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Networking: Pflege und Aufbau von Kontakten
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jobmensa Redaktion
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Kurzgesagt:
Networking ist weit mehr als digitales Kontakte-Sammeln; es ist die Kunst, sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld wertvolle Beziehungen aufzubauen. Der Artikel betont, dass auch Kontakte auf Augenhöhe – nicht nur zur Führungsebene – Türen öffnen können, etwa durch Insider-Informationen zu Ansprechpartnern. Für eine erfolgreiche Vernetzung sind Eigeninitiative, echtes Interesse am Gegenüber und die Zuverlässigkeit bei der Nachbereitung entscheidend. Ein Netzwerk funktioniert jedoch nur langfristig, wenn es regelmäßig gepflegt wird und auf einem fairen Austausch von Gefälligkeiten und Vertrauen basiert.
- Der „Vitamin B“-Vorteil: Persönliche Kontakte ermöglichen es, Bewerbungsunterlagen direkt an den richtigen Ansprechpartner zu senden und so den anonymen Bewerberpool zu umgehen.
- Privat ist oft effektiver: Networking findet nicht nur auf Messen statt. Kontakte über Familie, Freunde oder Hobbys sind oft nachhaltiger, da sie auf einer emotionalen Verbindung und gemeinsamen Interessen fußen.
- Pflege vor Quantität: Eine Visitenkarte ist nur der Anfang. Ein Netzwerk muss durch regelmäßige Kommunikation und eine ausgewogene Balance zwischen Geben und Nehmen aktiv gepflegt werden.
In einer digitalisierten Welt scheint Networking oft nur einen Klick entfernt zu sein. Profile auf XING oder LinkedIn sind schnell erstellt, doch der wahre Wert eines Netzwerks bemisst sich nicht an der Anzahl der „Kontakte“, sondern an der Qualität der Beziehungen. Während soziale Medien eine gute Basis bieten, findet das entscheidende Networking oft noch immer im „echten Leben“ statt – fernab von Algorithmen. Ob auf Fachmessen oder ganz zufällig beim Hobby: Wer weiß, wie man Kontakte knüpft, pflegt und eine gesunde Balance aus Geben und Nehmen hält, sichert sich einen unschätzbaren Vorteil für den Berufseinstieg.
Heutzutage netzwerken doch alle! Die meisten Studenten sind ganz selbstverständlich bei sozialen Netzwerken wie Facebook wo man mit seinen Freunden und Bekannten in Kontakt steht. Um berufliches Fortkommen geht es dabei aber nur in den seltensten Fällen. Viele Studenten sind außer bei Facebook auch noch in Netzwerken wie beispielsweise XING, wo dann ausschließlich der berufliche Nutzen im Vordergrund steht.
Schnell vergisst man im Zeitalter der sozialen Netzwerke, dass man auch im realen Leben Kontakte knüpfen kann und sollte. Nur stellt sich da natürlich die Frage, wo man am besten Kontakte herbekommt und wie man das überhaupt anstellt.
Networking: Wo kann man hilfreiche Kontakte knüpfen?
Wichtig ist, sich erst einmal klar zu machen, dass man nicht unbedingt mit dem CEO eines Unternehmens befreundet sein muss, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Gerade für Berufseinsteiger kann es schon hilfreich sein, wenn sie zum Beispiel jemanden kennen, der ebenfalls für das Unternehmen arbeitet, oder gearbeitet hat. So kommt man sehr wahrscheinlich an einen Namen und Kontaktdaten, die andere Bewerber auf der Unternehmenshomepage nicht finden. Man kann so vielleicht seine Unterlagen direkt an den richtigen Ansprechpartner schicken, statt mit 100 anderen Bewerbern in irgendeinem anonymen Datenpool zu landen, oder vorab ein Telefonat mit dem richtigen Ansprechpartner führen zu können. So ein persönlicher Kontakt auf den man dann auch im Anschreiben verweisen kann, kann manchmal entscheidend sein.
Natürlich gibt es Fach- und Absolventenmessen, Kongresse oder ähnliche Veranstaltungen bei denen Kontakteknüpfen eine der Hauptintentionen ist, aber man sollte auch sonst mit offenen Augen durchs Leben gehen. Im privaten Umfeld bieten sich oft hervorragende Kontaktmöglichkeiten, die nicht selten sogar noch effektiver sind als solche, bei denen der symbiotische Charakter von vornherein klar ist. Solche Leute lernt man oft über Familienmitglieder, Freunde oder auch ein Hobby kennen. In dem Fall hat man den Vorteil, dass man eine gemeinsame Ebene hat und eine emotionale Verbindung aufbauen kann bevor man irgendwann um einen Gefallen bittet.
