Tagsüber oder nachts lernen? Wir zeigen die Vorteile beider Varianten

Kategorie
Study
Autor:in
jobmensa Redaktion
Aktualisiert am
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Tagsüber oder nachts lernen? Wir zeigen die Vorteile beider Varianten

Kurzgesagt

Der Artikel vergleicht die Vor- und Nachteile des Lernens am Tag versus in der Nacht. Das Lernen am Tag punktet durch die Verfügbarkeit von Infrastruktur (Bibliotheken, Mensen), die Erreichbarkeit von Dozenten und Freunden sowie gesundheitliche Vorteile durch Tageslicht. Im Gegensatz dazu bietet das Lernen in der Nacht ein Minimum an Ablenkung durch soziale Medien oder Lärm und fördert bei vielen die Kreativität durch die besondere nächtliche Atmosphäre. Der Artikel betont, dass die Wahl vom persönlichen Biorhythmus abhängt, und gibt Nachtschwärmern Tipps für eine gesunde Routine, ausreichende Beleuchtung und soziale Vernetzung in nächtlichen Lerngruppen.

  • Biorhythmus ist individuell: Es gibt keine Universallösung; Faktoren wie Persönlichkeit, Schlafgewohnheiten und Standort bestimmen die ideale Lernzeit.
  • Vorteil Erreichbarkeit vs. Ruhe: Während der Tag durch Kommunikation und soziale Anbindung besticht, bietet die Nacht eine einzigartige Stille und weniger digitale Ablenkung.
  • Routine statt Spontaneität: Besonders für Nachtlerner ist eine feste Routine essenziell, um Schlafmangel vorzubeugen und die Konzentration langfristig aufrechtzuerhalten.

Wann ist Studieren einfacher – bei Tag oder bei Nacht? Diese Frage ist wahrscheinlich älter als die Hörsäle von Heidelberg bis Köln. Klar ist, wir glauben alle insgeheim am besten zu wissen, was stimmt. Eine eindeutige Antwort darauf gibt es aber nicht. Warum? Weil jeder Mensch verschieden ist. Es gibt Frühaufsteher und Nachteulen, Alleingänger und Lern-WG’s. Wir haben mal versucht die Argumente beider Seiten für euch zusammen zu tragen.

Pro Tag

Ausgeschlafen haben wir ordentlich Energie getankt (soweit mein Optimismus) und können uns bestens auf unsere Aufgaben konzentrieren. Abgesehen davon ist es aus gesellschaftlicher Sicht einfach „natürlicher“ während des Tages zu arbeiten und nachts zu schlafen. Weil das gang und gäbe ist, haben geöffnete Bibliotheken, Shops und Mensen nun mal ihre Vorteile. Vorlesungen finden nachts auch eher selten statt (wir lernen ja nicht nur in der vorlesungsfreien Zeit, oooder?).

Da wären wir auch gleich beim nächsten Argument. Menschen schlafen nachts, was bedeutet, dass auch Dozenten, Lehrer, Eltern, Freunde und Kollegen wohl eher tagsüber zur Verfügung stehen. Wer also auf Hilfe angewiesen ist, Fragen hat, ungern allein arbeitet, persönlich recherchieren muss oder schlichtweg gerne kommuniziert, der wird am Tag glücklicher. Ein anderer positiver Effekt ist das Tageslicht. Es ist gesünder für die Augen und beeinträchtigt auch nicht unseren Schlafrhythmus so sehr wie künstliche Lichtquellen.

Pro Nacht

Am Tag ist man aktiver. Es ist draußen lauter und insgesamt gibt es einfach mehr Ablenkung. Nachts sind wir für uns alleine, haben Ruhe und können uns besser auf unsere Aufgaben konzentrieren (soweit mein Optimismus 2.0). Glückspilze, die in der Nähe einer 24-Stunden-Bibliothek wohnen, werden feststellen, dass es viel förderlicher für die eigene Konzentration ist, in einer leeren Bibliothek zu lernen. Und wo wir gerade bei „Konzentration“ sind: Auch die sozialen Netzwerke ruhen nachts.

Für einige Nachtschwärmer hat die Nacht etwas Inspirierendes. Vieles sieht nachts anders aus, was die eigene Kreativität anheizen kann und dabei hilft, Dinge in anderen Blickwinkeln zu betrachten.

Insgesamt gibt es aber keine Gesamtlösung für alle. Alles hängt von Faktoren wie Persönlichkeit, Aktivität, Ressourcen, Standort, Zeitmanagement, Schlafrhythmus, etc. ab.

