Wissenswertes für den Berufseinstieg

25.04.2024

Author: Redaktion
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Mit den richtigen Tipps gelingt der Berufseinstieg auch ohne fatale Anfänger*innen-Fehler!

Viele Absolvent*innen stehen nach dem Abschluss erst einmal ziemlich planlos da. Der Weg in den Beruf erweist sich schwieriger als gedacht, man hat selbst noch keine klare Vorstellung davon, wie der Traumjob überhaupt genau aussieht oder kann seine eigenen Stärken und Schwächen nicht einschätzen.

Auf die Herausforderungen, die sie im Beruf erwarten, werden viele Student*innen während ihres Studiums kaum vorbereitet. Mit den richtigen Tipps gelingt der Berufseinstieg jedoch ohne fatale Anfänger-Fehler. Wir klären auf!

Deine Karriere: Von der Bewerbung bis zum Berufseinstieg

Auf dem manchmal langen - manchmal kurzen Weg zum Erfolg in deinem Traumjob, kann es einige Hügel zu überwinden geben! Bei der Bewerberauswahl der Unternehmen kommt es nicht immer nur zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch. Auch das Assessment Center könnte auf einer Stufe deiner Karriereleiter warten, oder ein Telefoninterview, bei dem man weniger unsichtbar ist, als man es vielleicht gerne wäre. Wir zeigen dir, was alles kommen kann, damit du auf alles gefasst sein wirst! Aber auch wenn du den Job schon in der Tasche hast, gibt es einiges was du für eine erfolgreiche Karriere beachten solltest. Wie du mit geschicktem Verhalten beruflich vorankommst, erfährst du auch hier! Um wirklich erfolgreich und glücklich in der Berufswelt zu werden, solltest du deine Privatsphäre nicht aus den Augen verlieren. Wir stellen dir einige Strategien für das optimale Zeitmanagement vor, damit du nicht plötzlich unter Dauerstress stehst.

Endlich Absolvent*in!

Wenn man sich als Absolvent*in erst einmal über die zahlreichen Möglichkeiten informiert hat, mit denen man nach dem Studium durchstarten kann, hat man die allzu bekannte Qual der Wahl. Man will auf Anhieb alles richtig machen und vor allen Dingen keine Umwege gehen, die vielleicht im Nachhinein umsonst gewesen sein könnten. Zudem ist es heute nicht unbedingt leicht nach dem Studium sofort in den Traumjob einzusteigen. Den richtigen Weg einzuschlagen kann eine großere Herausforderung sein. Bist du sicher genug, welcher Job wirklich zu dir passt, um den Direkteinstieg zu wagen? Oder war es schon immer dein Traum im Ausland zu arbeiten? Hier findest du die hilfreichsten Tipps für Berufseinsteiger*innen! Wie genau das eigentlich mit einer Traineestelle funktioniert, wie du Erfolg und trotzdem Freizeit hast und auf was du bei Vertragsverhandlungen unbedingt achten solltest, erfährst du alles hier.

Social Media und die Jobsuche

Neue Wege für deine Bewerbung

Social Media begleitet uns permanent im Leben, wobei uns das Social Web fabelhafte Möglichkeiten bietet, auch bei der Jobsuche. Da die meisten Jobs immer noch über Kontakte vergeben werden rücken soziale Netzwerke immer mehr in den Fokus bei der täglichen Jobsuche. Neben unserem LinkedIn Account sind Jobprofile auf Xing und Co ebenfalls empfehlenswert.

Mit dem richtigen Profil nach ganz oben

Das eigene Profil im Internet ist deine persönliche, umfassende Visitenkarte im Netz. Dementsprechend sorgfältig solltest du es pflegen. Wichtig ist, dass du dich gut präsentierst. Dazu gehört ein ordentliches und professionelles Foto von dir, eventuell nicht unbedingt das, aus dem letzten Mallorca Urlaub. Außerdem solltest du dein Profil auch nutzen, um auf deine Fähigkeiten, Qualifikationen und bisherigen beruflichen Erfolge zu verweisen, zum Beispiel durch Arbeitsproben. Dadurch gibst du deinem Profil eine klare Richtung und machst für Besucher deine Intentionen ersichtlich. Dein Profil solltest du seriös pflegen, damit du über soziale Kontakte tatsächlich die Karriereleiter empor kletterst.