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Tipps für die Kontaktaufnahme
Ist man auf einem offiziellen Event, wie einem Kongress oder ähnlichem, ist es oft gut alleine hinzugehen, da man so leichter mit fremden Leuten ins Gespräch kommt. Natürlich kann man nicht davon ausgehen, dass die Leute von alleine auf einen zukommen, sondern muss oft selber den aktiven Part der Kontaktaufnahme übernehmen. Dazu guckt man sich eine Person oder eine Gruppe aus und gesellt sich dann mit einem Lächeln und einem freundlichen Eröffnungssatz dazu. Wann immer es passend erscheint, ist es gut sich namentlich und mit Handschlag vorzustellen und seinem Gegenüber besser in Erinnerung zu bleiben.
In dem Gespräch sollte man sich zwar möglichst gut darstellen, aber statt sich selbst ewig lange selbst zu beweihräuchern, ist es immer besser interessierte Fragen zu stellen und den anderen reden zu lassen. Bevor das Gespräch beendet ist, sollte man noch um eine Visitenkarte bitten und auch selber eine parat haben, falls diese verlangt wird. Wenn man sagt, dass man sich in den nächsten Tagen meldet oder etwas verspricht, dann muss man dies auch unbedingt einhalten um seine Zuverlässigkeit unter Beweis zu stellen. Aber auch ohne solche Äußerungen, sollte man sich in den folgenden Tagen noch einmal melden und zum Ausdruck bringen, wie sehr man sich über das Kennenlernen gefreut hat.
Überhaupt ist es wichtig nicht ohne Sinn und Verstand möglichst viele Kontakte anzuhäufen, ohne sie jedoch zu pflegen. Denn nur weil man irgendwann mal eine Visitenkarte bekommen hat, kann man jemanden um einen Gefallen bitten. Generell sollte man regelmäßig seine Kontakte pflegen. Das kann eine E-Mail, ein Anruf oder auch ein persönliches Treffen sein. Daher sollte man sich überlegen für wie viele und welche Kontakte es sich lohnt Zeit und Mühe zu investieren um ihn zu pflegen. Bevor man irgendwann vielleicht um einen Gefallen bittet, sollte man jedoch dafür sorgen, dass man dem anderen selber schon einmal einen Gefallen getan hat. Vertrauen und eine gute Balance zwischen Geben und Nehmen sind extrem wichtig für ein erfolgreiches Netzwerken.
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Fazit
Erfolgreiches Netzwerken ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Es geht darum, Brücken zu bauen, bevor man sie überqueren muss. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht und versteht, dass jeder Kontakt – vom Kommilitonen bis zum Vereinskollegen – ein potenzieller Türöffner sein kann, entwickelt eine der wichtigsten Kernkompetenzen der modernen Arbeitswelt. Am Ende zählt nicht, wen du alles kennst, sondern wer dich kennt und bereit ist, für dich ein gutes Wort einzulegen. Fange heute damit an, deine bestehenden Kontakte zu pflegen – es ist die beste Investition in deine berufliche Zukunft.
1. Reicht es nicht, wenn ich bei LinkedIn oder XING vernetzt bin?
Digitale Netzwerke sind ein guter Anfang, aber der persönliche Kontakt im realen Leben schafft deutlich mehr Vertrauen und bleibt beim Gegenüber nachhaltiger in Erinnerung.
2. Wie spreche ich auf einem Event fremde Personen am besten an?
Gehe am besten alleine auf Gruppen zu, suche Blickkontakt und steige mit einem Lächeln und einem freundlichen, unverbindlichen Eröffnungssatz (Small Talk) in das Gespräch ein.
3. Muss ich mich im Gespräch sofort „verkaufen“?
Nein. Statt Eigenwerbung zu betreiben, solltest du echtes Interesse zeigen und kluge Fragen stellen. Wer sein Gegenüber reden lässt, wirkt meist sympathischer und souveräner.
4. Was mache ich mit einer erhaltenen Visitenkarte?
Nutze sie als Anlass für eine kurze Nachricht nach dem Event. Bedanke dich für das nette Gespräch und halte eventuelle Versprechen (z. B. Zusendung von Infos) unbedingt zeitnah ein.
5. Wie bitte ich einen Kontakt um einen Gefallen?
Bevor du forderst, solltest du investiert haben. Ein Netzwerk basiert auf Reziprozität. Wer selbst schon einmal geholfen hat, kann später deutlich leichter um Unterstützung bitten.
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