Das Volontariat: Deine Tür in die Medienbranche

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Kurzgesagt:

Ein Volontariat ist eine 12- bis 24-monatige praxisnahe Ausbildung, die vor allem in der Medienbranche den Weg in den Journalismus ebnet. Obwohl der Zugang theoretisch frei ist, fordern Arbeitgeber heute meist ein Studium und umfangreiche praktische Vorerfahrungen durch Praktika oder freie Mitarbeit. Während die Ausbildung bei Tageszeitungen und Zeitschriften durch Tarifverträge streng geregelt ist (Einsatz in verschiedenen Ressorts, externe Kurse zu Medienrecht und Ethik), variieren die Standards im Rundfunk stark. Ein Volontariat bietet eine fundierte Ausbildung, ist jedoch keine Garantie für eine anschließende Übernahme.

Der Traum vom Journalismus führt für die meisten Absolventen über eine entscheidende Station: das Volontariat. In der Medienbranche gilt diese Form der Ausbildung als das goldene Ticket, um aus der Theorie des Studiums in die Praxis der Redaktionsstuben einzusteigen. Doch der Weg dorthin ist steinig und hart umkämpft. Während das Studium das Fundament bildet, entscheiden in der Welt der Medien oft die bereits gesammelten Praxisstunden über Erfolg oder Niederlage bei der Bewerbung. Wir werfen einen Blick darauf, was ein gutes Volontariat ausmacht, welche Regeln bei Zeitungen gelten und wie du deine Chancen auf den begehrten Titel „Redakteur“ maximierst.

Volontariat ‒ das solltest du beachten!

Volontariate werden meist in der Medienbranche vergeben und sollen den Absolventen einen Überblick über einen bestimmten Beruf gewähren. Ihre Qualifikationen und im Studium erworbenen Kompetenzen werden vertieft und nach Abschluss des Volontariats dürfen sich die Volontäre als “Redakteure” bezeichnen. Die Bewerber, die meist aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommen, bleiben zwischen 12 und 24 Monate in der Redaktion.

Der lange Weg zum Volontariat

Zwar gilt der Beruf des Journalisten als “Beruf mit freiem Zugang”, jedoch ist das Angebot an Volontariaten viel kleiner als die Nachfrage. Die Mindestvoraussetzung für eine Zusage ist daher das Abitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die meisten Bewerber können allerdings auch ein abgeschlossenes Studium vorweisen. Doch selbst das ist längst keine Gewährleistung für einen Platz, denn die Praxiserfahrung wird als noch wichtiger als akademische Kenntnisse angesehen. Wer sich also für einen Beruf im Journalismus interessiert, sollte am besten schon während der Schulzeit bei der Schülerzeitung mitwirken, als freier Mitarbeiter für die Regionalpresse arbeiten und so viele Praktika wie möglich machen. Die Arbeitgeber erwarten zudem, dass auch während des Studiums Praktika absolviert werden. Dafür lohnt es sich auch, wenn du zwischendurch ein Semester die Uni einmal Uni sein lässt und arbeiten gehst. In den Semesterferien ist es schließlich noch schwieriger, einen Praktikumsplatz zu bekommen.

Gut zu wissen…

Nur bei den Tageszeitungen und Zeitschriften ist die Ausbildung zum Volontär geregelt. Die 15 bis 24 Monate ihrer Ausbildungszeit verbringen die Volontäre in den verschiedenen Ressorts der Redaktion. Die Tarifverträge schreiben vor, dass mindestens 2 Monate in je 3 Ressorts verbracht werden müssen. Die Lokalredaktion und die Politik- oder Nachrichtenredaktion sind für jeden Volontär bei einer Tageszeitung Pflichtprogramm. Aus den übrigen Ressorts darfst du dir eines aussuchen und den Rest der Ausbildungszeit planen die Verantwortlichen ganz individuell.

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Arbeiten und Lernen

Neben der Arbeit in der Redaktion erwarten dich als Volontär auch mindestens 6 Wochen an Kursen außerhalb des Betriebs. In diesen wird an deinem Schreibstil gearbeitet und dir werden Fakten zu relevanten Themen wie Medienrecht- und Ethik vermittelt. All diese Standards gelten lediglich für Tageszeitungen und Zeitschriften. Im Rundfunk kann es ganz anders aussehen.

Was du beachten solltest

Ein Volontariat ist in keiner Weise ein Garantieschein für einen Vollzeitjob. Zeitungen und Zeitschriften sind dazu verpflichtet, ihre Volontäre 3 Monate im Voraus darüber zu informieren, ob sie übernommen werden oder nicht. Bevor du einen Arbeitsvertrag unterschreibst, solltest du dich auf jeden Fall sehr gut darüber informieren, wie das Volontariat genau aufgebaut ist. Ob der Aufbau deine Erwartungen entspricht und ob zum Beispiel Weiterbildungsmaßnahmen vorgesehen sind. Die Vergütung wird in der Regel erst im Bewerbungsgespräch besprochen.

Checkliste Volontariat

  • Viel Praxiserfahrung sammeln

  • Von Absagen nicht entmutigen lassen

  • Ziele und Wünsche definieren

  • Flexibel sein

Fazit

Das Volontariat bleibt die wichtigste Schule für angehende Journalisten. Es ist eine intensive Zeit, in der das Handwerk des Schreibens und Recherchierens unter realen Bedingungen geschliffen wird. Wer bereit ist, schon frühzeitig in Praktika zu investieren und Flexibilität bei der Ressortwahl zeigt, findet hier den idealen Einstieg in eine spannende Branche. Letztlich ist das Volontariat mehr als nur ein Job auf Zeit – es ist die Reifeprüfung für alle, die mit Leidenschaft und ethischem Anspruch die Medienwelt von morgen mitgestalten wollen.

Ja, das Volontariat gilt als die klassische Ausbildung, nach deren Abschluss man die Berufsbezeichnung Redakteur führt.

Obwohl formal oft das Abitur reicht, haben Bewerber mit abgeschlossenem Studium (meist Geisteswissenschaften) deutlich bessere Chancen, sofern sie zusätzlich Praxiserfahrung vorweisen können.

Du durchläufst verschiedene Ressorts für jeweils mindestens zwei Monate. Pflichtstationen sind in der Regel die Lokalredaktion sowie Politik oder Nachrichten.

Ja, es gibt eine Vergütung, deren Höhe oft erst im Vorstellungsgespräch thematisiert wird. Bei tarifgebundenen Verlagen orientiert sich das Gehalt an festen Sätzen.

Informiere dich genau über den Ausbildungsplan: Welche Ressorts wirst du sehen? Gibt es externe Fortbildungen? Wie sieht die Betreuung vor Ort aus?

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jobmensa Redaktion

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