Das Arbeitszeugnis

Registriere dich kostenlos & finde deinen Studentenjob
Über 13.000 Studenten registrieren sich monatlich auf Jobmensa
Mit Klick auf „Kostenlos registrieren" akzeptierst du die AGB und Datenschutzbestimmungen von Jobmensa.
oder
  1. Übertarifliche Bezahlung
  2. Individuelle Jobempfehlungen
  3. Bewerbung ohne Anschreiben auf viele Jobs

Mit Klick auf „Kostenlos registrieren" akzeptierst du die AGB und Datenschutzbestimmungen von Jobmensa.

Das Arbeitszeugnis - Wie man die Codes entschlüsselt

Das Arbeitszeugnis gilt ganz allgemein als dokumentarischer Nachweis erbrachter Leistungen und aussagekräftige Referenz für zukünftige Arbeitgeber. Wichtig ist, dass jeder Student, der sich in einem wie auch immer gearteten Arbeitsverhältnis befindet, rechtlichen Anspruch auf die Ausstellung eines Zeugnisses durch den Arbeitgeber hat. Falls es diesbezüglich Probleme gibt, kann man dem Chef getrost mit § 630 des BGB drohen, denn hier ist der Rechtsanspruch höchstrichterlich festgehalten. Es spielt dabei im Übrigen keine Rolle, ob das Auslaufen eines Vertrages oder beispielsweise eine Kündigung als Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses anzusehen ist - Rechtsanspruch besteht immer.

Die zwei Arten des Arbeitszeugnisses

Es gibt zwei Arten von Arbeitszeugnissen, die beim Vorgesetzten angefordert werden können und mit Beendigung der Tätigkeit auszuhändigen sind.

Das einfache Arbeitszeugnis ist, der Name sagt es, die simpelste Form der Referenz. Es dient aufgrund seiner Reduzierung auf das Wesentliche in erster Linie der bürokratischen Vorlage bei Ämtern, Versicherungen oder den Universitäten selbst. Enthalten sein müssen: Name und Anschrift des Arbeitgebers, Beginn und Ende der Tätigkeit und die genaue Bezeichnung.

Das qualitative Arbeitszeugnis ist erheblich aussagekräftiger, da es neben den oben genannten Kerndaten des einfachen Zeugnisses Bezug auf Leistungs- und Persönlichkeitsmerkmale des Arbeitnehmers nimmt. Beurteilt werden demnach die Qualität der abgelieferten Arbeit und die Fähigkeit des Studenten, sich auf der Persönlichkeitsebene in den Arbeitsprozess zu integrieren. Auftreten, Teamfähigkeit, Engagement oder Leistungsbereitschaft sind nur einige der häufig verwendeten Schlagworte. Das macht das qualitative Arbeitszeugnis zu einer erstklassigen Referenz für die Zukunft.

Die Formalien

Mit einer Urkunde oder einem Schulzeugnis vergleichbar, hat auch das Arbeitszeugnis den Charakter eines offiziellen Dokuments. Daher ist es zwingend notwendig, dass Inhalt und Form angemessen sind. Hierzu gehört zunächst die optische Anpassung des Papiers, auf das neben einer sauberen Textgliederung das Firmen- bzw. Unternehmenslogo und natürlich die Unterschrift des Vorgesetzten gehören. Stimmen Formalien nicht mit den Wünschen des Arbeitnehmers überein oder sind fehlerhaft, besteht grundsätzlich Anrecht auf ein neues Exemplar bzw. Nachbesserung. Daher keine Scheu, falls sich auf dem Zeugnis Eselsohren, Kaffeeflecken, Risse oder Rechtschreibfehler finden. Ebenfalls wichtig sind Vorhandensein und Korrektheit der Abschlussformulierung, in der neben einem Dank für die abgelieferte Arbeit zumindest (beste) Wünsche für die berufliche Zukunft enthalten sein sollten.

Der Sprachcode

Soweit es die qualitative Beurteilung des Arbeitnehmers betrifft, greift der Arbeitgeber beim Verfassen des Zeugnisses in der Regel auf einen Sprachcode zurück, welcher zugleich hilfreich und tückisch sein kann. Hilfreich, weil die erbrachte Leistung durch verwendete Standardausdrücke für jedermann transparent bzw. relativ unmissverständlich einschätzbar ist. Tückisch dagegen, weil sich hinter manch blumiger Formulierung im Grunde nichts anderes als Kritik an der Arbeit und/oder am Wesen des Antragstellers verbergen kann. Abschließend einige Beispiele dafür, wie bestimmte Zeugnisinhalte zu deuten sind.

Beispiele Sprachcode

Prädikat: Sehr gut

  • hat die ihr/ihm zugeteilten Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.
  • hat die mit dem Arbeitgeber vereinbarten Ziele stets übertroffen.
  • ihre/seine Leistungen haben in jeder Hinsicht unsere volle Anerkennung gefunden.
  • erledigte die ihr/ihm zugewiesenen Aufgaben stets selbstständig, äußerst sorgfältig und sehr erfolgreich.
  • wurde aufgrund ihres/seines (überaus) freundlichen Wesens und ihrer/seiner kollegialen Haltung bei Vorgesetzten und Mitarbeitern sehr geschätzt.
  • wurde von ihren/seinen Kollegen, Vorgesetzten und Kunden stets als sehr freundlicher und äußerst engagierter Mitarbeiter geschätzt.