Die Suche nach der richtigen Plattform

Nicht alle Branchen nutzen alle Plattformen gleich. Informiere dich über das Angebot und die Nutzungsmöglichkeiten verschiedener Seiten und entscheide dich für zwei bis drei verschiedene. Da das reine Anmelden nicht zum Erfolg führen wird, sollte die Anzahl der Plattformen überschaubar bleiben. Denn nun beginnt die echte Arbeit. Nutze die Seite und aktualisiere dein Profil regelmäßig. Auch im Internet wird man nur auf dich aufmerksam werden, wenn du präsent bist.

So machst du auf dich aufmerksam

Eine gute Plattform, um von Unternehmen wahrgenommen zu werden, kann beispielsweise auch Instagram bieten. Hier kannst du über dein Profil Bilder posten, die die Produkte des Traumunternehmens in verschiedenen Alltagssituationen zeigen. Ebenfalls effektiv sind Fotos, bei denen ein klarer Bezug zum Unternehmen erkennbar ist. Wenn du solche Bilder regelmäßig postest wird das Unternehmen sie gerne teilen und dich positiv wahrnehmen. Ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Mitstreiter*innen, wenn es zu einer Bewerbung kommt. Aber übertreibe es nicht! Regelmäßig heißt definitiv nicht täglich!

Bei der Bewerbung

Wenn du dich für eine ausgeschriebene Stelle bewerben möchtest, solltest du das über eine E-mail oder den Postweg tun, je nachdem, was gefordert wird. Natürlich wäre es schade, wenn du an keiner Stelle auf deine berufsbezogenen Aktivitäten im Internet hinweisen würdest. Achte allerdings auf die Unternehmensstrukturen und Philosophien und binde deine Fähigkeiten im Social Web gekonnt in deine Bewerbung ein. Entweder kannst du deinen Blog oder ähnliches passend zu einer geforderten Internetaffinität oder im letzten Absatz mit dem Verweis auf Arbeitsproben einfließen lassen.

Immer häufiger ist auch die Rede von Videobewerbungen. Diese kannst du direkt bei YouTube hochladen. Sie bieten dir die wohl kreativste Art einer Bewerbung. Allerdings solltest du dich gut mit der Materie Film auskennen. Denn auch bei einem Video zählt die Qualität. Videos sollten zudem unterhaltsam gestaltet sein und nicht aus einem reinen Vortrag über deine Persönlichkeit bestehen. Nutze alle Möglichkeiten, die ein Video zu bieten hat. Dazu gehört der Ton genauso, wie ausdrucksstarke Bilder.

Young Professionals: Was dich dazu macht und welche Chancen es bringt

Was ist ein Young Professional?

In zahlreichen Stellenausschreibungen und Studien zum Arbeitsmarkt ist oftmals die Rede von Young Professionals. Jede*r Absolvent*in möchte eine*r sein, die Unternehmen, insbesondere mittelständische Unternehmen, reißen sich um sie: aber was ist überhaupt ein Young Professional? Welche Anforderungen muss man erfüllen, um als hochqualifizierte Arbeitnehmer und als Young Professional zu gelten?

Es gibt keine klare, im Lexikon festgelegte Definition für einen Young Professional. Die Bezeichnung ist noch relativ jung und teilweise weit gefasst. Einige definieren ihn oder sie als eine*n Hochschulabsolvent*in, der oder die jedoch bereits über praktische Erfahrungen verfügt. Wieder andere sehen als wichtigstes Charakteristikum eines Young Professionals das hohe Potenzial und die Fähigkeit, frischen Wind in die Unternehmen zu bringen. Dazu kommt der Anspruch, in einem Unternehmen, das flache Hierarchien und flexible Arbeitszeitmodelle bietet, schnell aufzusteigen, mit dem Ziel, eine Führungsposition zu bekleiden.

Was macht einen Young Professional aus?

Durch die verschiedensten Branchen hinweg gibt es einige essenzielle Eigenschaften, die man erfüllen sollte, um als Young Professional zu gelten. Dazu zählen:

- Der Abschluss. Gute Noten sind zwar nicht alles, aber um als exzellenter Young Professional zu gelten, sollte man in seinem Studium einen Abschluss erzielt haben, der über dem des Durchschnitts liegt. Dementsprechend sind teilweise keine Einser-Noten erforderlich. Bei vielen potenziellen Arbeitgebern, insbesondere in mittelständischen Unternehmen, ist es jedoch gern gesehen, zu den besten 5-10 % seines Jahrgangs zu zählen.

