Studiengänge mit Zukunft: Jobaussichten für Akademiker*innen
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- jobmensa Redaktion
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Kurzgesagt
Der Artikel analysiert die aktuelle Arbeitsmarktsituation für Hochschulabsolventen in Deutschland. Trotz eines leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit unter Akademikern bleibt deren Quote mit 2,5 % extrem niedrig, was Ökonomen als Vollbeschäftigung bezeichnen. Der Anstieg wird primär auf den Trend zur Akademisierung zurückgeführt – die Zahl der Erwerbstätigen mit Studium ist innerhalb eines Jahrzehnts um zwei Millionen gestiegen. Deutliche Unterschiede zeigen sich jedoch zwischen den Fachrichtungen: Während die Medizin, Informatik und das Lehramt exzellente Aussichten bieten, kämpfen Absolventen der Geisteswissenschaften, PR und des Marketings mit deutlich höheren Arbeitslosenquoten.
- Akademiker-Privileg bleibt bestehen: Mit einer Quote von 2,5 % haben Studierte nach wie vor das geringste Risiko in Deutschland, arbeitslos zu werden.
- Fachspezifische Kluft: Die Jobchancen variieren stark; während Mediziner eine faktische Jobgarantie haben (Quote < 1 %), liegt das Risiko im Marketing (6,3 %) mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt.
- Praxis als Differenzierungsmerkmal: Da die Zahl der Absolventen stetig steigt, werden Praktika und fachnahe Nebenjobs während des Studiums immer wichtiger, um sich auf dem umkämpften Markt abzuheben.
Studium = sicherer Job. So oder so ähnlich stellen sich die meisten von uns das zumindest vor. Dass wir damit nicht völlig falsch liegen, zeigt der aktuelle Arbeitsmarktbericht für Akademikerinnen und Akademiker der Bundesagentur für Arbeit. Allerdings sind die Jobaussichten nicht für alle Fachrichtungen gleich rosig. Welche Studiengänge versprechen die besten Chancen beim Berufseinstieg? Und in welchen Branchen werden Akademiker*innen mit weniger offenen Armen empfangen?
Die schlechte Nachricht zuerst: Die Arbeitslosigkeit unter Akademiker*innen ist 2014 bereits zum dritten Mal in Folge gestiegen. Und das, obwohl die Arbeitslosigkeit in Deutschland eigentlich insgesamt sogar gesunken ist: auf den niedrigsten Stand seit 1991. Das Risiko, dass die Rechnung “Studium = Jobgarantie” am Ende doch nicht aufgeht, steigt also. Grund zur Panik gibt es deshalb trotzdem nicht: Mit einer Arbeitslosenquote von gerade einmal 2,5% sind die Jobaussichten für Akademiker*innen nämlich grundsätzlich durchaus gut. Wer einen (Fach)-Hochschulabschluss vorweisen kann, trägt in Deutschland immer noch das niedrigste Risiko von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein. Ökonomen sprechen bei der aktuellen Akademiker-Arbeitslosenquote sogar von Vollbeschäftigung.
Akademisierungstrend hat Folgen
Doch wieso steigt die Arbeitslosigkeit unter Akademiker*innen überhaupt? Nun ja. Immer mehr Abiturient*innen entscheiden sich für ein Studium statt einer Ausbildung. 2013 hatten 8 Millionen Erwerbstätige in Deutschland einen akademischen Abschluss – 2003 waren es noch etwa 2 Millionen weniger. Jeder fünfte Erwerbstätige hat also inzwischen entweder an einer Uni, Fachhochschule oder Berufsakademie studiert. Die jährlich steigenden Absolventenzahlen sind ein Grund für die wachsende Zahl arbeitsloser Akademiker*innen.
Unterschiede zwischen Studienfächern
Die Arbeitsmarktaussichten sind nicht für alle Studienrichtungen gleich. Einige Berufsgruppen sind extrem selten von Arbeitslosigkeit betroffen während andere Fächer ein vergleichsweise höheres Risiko mit sich bringen, keine Stelle zu finden. Weniger gut sieht es etwa bei den Geisteswissenschaften aus: Absolvent*innen der Bereiche Redaktion, Journalismus, PR und Verlagswesen dürften angesichts einer Arbeitslosenquote von 4,5% nicht gerade in Begeisterung verfallen. Noch schlechter sind die Perspektiven im Bereich Werbung und Marketing. Mit 6,3% liegt die Quote hier mehr als doppelt so hoch wie bei den Akademiker*innen insgesamt.
Entspannt zurücklehnen dürfen sich hingegen angehende Ärzt*innen. Die Arbeitslosenquote für Human- und Zahnmedizin liegt sogar noch unter 1%. Hinzu kommt, dass gerade in ländlichen Regionen Deutschlands in den nächsten Jahren ein massiver Ärztemangel prognostiziert wird. Aber auch Lehramtsstudent*innen und Informatiker*innen können besonders optimistisch in die Zukunft blicken.
Fazit: Positive Nachrichten für Studierende – die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt für Akademiker sind in Deutschland nach wie vor gut! Wer seine Chancen auf den Traumjob nach dem Studium steigern will, der sollte schon während des Studiums durch Praktika und Nebenjobs Berufserfahrung sammeln. In der Jobmensa-Stellenbörse für Studierende findest du die passenden Stellen in deiner Stadt!

Fazit
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der akademische Abschluss in Deutschland nach wie vor der beste Schutz gegen Erwerbslosigkeit ist. Auch wenn die „Jobgarantie“ durch die wachsende Zahl an Mitbewerbern keine Selbstverständlichkeit mehr ist, befinden sich Akademiker in einer beneidenswerten Marktposition. Entscheidend für einen reibungslosen Übergang in den Beruf ist jedoch die Eigeninitiative: Wer frühzeitig über den Tellerrand des Lehrplans hinausblickt und praktische Erfahrungen sammelt, verwandelt die statistisch guten Aussichten in eine erfolgreiche individuelle Karriere.
Häufige Fragen
Ist ein Studium heute noch eine sichere Bank für einen Job?
Grundsätzlich ja. Akademiker tragen in Deutschland das geringste Arbeitslosenrisiko im Vergleich zu allen anderen Bildungsgruppen.
Warum steigt die Arbeitslosigkeit unter Akademikern trotz guter Wirtschaftslage?
Dies liegt am starken Akademisierungstrend. Immer mehr Menschen studieren (jeder fünfte Erwerbstätige hat heute einen Abschluss), wodurch das Angebot an Absolventen in manchen Branchen schneller wächst als die Nachfrage.
In welchen Branchen ist es am schwierigsten, einen Job zu finden?
Besonders herausfordernd ist der Einstieg laut Artikel in der Werbung, im Marketing (6,3 % Arbeitslosigkeit) sowie in Redaktionen, im Journalismus und im Verlagswesen (4,5 %).
Wer hat die besten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt?
Spitzenreiter sind die Human- und Zahnmedizin (unter 1 % Arbeitslosigkeit). Ebenfalls sehr gefragt sind Informatiker sowie Lehrerinnen und Lehrer.
Wie kann ich meine Chancen trotz hoher Absolventenzahlen verbessern?
Der Artikel empfiehlt dringend, bereits während des Studiums Berufserfahrung zu sammeln. Praktika und Nebenjobs sind der Schlüssel, um das theoretische Wissen zu ergänzen und Kontakte zu knüpfen.


