Das WG-Casting bestehen!

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Deine Checkliste

Nachdem es dich zum Studieren in eine neue Stadt verschlagen hat, bist du nun auf der Suche nach deiner ersten eigenen Wohnung. Nach viel Hin und Her und dem Abwiegen der Vor- und Nachteile, die das Leben in einer WG mit sich bringt, hast du dich entschieden: Du willst in einer Wohngemeinschaft leben, Menschen um dich haben und neue Lebensstile kennenlernen. Doch leichter gesagt als getan. Denn diesen Weg wollen viele gehen. Besonders in Studentenhochburgen ist es also nicht damit getan, Interesse an einer Wohnung zu bekunden. Oftmals werden ganze WG-Castings von den Gründungsmitgliedern durchgeführt: Denn wer die Wahl hat, hat die Qual.

Die Castings können von Gesprächsrunden bis zu einem gemeinsamen Abend in einer Kneipe reichen, verfolgen jedoch alle das gleiche Ziel: Es soll ein Mitbewohner gefunden werden, der zu den bisherigen Mietern passt und mit dem ein gemeinsames Leben und Erleben möglich ist. Denn viele Studenten-WGs legen mittlerweile Wert darauf, nicht nur eine Zweck-WG zu bilden. Sie wollen die Gemeinschaft haben und mit dieser den Alltag bestreiten.

Von F, wie Fragebogen, bis Z, wie zocken

Der Kreativität solcher Castings sind keine Grenzen gesetzt. Ob du dich gegen deine Mitstreiter im Nintendo 64 zocken durchsetzen musst, eine Zeichnung von dir selbst gefordert wird oder du dich mit dem besonders kreativen Ausfüllen eines Fragebogens profilieren kannst. Meistens gibt es jedoch ein Schema, dem alle Castings folgen und mit dem du dich auf deine Vorstellung vorbereiten kannst.

Das Schema

Den ersten Schritt macht die suchende WG. Die Mitbewohner schalten ein Inserat auf WG-Gesucht oder auf Facebook. An den Anzeigetexten und Bildern kannst du oft bereits schon erkennen, ob es sich um humorvolle, sachliche oder direkte Zeitgenossen handelt. Passend zu dem Inserat sollte dann auch deine Bewerbung ausfallen. Mach dich interessant und benutze keine Standardfloskeln, wie: “Ich bin sehr gesellig aber habe auch mal gerne meine Ruhe”. Kann deine Bewerbung punkten gehörst du zu den Auserwählten, die persönlich vorbei kommen dürfen, um sich die Wohnung anzusehen und die potentiellen Mitbewohner kennenzulernen.

Bei deinem ersten Auftritt in der WG solltest du so natürlich wie möglich sein. Viele Studenten sind eher entspannt unterwegs und gucken erstmal komisch, wenn du mit Anzug und glänzenden Lackschuhen um die Ecke kommst. Ein Freizeitlook ist für ein WG-Casting absolut angemessen und passend. Es ist außerdem normal, dass du nervös bist. Schließlich werden dich alle angucken und du musst die anderen von dir überzeugen. Dennoch solltest du dir bewusst machen, dass es sich bei deinem Gegenüber auch nur um einen Studenten handelt, der wahrscheinlich auch schon mal in der gleichen Situation war. Ein Casting soll ja nur den Rahmen zum Kennenlernen bieten. Dementsprechend kannst du es genauso gut nutzen, wie die bestehende WG. Magst du die Mitbewohner? Was willst du über sie wissen? Trau dich, frag, lächle und entspann dich.

Standardfragen, mit denen du rechnen kannst

  • Was studierst du?

  • Woher kommst du?

  • Wie alt bist du?

  • Feierst du gerne?

  • Wie stehst du zu Putzplänen?

  • Wie verbringst du deine Freizeit?

  • Was für Serien / Musik / Sender magst du?

  • Wie lange brauchst du im Bad?

  • Frühaufsteher oder Nachteule?

Natürlich sind das längst nicht alle Fragen. Manche WG Castings ziehen sich über einen ganzen Tag, wenn es gut läuft und die Chemie stimmt. Dann brauchst du aber auch keine Angst vor Gesprächspausen haben. Alle, einschließlich dir, werden nach einer etwas steifen Anfangsphase immer entspannter und offener. Fragen, die wie aus dem Katalog klingen, sind schnell vergessen, es werden Anekdoten ausgetauscht, es wird viel gelacht und dabei tun sich immer neue Gesprächsfelder auf.

Hiermit kannst du punkten:

  • Das Miteinbringen von Mikrowelle, Spülmaschine, einer großen DVD Sammlung in die WG

  • Hobbies wie Kochen, von denen auch die anderen etwas haben

  • Musikgeschmack (je nach Geschmack kann das aber auch nach Hinten los gehen)

  • Humor - zieht immer

  • selbstbewusstes Auftreten

  • Kleidung und gepflegtes Äußeres (klingt oberflächlich, wird aber kaum einer abstreiten können)   

Nach der ersten Vorstellungsrunde werden oftmals erneut die Favoriten zu einer Art Recall eingeladen. Bei diesem heißt es jetzt noch mal alles zu geben, denn viele Konkurrenten hast du nicht mehr. Da jede WG einen Hauch bestechlich ist, kann es sich lohnen ein Sixpack Bier oder ähnliches mitzubringen. Das muntert dann auch direkt die Stimmung auf. Sonst gilt für den Recall das Gleiche, wie für die erste Runde: Sei offen, hör aufmerksam zu, antworte freundlich auf Fragen, beweise Humor und überzeuge mit deinem Charakter.

Das Casting ist auch für dich!

Zu guter Letzt können wir dir nur zur Ehrlichkeit raten. Was bringt es dir, durch angebliche aber nicht wahrheitsgemäße Liebe zur deutschen Schlagermusik in einer WG aufgenommen zu werden, in der du Tag ein Tag aus „Atemlos" aus jedem Zimmer dröhnen hörst? Oder dass du gesagt hast, dass du totaler „Game of Thrones"-Fan bist und nun jeden gemeinsamen Serienabend verfluchst? Das Casting bietet beiden Parteien eine faire Möglichkeit sich kennenzulernen. Vergiss das nicht.

Fazit

  • Sei bei der Vorstellung entspannt

  • Erscheine gepflegt und lässig

  • Ehrlichkeit und Selbstbewusstsein zählen

  • Antworte freundlich und spontan auf Fragen

  • Stelle selber Fragen und bekunde dadurch dein Interesse

  • Sammle Pluspunkte durch deinen Humor

  • Bring etwas für die Gemeinschaft in die WG mit ein

  • Nutze das Casting: Sind es die richtigen Mitbewohner für dich?

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  • wir geben dir und deinen Kommiliton*innen eine Stimme und forschen gleichzeitig zur wirtschaftlichen und allgemeinen Lebenssituation Studierender

Wie lange dauert der Spaß? Etwa 20 Minuten solltest du einplanen, aber es lohnt sich. Versprochen.