- Der Auslandsaufenthalt. Bis vor ein paar Jahren noch als außergewöhnliches Bonus im Lebenslauf angesehen, zählt ein Auslandsaufenthalt mittlerweile zu den grundlegenden Voraussetzungen für einen lukrativen Job. Ob man die Zeit im Ausland mit einem Studium oder einem Praktikum verbracht hat, ist dabei zunächst zweitrangig. Wichtig ist, dass interkulturelle Kompetenzen und Sprachkenntnisse erworben wurden, was den richtigen Umgang mit Partner*innen weltweit ermöglicht.

- Die Sprachkenntnisse. Nur Deutsch und Englisch fließend zu beherrschen, reicht in vielen Unternehmen, die international agieren, oftmals nicht mehr aus. Wer mit seinem Lebenslauf herausstechen möchte, sollte in mindestens einer weiteren Fremdsprache Grundkenntnisse besitzen, sie optimalerweise jedoch so beherrschen, dass man sich mit Geschäftspartner*innen problemlos verständigen kann.

- Die Praktika und Berufserfahrungen. Wer nur über gute Noten und ausgezeichnete Sprachkenntnisse verfügt, aber noch keinerlei Arbeitserfahrung gesammelt hat, ist zwar ein*e gute*r Absolvent*in, aber noch lange kein Young Professional. Praktische Erfahrung ist nämlich das A und O auf dem Weg zum Status der begehrten Fachkraft. Die Mindestanforderung sind zwei bis drei Praktika bei renommierten Unternehmen. Diese sollten sich über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten erstreckt haben und mit Aufgaben verbunden gewesen sein, in welchen man sein Potenzial voll ausschöpfen konnte. Ein Praktikumszeugnis sollte dies eingehend belegen. Berufserfahrung in Form von studienbegleitenden Jobs oder Beschäftigungen direkt nach dem Abschluss sind umso besser.

- Die Soft Skills. Die Voraussetzungen hören sich für dich bisher nach übermenschlicher Karrieremaschine an? Dann kannst du vielleicht an der Stelle mit deiner Persönlichkeit punkten. Ohne einen überzeugenden Charakter wird es auch der oder die Überfliegerkandidat*in unter Umständen nicht weit bringen. Die Stichworte hier lauten: Teamfähigkeit, Ehrgeiz, Überzeugungsfähigkeit, Empathie und Lernfähigkeit. Wenn du mit deiner Persönlichkeit punkten kannst, kann das über die ein oder andere Schwäche im Lebenslauf hinwegtäuschen.

Was erwartet ein Unternehmen von einem Young Professional?

Überdurchschnittliche Leistungen – das ist klar. Aber was bedeutet das konkret? Zuallererst sollte man als YoungProfessional große Leistungsbereitschaft und Einsatz zeigen, der über die Minimalanforderungen hinausgeht.

Um die eigene Stellung zu behaupten, sollte man gerade in den ersten Wochen und Monaten mit Engagement glänzen. Zudem sind auch hier die Soft Skills im Rahmen vom Aufbau eines Netzwerkes und ein gutes Verhältnis zu den anderen Mitarbeitern wichtig.

Attraktive Arbeitgeber*innen bieten zudem ein gutes Betriebsklima, flexible Arbeitszeiten und unterstützen den Austausch von Erfahrungen und den persönlichen Kontakt unter den jungen Arbeitnehmenden.

Was erwartet ein Young Professional von einem Unternehmen?

Doch nicht nur die Unternehmen haben hohe Erwartungen an ein Arbeitsverhältnis mit einem Young Professional. Auch diese jungen Berufstätigen suchen sich ihre Arbeitgeber*innen gezielt aus und sind gewillt, ihren Arbeitsplatz für bessere Konditionen auch zu wechseln. Die Young Professionals sind sich ihres Marktwertes bewusst und erwarten von den Unternehmen deshalb attraktive Angebote. Dazu zählen in erster Linie die Aufstiegschancen innerhalb der Firma, gute Weiterbildungsmöglichkeiten, ein gutes Betriebsklima, innovative Projekte, flexible Arbeitszeiten ohne die Notwendigkeit eines festen Wohnsitzes und nicht zuletzt eine faire und gute Bezahlung.

Zusammenfassend:

Young Professionals sind Berufseinsteiger*innen mit viel Potenzial, beruflicher Erfahrung und zahlreichen Kompetenzen. Dazu zählt ein guter Abschluss, ein Auslandsaufenthalt, überdurchschnittliche Sprachkenntnisse, absolvierte Praktika und eine überzeugende Persönlichkeit, mit der man in den Soft Skills glänzen kann. Aufgrund dieser hohen Qualifikationen erwarten die Unternehmen von einem Young Professional einen überdurchschnittlichen Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft.

