Wie denkst du eigentlich über …?

15.10.2021

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Author: Chiara
Autor*inChiara
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Larissa Fuchs im Campus Talk: Teil 2

Im ersten Teil des Interviews sprach Larissa Fuchs über ihre Forschung im Rahmen des „FAIR-Projekts” mit dem Ziel, den Arbeitsmarkt diskriminierungsfreier zu gestalten und inwiefern sie selbst befürchtet, Diskriminierung zu erfahren. 

Im zweiten Teil unseres Campus Talks haben wir ihr verschiedene Fragen rund ums Thema Chancengleichheit gestellt. Ihre Meinung zu Vereinbarkeit von Partner*in und Karriere, Frauenquote oder Elternzeit äußert sie in der nachfolgenden Schnellfragerunde!

Larissa, wie denkst du eigentlich über …

… deine Jobchancen nach dem Studium?

„Ich bewege mich in einem Arbeitsbereich, der in vielen Sektoren gebraucht wird. Es ist sehr nützlich, wenn man empirisch arbeitet, ein gutes Datenverständnis hat und programmieren kann. Deswegen glaube ich, dass meine Jobchancen nach dem Studium eigentlich ganz gut sind.”

… deine Jobchancen langfristig betrachtet?

 „Ich denke, falls es Hindernisse geben wird, wie beispielsweise die Elternzeit, werde ich immer eine Lösung finden, meinen Weg der Karriere zu gehen.”

… das Vereinen von Partner*in und Karriere? Würdest du für deinen Partner oder deine Partnerin berufliche Rückschritte in Kauf nehmen?

„Das finde ich schwierig. Ich würde vielleicht sagen mit meinem Partner, also in Abstimmung.”

Wäre es ein Problem für dich, wenn dein Partner erfolgreicher im Beruf ist als du?

„Nein, also das wäre kein Problem für mich.”

 … das Erreichen einer Führungsposition?

 „Das habe ich eigentlich nicht unbedingt vor. Ich möchte einfach nur, dass es mir Spaß macht, was ich tue, dazu gehört bei mir nicht zwangsläufig, dass ich ein Team führe.”

… die Frauenquote in Vorständen und anderen Führungsebenen? Denkst du, dass dies eine notwendige Maßnahme ist, um einen Fortschritt zu gewährleisten?

„Also ich würde mir natürlich wünschen, dass eine Frauenquote nicht nötig wäre. Ich bin aber eine Verfechterin dieser, weil sie nicht nur hilft, statistischer Diskriminierung entgegenzuwirken, sondern auch weibliche Vorbilder für Frauen schafft. Ich glaube so kann man auch langfristig die Wahrnehmung von Führungspositionen ändern, gerade auf der Vorstandsebene.”

… die Elternzeit? Würdest du sie in Anspruch nehmen und wenn ja, denkst du, dass diese einen negativen Effekt auf deine berufliche Zukunft haben kann?

„Ich denke, Stand jetzt, dass ich schon gerne Elternzeit in Anspruch nehmen würde, auch wenn ich weiß, dass sich dadurch Nachteile für mich ergeben. Ich kenne auch die Risiken, die die Elternzeit mit sich bringt. Und ich glaube schon, dass die „fehlende Zeit" negative Auswirkungen auf die Karriere hat, egal in welchem Sektor man arbeitet. Man kann letztendlich seine Fähigkeiten im Job während der Elternzeit ja nicht weiter ausbauen.”

… die ungleiche Verteilung der Elternzeit auf die Geschlechter?

 „Wenn die Elternzeit auf die Geschlechter gleichverteilt wäre, würden Stigma und die Diskriminierung, dass Frauen weniger Fähigkeiten ab einer gewissen Hierarchieebene vorweisen, reduziert werden. Ich glaube, dass man so langfristig definitiv mehr Gleichberechtigung erzielt und die Führungsebenen diverser besetzt wären. Das ist nicht nur gut für Frauen, sondern auch für Männer. Männer werden auch öfter belächelt oder bekommen einen Kommentar, wenn sie in Elternzeit gehen.”

Jobmensa Fazit

Wir bedanken uns recht herzlich bei Larissa, für ihre Zeit und wünschen ihr für ihre berufliche aber auch private Zukunft nur das Beste!

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