Die BAföG Rückzahlung trifft (fast) jede*n: 5 Tipps zum Geldsparen
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- jobmensa Redaktion
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Kurzgesagt
Der Artikel beleuchtet die Modalitäten der BAföG-Rückzahlung und zeigt Wege auf, die finanzielle Belastung zu reduzieren. In der Regel beginnt die Rückzahlung fünf Jahre nach Ende der Regelstudienzeit mit einer monatlichen Rate von 130 Euro. Wer jedoch in der Lage ist, das Darlehen vorzeitig und auf einen Schlag (ggf. auch über einen zinsgünstigen Privatkredit) zurückzuzahlen, kann hohe Nachlässe von bis zu 50 % erhalten. Für Absolventen mit geringem Einkommen (unter 1.260 Euro netto) besteht die Möglichkeit einer Freistellung. Historische Regelungen für Bestnoten oder ein schnelles Studium werden als Zusatzinfos für ältere Jahrgänge (Abschluss vor 2013) aufgeführt.
- Hohe Ersparnis durch Einmalzahlung: Die vorzeitige Ablösung der Schulden ist die effektivste Methode, um einen massiven prozentualen Nachlass auf die Gesamtsumme zu erhalten.
- Soziales Sicherheitsnetz: Bei einem Nettoeinkommen unterhalb der Grenze von 1.260 Euro können Absolventen die Aussetzung der Rückzahlung beantragen, um eine finanzielle Überforderung zu vermeiden.
- Strategische Finanzierung: Aufgrund hoher Rabatte bei Sofortzahlung kann es rechnerisch sinnvoll sein, die BAföG-Schulden über einen Bankkredit abzulösen, sofern die Zinsen niedriger als der gewährte Nachlass sind.
Das BAföG hat mittlerweile Generationen von Studierenden ein hinlängliches Auskommen bis zum akademischen Abschluss garantiert – und in vielen Fällen überhaupt erst die Chance auf den Besuch einer Hochschule eröffnet. Soweit, so gut! Doch Jahre später stellt der Staat das geliehene Geld in Rechnung. Für manche Absolvent*innen eine echte Herausforderung.
„Bitte um Start des Rücktransfers“
Im Grunde gibt es nicht viel zu bemängeln am BAföG-System des Bundes. Es funktioniert, es hilft, es ermöglicht. Und noch nicht einmal beim Thema Rückzahlung könnte man Väterchen Staat den Vorwurf machen, es besonders eilig zu haben. Denn meistens dauert es nach dem Abschluss fast fünf Jahre, bis der amtliche Brief mit der „Bitte“ um Start des Rücktransfers im Briefkasten landet. Eigentlich eine feine Sache. Aber dann… Die reguläre Rückzahlungsrate an das Bundesverwaltungsamt beträgt pro Monat 130 Euro, was de facto einer Übernachtung mit Frühstück in einem recht hochpreisigen Hotel entspricht. Macht sich also durchaus bemerkbar im Portemonnaie. Umso mehr natürlich, wenn man es innerhalb der von Staatswegen gewährten Galgenfrist nicht geschafft hat, einen Job mit entsprechendem Einkommen zu ergattern. In solchen Fällen kann die Rückzahlung des Bafög eine echte Bürde werden, und zwar über Jahre hinweg.
Es gibt aber Tipps und Tricks, wie sich die Last der BAföG-Rückzahlung deutlich minimieren lässt. Vieles davon hängt an einem selbst, anderes wiederum regelt die Bank. In jedem Fall aber kann es sich sprichwörtlich bezahlt machen, mit der Rückerstattung des BAföG nicht zu warten, bis der Staat sich meldet. Hier die Infos dazu.
Tipp 1: Vorzeitig mit der BAföG-Rückzahlung beginnen
Von hohem Interesse kann diese Option sein: die vorzeitige BAföG-Rückzahlung. Wer sein Darlehen komplett oder zumindest in weiten Teilen vorzeitig zurückzahlt, kann auf Antrag einen Erlass bis zu 50 Prozent der BAföG-Rückzahlung erwirken. Freilich hängt der Prozentsatz des Nachlasses von der Gesamthöhe des Darlehens ab. In jedem Fall aber winkt eine schöne Ersparnis!
