämter Anlaufstellen, als auch - auf übergeordneter Stelle - das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), z. B. durch die Bundesstiftung Mutter und Kind.

Der neue Uni"alltag"

Gerade nach der Geburt eines eigenen Kindes müssen bei der Uniplanung am Anfang Abstriche gemacht werden. Es besteht immer die Möglichkeit, ein Urlaubssemester zu machen, wobei hier empfohlen wird, keine allzu lange Pause entstehen zu lassen. Wenn die Zeit zwischen Geburt und Wiederaufnahme des Studiums zu groß ist, ist es mitunter schwierig, zurück in den Stoff zu finden. Darüber hinaus ist es dann auch besonders aufwendig, den Kontakt zu bekannten Kommilitonen aufrecht zu erhalten - eventuell alles wertvolle Babysitter. An vielen Unis gibt es vor Ort Möglichkeiten der Kinderbetreuung, sodass der Weg vom Hörsaal zum Baby nicht so weit ist, falls der Kleine schreit oder Mama Sehnsucht hat. Es empfiehlt sich für junge Studieltern unbedingt, eine Beratung beim Prüfungsamt zu machen und frühzeitig zu planen, wie die Unikarriere trotz Kind erfolgreich zu meistern ist.

Work-Life-Balance für junge Eltern

Wenn ihr gerade Eltern geworden seid, dann ist die Zeit des Ausschlafens sicher vorbei. Gut haben es da Paare, die sich abwechselnd um das Kind kümmern können und so der andere immer noch mal Zeit zum Auftanken hat. Hier empfiehlt es sich auch, zusätzliche Hilfe von Außen in Anspruch zu nehmen. Großeltern, Eltern, Freunde oder Nachbarn sind sicher wertvolle Helfer, gerade zu Beginn. Eine gesunde Ernährung ist von Vorteil und Auszeiten mit Sport sind gut, um den Kopf noch mal frei zu kriegen und körperlich fit zu bleiben. Am wichtigsten ist es, sich Hilfe zu holen, wenn Anzeichen von Überforderungen erkennbar werden. Eine solch große Herausforderung muss man nicht alleine bewältigen und Unterstützung wird gerne und von vielen Stellen geleistet.

Fazit

  • Sicher keine ganz einfache Zeit, während der Uni Eltern zu werden. Aber dennoch eine wunderbare Erfahrung, wie es Studieltern immer wieder berichten. Das neugeborene Kind hat in den meisten Fällen sehr junge Eltern, die darüber hinaus flexibel und sicher auch kreativ sind - also keine ganz schlechten Eltern-Kind-Zukunftsperspektiven. Darüber hinaus sind solche Studis auch auf dem Arbeitsmarkt beliebt, denn wohl kaum eine andere Situation zeigt so sehr, dass Verantwortungsbewusstsein und Organisationsgeschick eines Absolventen. Insofern möchten wir euch zwar nicht zum Kinderkriegen anstiften, aber wir wollen auf jeden Fall Mut machen, wenn Nachwuchs unterwegs ist. Ihr müsst auch an eure Altersvorsorge denken!!! ;-)

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