Die erste Steuererklärung: Das gilt es zu wissen und beachten
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- jobmensa Redaktion
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Kurzgesagt
Der Artikel erklärt die Steuererklärung als eine Art Jahresabrechnung mit dem Finanzamt, bei der Einnahmen und absetzbare Ausgaben gegenübergestellt werden. Während sie für normale Angestellte oft freiwillig ist, lohnt sie sich für Studierende besonders, da einbehaltene Lohnsteuern bei Nebenjobs häufig erstattet werden. Der Text erläutert die Voraussetzungen für die Abgabepflicht (z. B. mehrere Arbeitgeber oder Zusatzeinkünfte) und gibt praktische Tipps zur Umsetzung. Dabei wird die Nutzung moderner Software-Lösungen gegenüber der Papierform empfohlen, um Zeit zu sparen und Steuersparpotenziale optimal zu nutzen.
- Rückzahlungspotenzial nutzen: Da bei studentischen Nebenjobs oft zu hohe Abzüge einbehalten werden, führt eine freiwillige Abgabe der Steuererklärung in der Regel zu einer Erstattung.
- Digitalisierung spart Zeit: Moderne Steuerprogramme (Kosten ca. 15–50 €) bieten Hilfestellungen und Tipps, die den Prozess im Vergleich zur Papierform massiv vereinfachen und beschleunigen.
- Belegmanagement ist das A und O: Für eine erfolgreiche Anerkennung durch das Finanzamt sind Nachweise wie die Lohnsteuerbescheinigung, Quittungen und die Steuer-ID zwingend erforderlich.
Für viele Studierende ist das Wort „Steuererklärung“ ein Synonym für bürokratischen Horror und undurchsichtige Formulare. Doch hinter der vermeintlich trockenen Materie verbirgt sich oft ein lohnenswertes Finanzprojekt. Wer neben dem Studium jobbt oder hohe Ausgaben für seine Ausbildung hat, zahlt häufig mehr an den Staat, als er eigentlich müsste. Die Steuererklärung fungiert hierbei als persönliche Endabrechnung: Sie bietet die Chance, zu viel gezahlte Beträge zurückzufordern und das studentische Budget spürbar aufzubessern. Es ist an der Zeit, den Mythos der Kompliziertheit zu begraben und das Potenzial der Rückerstattung voll auszuschöpfen.
Welche Hilfsmittel kannst du nutzen?
Irgendwann ist es soweit: wer sein eigenes Geld verdient, muss auch seine eigene Steuererklärung machen. Aber was ist das eigentlich? Man könnte es wohl als eine Art Endabrechnung mit dem Staat ansehen. Der Steuerzahler gibt dabei ganz genau Auskunft über alle seine steuerpflichtigen Einnahmen, die er im vergangen Jahr hatte und auch über alle Ausgaben, die er von der Steuer absetzen kann.
Aus diesen Daten wird dann errechnet, wie viel Steuern gezahlt werden müssen und wie viel bereits gezahlt wurden. Daraus ergibt sich, ob man noch Steuern nachzahlen muss, oder aber eine Rückzahlung bekommt. Dies erfährt man bei Erhalt seines Steuerbescheides.
Wer muss eine Steuererklärung machen?
Bei den meisten regulär Angestellten werden jeden Monat Teile des Gehalts einbehalten, die direkt an das Finanzamt gehen. Das heißt, dass die meisten automatisch Steuern zahlen. Oft sind diese Abzüge gerade bei Studenten zu hoch und so bekommt man in der Regel einiges zurück, wenn man eine Steuererklärung abgibt. Es kann sich also durchaus lohnen sich die Mühe zu machen.
Pflicht ist sie jedoch, wenn man neben seinem Gehalt noch weitere steuerpflichtige Einnahmen hat, zum Beispiel durch Vermietungen oder Ähnliches. Sollte man bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt gewesen sein, oder man auf seiner Lohnsteuerkarte zusätzlich sogenannte Freibeträge hat eintragen lassen, weil man schon von vornherein absehen konnte, dass die Abzugsbeträge relativ hoch sein werden, dann ist die Steuererklärung ebenfalls Pflicht.
Wie macht man das eigentlich?