Tipp 2: Kreditfinanzierte Rückzahlung des BAföG
Angesichts der deutlichen Einsparmöglichkeiten kann es sich lohnen, das BAföG vorzeitig per Privatkredit zurückzuzahlen. Wichtig hierbei ist natürlich die Zinslast, die im Moment jedoch sehr gering ausfällt. Einfach mal bei der Bank beraten lassen und durchrechnen, was günstiger kommt.
Tipp 3: Freistellung bei zu geringem Einkommen
Einen wichtigen Rettungsanker bietet das Rückzahlungssystem zum BAföG denjenigen, die gerade nur das nötigste Geld in der Tasche haben. Heißt: Wenn das Einkommen von Absolvent*innen so gering ist, dass eine Zusatzbelastung durch die Rückzahlung nicht mehr hinnehmbar wäre, kann Antrag auf Aussetzung gestellt werden. Die Verdienstgrenze liegt hier aktuell für alleinstehende Personen bei 1.260 Euro netto pro Monat. Kommen Ehepartner*innen und Kinder hinzu, steigt dieser Betrag nochmals deutlich an.
Wichtig! Die nächsten beiden Tipps gelten rückwirkend für Absolvent*innen, die das Studium spätestens zum 31.12.2012 beendet haben.
Tipp 4: Gute Noten im Studium minimieren die Schuldenlast
Klingt doch mal nach einer richtig fairen Lösung: Schaffte man es bis zum 31.12.2012 durch hervorragende Leistungen im Studium, zum notenmäßig besten Drittel seines Abschlussjahrgangs zu gehören, reduzierte sich die Bafög-Schuld automatisch um bis zu 25 Prozent.
Tipp 5: Schnelles Studium = bares Geld
Schaffte man es als Student*in bis zum 31.12.2012, seinen Abschluss bereits vor der Regelstudienzeit zu erlangen, sind nun – beim Thema Rückzahlung – ebenfalls ordentliche Nachlässe drin. So hat ein um 4 Monate vorzeitiger Abschluss einen Nachlass von 2.560 Euro zur Folge. Bei 2 Monaten sind es immerhin 1.025 Euro.
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Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die BAföG-Rückzahlung muss kein finanzielles Schreckensszenario sein, wenn man proaktiv handelt. Das System ist fair gestaltet und belohnt diejenigen, die ihre Schulden frühzeitig begleichen, mit massiven Nachlässen. Für alle anderen bietet die Einkommensgrenze einen wichtigen Schutzschirm. Wichtig ist, den Brief des Bundesverwaltungsamtes nicht zu ignorieren, sondern die Optionen – von der Sofortzahlung bis zum Freistellungsantrag – genau zu prüfen. Wer klug kalkuliert, verwandelt die einstige Studienhilfe in eine überschaubare Investition, die sich durch den akademischen Grad bereits vielfach ausgezahlt hat.
Häufige Fragen
Wann muss ich mit der Rückzahlung meines BAföG beginnen?
Die Rückzahlung startet in der Regel fünf Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer. Das Bundesverwaltungsamt schickt dir rechtzeitig einen Bescheid mit der genauen Summe und dem Zeitplan.
Wie hoch ist die monatliche Rückzahlungsrate?
Die Standardrate beträgt 130 Euro pro Monat. Diese wird normalerweise in vierteljährlichen Raten von 390 Euro eingezogen.
Lohnt sich ein Kredit für die BAföG-Rückzahlung?
Ja, das kann es. Wenn der Nachlass für die Sofortzahlung (bis zu 50 %) deutlich höher ist als die Zinskosten für einen Privatkredit, sparst du unter dem Strich eine beträchtliche Summe.
Was passiert, wenn ich nach dem Studium arbeitslos bin oder wenig verdiene?
Wenn dein monatliches Nettoeinkommen unter 1.260 Euro liegt, kannst du beim Bundesverwaltungsamt einen Antrag auf Freistellung von der Rückzahlungspflicht stellen. Die Frist wird dann zunächst um ein Jahr verschoben.
Gibt es noch Rabatte für gute Noten oder ein schnelles Studium?
Diese speziellen leistungsabhängigen Nachlässe wurden für Abschlüsse nach dem 31.12.2012 leider abgeschafft. Heute profitieren Absolventen primär von Rabatten bei vorzeitiger Rückzahlung der Gesamtsumme.