Der Büro Knigge

Das richtige Verhalten im Büro

Das Büro gleicht oftmals einem Minenfeld, nicht nur im Hinblick auf den Umgang mit Kollegen und Kolleginnen, sondern auch für einen harmonischen Arbeitsalltag insgesamt. Wer nicht aufpasst, kann sich teilweise schlimm blamieren. Deshalb gibt es hier, inspiriert von den Lehren Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr Knigges über den respektvollen Umgang miteinander, die fünf wichtigsten Tipps für das Verhalten im Büro, um den Arbeitsalltag im Großraumbüro und darüber hinaus angenehmer zu gestalten:

Zusammenfassung:

  • Eine freundliche Begrüßung ist der Grundstein für den Tag.

  • Immer pünktlich sein unterstreicht deine Professionalität.

  • Ein angemessenes Outfit spricht für deine Achtung gegenüber dem Arbeitsplatz und den Kolleg*innen.

  • Dein Handy gehört in die Tasche, um die Konzentration auf die Arbeit zu gewährleisten.

  • Ein kleiner Small-Talk zwischendurch fördert die angenehme Arbeitsatmosphäre und das Team optimal.

Die professionelle Begrüßung

Wenn ihr morgens das Büro betretet, ist eine freundliche Begrüßung nicht nur eine Form der Höflichkeit und des Anstandes, sondern auch der erste Schritt zu einem Miteinander im Büro, das allen den Arbeitsalltag leichter macht.

Alle kurz zu begrüßen und sich auch abends wieder zu verabschieden, fördert die Stimmung im Team und ist ein Muss für einen harmonischen Arbeitsalltag. Die Begrüßung richtet sich nach dem allgemeinen Ton im Unternehmen; geht es dort locker zu, reicht ein "Hallo", ansonsten ist "Guten Morgen/Abend" immer angemessen.

Grundsätzlich gilt: Es grüßt die- oder derjenige, die/der die anderen zuerst sieht.

Pünktlichkeit und Überstunden

Sie ist immer noch die oberste Tugend: die Pünktlichkeit. Egal welche Ausrede du parat hast, Unpünktlichkeit suggeriert Unzuverlässigkeit, schlechte Organisation und mangelndes Interesse am Job. Kalkuliere deinen Weg zur Arbeit immer so, dass du pünktlich bist. Finde zudem eine geeignete Regelung für deine Überstunden. Überstunden dürfen nicht dauerhaft zum Normalfall werden, doch wenn es wirklich erforderlich ist, kannst du flexibel sein.

Der professionelle Dresscode im Office

Der Dresscode im Büro ist von Branche zu Branche und von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich und gibt wichtige Hinweise auf das Verhalten am Arbeitsplatz. An hohen Temperaturen können kurze Hosen und andere legere Kleidungsstücke eine Herausforderung darstellen, doch selbst dann ist auf ein angemessenes Outfit zu achten. In modernen und jungen Unternehmen ist oftmals legere Kleidung angebracht, während in traditionelleren Firmen noch immer Wert auf den klassischen Stil gesetzt wird. Wichtig ist, ob du Kundenkontakt hast oder nicht. Der Dresscode am Arbeitsplatz gibt wichtige Hinweise auf die persönlichen Befindlichkeiten und den respektvollen Umgang unter den angestellten Kolleg*innen.

Handy und Internetnutzung

Die Internetnutzung am Arbeitsplatz und das Handy am Arbeitsplatz sind heikle Themen. Während der Arbeitszeit sollte das Handy daher in der Tasche bleiben, und private Gespräche oder der E-Mail Versand sollten auf ein Minimum reduziert oder außerhalb der Arbeitszeit geführt bzw. erledigt werden. Wenn du aus privaten Gründen unbedingt erreichbar sein musst, ist ein offenes, persönliches Gespräch mit dem Vorgesetzten angebracht.

Smalltalk und Sozialverhalten

Der Umgang mit Kollegen und Kolleginnen, das Miteinander im Büro und private wie persönliche Gespräche tragen wesentlich zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei. Ein gelungener Smalltalk kann die Tür für das anstehende Gespräch ebenso öffnen wie für das gemeinsame Lachen über mitgebrachte Joghurts im Kühlschrank. Dabei ist es wichtig, Missstände im Unternehmen nicht zum Gegenstand von Lästereien zu machen, sondern in einem angemessenen Rahmen anzusprechen, um gemeinsam Lösungen zu finden.

Mit diesen Tipps, die sich wie ein moderner Büro Knigge lesen, navigierst du sicher durch den Arbeitsalltag und trägst zu einem positiven Miteinander im Büro bei.