Zuerst muss man sich entscheiden, ob man seine Erklärung lieber in Papierform oder digital erstellen möchte. Die alte Papierversion handschriftlich auszufüllen, ist gerade für die, die ihre erste Steuererklärung erstellen, eine zeitaufwändige und oft komplizierte Angelegenheit. Moderne Computerprogramme sind da eine große Hilfe. Sie bieten meist ausführliche Erläuterungen und sorgen für einen korrekten Druck oder direkt für die korrekte Übermittlung der Daten an das Finanzamt. Gute Programme kosten zwischen 15 und 50 Euro und viele Hersteller bieten außerdem kostenlose Demoversionen an. Solche Programme haben den großen Vorteil, dass sie dem Nutzer viele gute Tipps zur Steuerersparnis geben. Bleibt man bei einem Programm, muss man auch nicht jedes Jahr wieder alle Angaben neu eingeben und kann so in den Folgejahren neben Steuern auch noch einiges an Zeit einsparen. Wer damit gar nichts zu tuen haben möchte, kann natürlich auch einen Steuerberater beauftragen, was aber recht teuer ist, und sich daher erst ab einem gewissen Verdienst lohnt.
Welche Informationen braucht man?
Was man in jedem Fall braucht, ist seine Steuer ID. Die sollte eigentlich jedem bis spätestens Ende 2008 zugeschickt worden sein. Sollte man die nicht haben, muss man sich an das Finanzamt seines Erstwohnsitzes wenden. Außerdem braucht man seine Lohnsteuerbescheinigung, sowie alle Unterlagen, die die gemachten Angaben bestätigen. Das können zum Beispiel Rechnungen, Quittungen, Kontoauszüge und Ähnliches sein.
Wenn Angaben nicht anerkannt werden, weil Belege fehlen, können diese auch nachgereicht werden. Das ist sogar dann noch möglich, wenn der Steuerbescheid bereits eingetroffen ist. Einen ersten Überblick zu den Standorten, ELSTER und der Einkommenssteuererklärung bietet das Finanzamt allerdings auch selbst auf seiner Internetseite. Selbstverständlich müssen alle gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen. Das Finanzamt versteht überhaupt keinen Spaß, wenn Einnahmen verschwiegen, oder Quittungen gefälscht werden.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Steuererklärung kein notwendiges Übel, sondern eine finanzielle Chance ist. Dank digitaler Tools und ELSTER ist der Weg zur Rückerstattung heute so barrierefrei wie nie zuvor. Gerade im Studium, wo jeder Euro zählt, sollte man die „Schenke“ an den Staat nicht ungenutzt lassen. Wer einmal das System verstanden hat, profitiert nicht nur von einer sofortigen Finanzspritze, sondern legt auch den Grundstein für ein souveränes Finanzmanagement im späteren Berufsleben. Also: Belege sammeln, Software starten und das eigene Geld zurückholen!
Häufige Fragen
Muss ich als Student zwingend eine Steuererklärung abgeben?
In der Regel nicht, wenn du nur einen Job hast. Pflicht wird es jedoch bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig, bei Freibeträgen auf der Lohnsteuerkarte oder bei zusätzlichen Einkünften (z. B. Vermietung).
Was ist der Unterschied zwischen Steuer-ID und Steuernummer?
Die Steuer-ID ist eine lebenslang gültige Nummer, die jedem Bürger 2008 zugeschickt wurde. Die Steuernummer wird vom Finanzamt für die aktuelle Veranlagung vergeben. Die ID findest du meist auf deiner Lohnsteuerbescheinigung.
Lohnt sich ein teurer Steuerberater für mich?
Meistens nicht. Für die typischen studentischen Einkünfte reichen gängige Software-Programme völlig aus. Ein Berater ist erst bei sehr hohen Einkommen oder komplexen Vermögensverhältnissen wirtschaftlich sinnvoll.
Was passiert, wenn ich einen Beleg vergessen habe einzureichen?
Keine Panik: Belege können nachgereicht werden, selbst wenn der Steuerbescheid bereits bei dir eingetroffen ist. Das Finanzamt kann die Angaben dann nachträglich anerkennen.
Kann ich auch Ausgaben absetzen, wenn ich gar keine Steuern gezahlt habe?
Ja, insbesondere im Zweitstudium (z. B. Master) kann eine sogenannte Verlustfeststellung sinnvoll sein. Dabei werden Verluste für spätere Jahre „vorgetragen“, wenn man dann ein echtes Gehalt bezieht.