Prädikat: Gut

  • Wir waren mit ihren/seinen Leistungen immer/stets sehr zufrieden.
  • hat den in sie/ihn gesetzten Erwartungen in bester Weise entsprochen.
  • arbeitete stets zuverlässig und gewissenhaft.
  • arbeitete stets zu unserer vollen Zufriedenheit.
  • Vorgesetzte, Kollegen und Kunden schätzten ihn jederzeit als sehr kooperativen Mitarbeiter.
  • war in der Lage, auch neue/ungewohnte/schwierige Arbeitssituationen erfolgreich zu meistern.
  • zeigte stets Initiative, Fleiß und großen Ehrgeiz.

Prädikat: Befriedigend

  • hat unseren Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochen.
  • Ihre/seine Arbeit war stets von Genauigkeit und Sorgfalt geprägt.
  • Ihre/seine Kooperation mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war durchweg gut.
  • lieferte stets überdurchschnittliche Arbeitsqualität ab.
  • hat ihre/seine Aufgaben stets zu unserer Zufriedenheit erledigt.
  • erreichte stets die mit Vorgesetzten und Mitarbeitern vereinbarten Ziele.

Prädikat: Ausreichend

  • Ihre/seine Arbeitsergebnisse entsprachen den allgemeinen Anforderungen.
  • Ihre/seine Arbeit war von Sorgfalt und Genauigkeit geprägt.
  • Das Verhalten seinen/ihren Vorgesetzten gegenüber war einwandfrei.
  • Ihr/sein persönliches Verhalten war insgesamt einwandfrei.
  • zeigte bei der Ausführung übertragener Aufgaben keine Unsicherheit.
  • hat den in sie/ihn gesetzten Erwartungen entsprochen.

Prädikat: Mangelhaft

  • war bemüht, den allgemeinen Anforderungen zu entsprechen.
  • Ihre/seine Arbeitsleistung entsprach im Allgemeinen den Anforderungen
  • hat ihre/seine Aufgaben in der Regel zu unserer Zufriedenheit erledigt.
  • Ihr/sein persönliches Auftreten dem Kollegium gegenüber war insgesamt einwandfrei.
  • war stets um ein gutes Verhältnis zu Kunden, Kollegen und Vorgesetzen bemüht.

Prädikat: Ungenügend

  • bemühte sich um zuverlässige Arbeitsweise.
  • Ihre/seine Arbeit entsprach qualitativ in der Regel/zumeist den Anforderungen
  • war bemüht, den branchenüblichen Arbeitsaufwand zu meistern.
  • Ihr/sein persönliches Verhalten war im Wesentlichen/in der Regel tadellos.
  • zeigte Interesse und Verständnis für seine Arbeit.

(Quelle: www.dgb-jugend.de/studium/jobben/dein_recht/arbeitszeugnis)

Wie man sieht, stehen bereits Beurteilungen, die ein Bemühen des Mitarbeiters beinhalten, für eine ungenügende Beurteilung. Und auch ein „tadelloses Verhalten“ ist nicht so positiv, wie es auf den ersten Blick aussieht. Sollte man ein Zeugnis erhalten, das keinen zufriedenstellenden Eindruck von einem vermittelt, sollte man den Chef noch einmal darauf ansprechen, ob er mit dem betreffenden Sprachcode gearbeitet hat. Steht der Chef hinter seiner Beurteilung muss man sich leider gut überlegen, welchen Bewerbungen man sein Arbeitszeugnis beilegen möchte.

Unsere neuesten Jobs

  • Gau-Algesheim (55435), Ober-Olm (55270), Nieder-Olm (55268), Wackernheim (55263), Heidesheim (55262), Budenheim (55257) und Ingelheim (55218)
    10,50 €
  • Sontheim (89567), Giengen (89537), Heidenheim (89522), Dillingen (89407), Elchingen (89275), Heidenheim Kleinkuchen (89520), Heidenheim Schnaitheim (89520), Heidenheim Großkuchen (89520), Heidenheim Nietheim (89520), Heidenheim Innenstadt (89520), Heidenheim Innenstadt (89518) und Heidenheim Aufhausen (89520)
    10,50 €
  • Ludwigshafen Ruchheim (67071), Ludwigshafen Friesenheim/Nord (67063), Ludwigshafen Gartenstadt (67067), Ludwigshafen Mitte (67059), Ludwigshafen Oppau (67069), Ludwigshafen Maudach (67065), Ludwigshafen Pfingstweide (67069), Ludwigshafen West (67065), Ludwigshafen West (67059), Ludwigshafen Mitte (67061), Ludwigshafen Rheingönheim (67065), Ludwigshafen Mundenheim (67059), Ludwigshafen Süd (67061), Ludwigshafen Oggersheim (67071), Ludwigshafen Maudach (67067), Ludwigshafen Rheingönheim (67067), Ludwigshafen Gartenstadt (67065), Ludwigshafen Mundenheim (67065) und Ludwigshafen Edigheim (67069)
    10,50 €
Durch die Nutzung der Seite stimmst du unserer Cookie-Richtlinie zu. Im Rahmen der Datenschutzerklärung findet sich auch die Möglichkeit, dem Einsatz des Facebook Pixels zu widersprechen.