Wer sich selbst zu den Nachtmenschen zählt, dem gibt das Jobmensa-Team noch Folgendes mit auf den Weg:

Tipps für’s Lernen bei Nacht

Entwickelt eine Routine. Wer sich dazu entscheidet nachts zu lernen, der sollte das nicht spontan tun. Es ist besser, wenn sich der Körper darauf einstellen kann. Das ist gerade für die finale Prüfungs- und Abschlussphase hilfreich! Nachts zu lernen heißt übrigens nicht weniger schlafen. Sucht euch einen Ausgleich und kommt zur Ruhe. Ihr werdet sehen, ihr seid leistungsfähiger und konzentrierter. Anders formuliert: Red Bull ist nicht Gott 😉

Wie eben schon erwähnt spielen auch Lichtverhältnisse eine wichtige Rolle. Es fühlt sich einfach nicht großartig an vom Tag in die Nacht hineinzuarbeiten. Ihr registriert unbewusst die Dauer und das kann frustrieren. Natürlich auch, wenn ihr abends anfangt und draußen wird es plötzlich hell. Wer abends startet sollte sich direkt einen Raum mit Beleuchtung suchen.

Prinzipiell ist es immer hilfreich sich einen Zeitplan zu erstellen. So auch nachts. Vor allem Pausen sind wichtig und ausreichend Wasser.

Learning alone in the dark?

Heißt „nachts“ ausschließlich auch „allein“? Natürlich nicht. Für viele ist völlige Ruhe fast schon wieder störend, so kann Musik beispielsweise für die nötige Inspiration sorgen. Welche Musik muss jeder für sich entscheiden. Aber allein sein muss keiner. Organisiert euch in Gruppen, verabredet euch zum Lernen. So bekommt die ganze Sache einen sozialen Mehrwert. Für den Lerneffekt wäre es natürlich am besten, wenn eure Gruppe komplett aus Nachteulen besteht.

Tagsüber zu lernen ist Standard, deshalb aber nicht gleich einfacher. Von verschiedenen Motivationsstrategien bis zu Gehirnjogging könnt ihr euch auf zig verschiedene Art und Weisen vorbereiten. Wir haben für Euch noch ein paar Tipps auf Lager, wie ihr mit der richtigen Lernstrategie zum Erfolg kommt.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die beste Lernzeit ist die, in der dein Gehirn am aufnahmefähigsten ist. Ob du die Struktur des Tages oder die Freiheit der Nacht bevorzugst, ist zweitrangig, solange du eine Strategie entwickelst, die zu deinem Leben passt. Wichtig ist nicht die Uhrzeit, sondern die Qualität deiner Konzentration und die Balance zwischen Anspannung und Erholung. Wer seine eigenen Hochphasen kennt und diese mit einer festen Routine schützt, wird am Ende – egal ob bei Sonnenaufgang oder Mondschein – erfolgreich durch die Prüfungsphase kommen.

Häufige Fragen

Ist es ungesund, nachts zu lernen?

Dauerhaftes Nachtlernen kann den Biorhythmus belasten. Wichtig ist, dass die Schlafdauer insgesamt gleich bleibt und man für künstliche Lichtquellen sorgt, die das Tageslicht so gut wie möglich ersetzen, um die Augen zu schonen.

Kann man auch nachts gemeinsam lernen?

Ja, das ist sogar empfehlenswert! Lerngruppen aus „Nachteulen“ können den sozialen Austausch fördern und verhindern, dass man sich isoliert fühlt.

Wie vermeide ich Frustration, wenn es draußen plötzlich hell wird?

Der Artikel rät dazu, von Beginn an in einem gut beleuchteten Raum zu arbeiten. So registriert das Gehirn den Übergang vom Dunklen ins Helle weniger drastisch und der psychologische Zeitdruck sinkt.

Hilft Energy-Drink-Konsum bei nächtlichen Lernsessions?

„Red Bull ist nicht Gott“ – der Artikel warnt vor übermäßigem Konsum. Besser sind regelmäßige Pausen, ausreichend Wasser und ein echter Schlafausgleich am nächsten Tag.

Was ist der größte Vorteil des Tageslernens?

Die Synchronisation mit der Gesellschaft: Fast alle universitären Ressourcen (Bibliotheken, Sprechstunden) und sozialen Kontakte sind auf den Tag ausgerichtet.

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