Beliebte Länder fürs Auslandssemester: Studieren in der Ferne genießen
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- jobmensa Redaktion
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Kurzgesagt
Der Artikel stellt verschiedene Zielregionen für ein Auslandssemester vor und hebt deren spezifische Vorzüge hervor. Während innerhalb der EU geringe bürokratische Hürden und kulturelle Nähe (z. B. in Österreich) locken, ziehen die USA und Australien vor allem durch ihre englischsprachigen, renommierten Hochschulsysteme und ein intensives Campusleben an, trotz teilweise hoher Studiengebühren. Wer wirtschaftliches Wachstum und eine tiefe Kulturgeschichte erleben will, findet in China spannende Möglichkeiten, muss jedoch Sprachbarrieren überwinden. Russland wiederum punktet mit besonderer Gastfreundschaft und geringen Lebenshaltungskosten für Abenteuerlustige.
- Vielfalt der Beweggründe: Die Entscheidung für ein Land wird meist durch eine Mischung aus akademischem Ruf (USA/Australien), Sprachvorteilen, geringen Kosten (Österreich/Russland) oder kulturellem Interesse (China) getroffen.
- Finanzielle Kontraste: Die Spanne der Kosten ist enorm – sie reicht von fast gebührenfreien Studienplätzen in Österreich bis hin zu Spitzenwerten von 60.000 US-Dollar pro Jahr an US-Eliteuniversitäten.
- Campus-Kultur vs. Alltagsintegration: In den USA und Australien lebt man oft in einer "Campus-Blase" mit enger Betreuung, Länder wie Russland oder China erfordern mehr Eigeninitiative und tiefere Integration in Sprache und Kultur.
Der akademische Horizont endet längst nicht mehr an den Grenzen des eigenen Campus. In einer globalisierten Arbeitswelt wird das Auslandssemester immer mehr zum Standard für Studierende, die interkulturelle Kompetenz und Fremdsprachenkenntnisse direkt vor Ort erwerben möchten. Ob die Wahl dabei auf die vertraute Umgebung der europäischen Nachbarstaaten fällt oder auf exotische Abenteuer in Fernost, hängt von persönlichen Zielen, dem Geldbeutel und der Abenteuerlust ab. Doch welches Land bietet welche Vorteile? Von den Elite-Schmieden der USA bis zu den aufstrebenden Wirtschaftsmetropolen Chinas – wir geben einen Überblick über die attraktivsten Destinationen für das Studium in der Fremde.
Beliebte Länder
Für viele deutsche Studierende ist die Europäische Union die erste Adresse für ein Auslandssemester. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die bürokratischen Hürden sind vergleichsweise gering und die landestypischen Gepflogenheiten unterscheiden sich zumeist nicht so stark von der deutschen Kultur. Dies gilt vor allem für die Nachbarstaaten wie die Schweiz, Österreich und die Niederlande. Aber auch die ehemaligen Ostblockstaaten sind immer stärker im Kommen. Auf Grund der Sprachvorteile entscheiden sich zahlreiche Studierende ebenso gern für ein Auslandssemester in englischsprachigen Ländern. Wer es lieber exotischer mag und völlig andere Kulturen kennen lernen möchte, schreibt sich in Peru, Vietnam oder Namibia ein. Doch egal, ob letztlich der Numerus Clausus, die Sprache oder persönliche Präferenzen deine Wahl entscheiden. Die Hauptsache ist, dass du dich in deinem Gastland wohlfühlst. Im Folgenden geben wir dir einen kurzen Überblick über fünf ausgewählte Nationen und ihre Vorzüge für ein Auslandssemester.
Die Vereinigten Staaten von Amerika
Das größte englischsprachige Land der Welt gehört zu den beliebtesten Orten für einen Auslandsaufenthalt; und das trotz hoher Studiengebühren zwischen 2.000 und 60.000 US-Dollar pro Jahr. Doch hinter den hohen Kosten verbirgt sich auch eines der renommiertesten Studiensysteme. Laut Times World University Ranking befinden sich acht der zehn besten Universitäten weltweit in den USA. Die Dichte an exzellenten Bildungseinrichtungen und ausgewählten Studiengängen ist wohl in keinem anderen Land so hoch. Aber auch das Studentenleben zieht viele Hochschüler in die Vereinigten Staaten von Amerika. Denn im Unterschied zu den meisten deutschen Bildungseinrichtungen studierst und lebst du auf dem Campus. Der Kontakt zu den Kommilitonen ist sehr eng und du kannst dein Englisch schnell verbessern. Außerdem findest du auf dem Campus meistens alles, was du auch für deine Freizeitgestaltung brauchst, Kinos, Bars und tolle Partys eingeschlossen. Durch die hohe Internationalität des US-amerikanischen Studiensystems triffst du auf Studierende aus verschiedenen Erdteilen; und du kannst deine interkulturellen Kompetenzen stark ausprägen. Insgesamt kommen jährlich mehr als 500.000 internationale Hochschüler in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, mit dem Traum, einen großen Schritt auf der Karriereleiter zu tätigen.
Österreich
Österreich ist für deutsche Studienbewerber das beliebteste europäische Land für ein Vollzeitstudium und auch für einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt empfiehlt sich die Alpenregion besonders. Denn das Studiensystem ist dem deutschen sehr ähnlich. Dadurch wirst du nur sehr wenig Zeit benötigen, um dich an deiner Gasthochschule wohl zu fühlen. Ein weiterer Vorteil für deutsche Bewerber ist die Landessprache Deutsch. Wenn du dich einmal an den österreichischen Dialekt und bestimmte sprachliche Ausdrücke gewöhnt hast, kannst du einfach und unkompliziert mit deinen Kommilitonen und Mitmenschen kommunizieren. Natürlich sprechen auch die kulturelle und geografische Nähe zu Deutschland viele Studierende an. So ist es möglich, auch einmal am Wochenende spontan nach Hause zu fahren und deine Familie zu besuchen. Andere Studierende schätzen an Österreich die großzügigen Aufnahmebedingungen für ausländische Bewerber. In zahlreichen Studienfächern wurden nämlich bis heute keine Zulassungsbeschränkungen eingeführt; und du bezahlst meistens keine Studiengebühren. Für ausländische Studierende gilt aber, dass sie einen kleinen Betrag von etwa 20 Euro pro Semester für den ÖH-Beitrag und eine Unfallversicherung entrichten müssen. Weitere Kosten fallen an den Hochschulen nicht an.
China
China ist eines der wirtschaftlich am stärksten wachsenden Länder weltweit und gehört seit Jahren zu den größten Exportnationen. Daher zieht es auch immer wieder angehende Wirtschaftswissenschaftler für ein Praktikum oder ein Auslandssemester in die Volksrepublik. Ebenso interessieren sich viele Sinologie- und Kulturwissenschaftsstudenten für das Land. Denn China verbindet in einer einzigartigen Weise moderne Wirtschaftsentwicklung mit dem Bewahren einer 3.500-jährigen Kultur und Geschichte, die sich sehr von den europäischen Traditionen unterscheidet. Das gilt auch für das Bildungssystem: Es ist bis heute zentralistisch geprägt und die Wissensvermittlung ist ins kleinste Detail vorgeschrieben. Tendenzen der Verwestlichung halten aber immer mehr Einzug. International renommierte Universitäten finden sich vor allem in den großen Städten wie Shanghai und Peking, die stark kosmopolitische geprägt sind. Mit deinen Kommilitonen kannst du dich auch auf Englisch unterhalten, doch für die meisten Studienfächer und die alltägliche Kommunikation solltest du Chinesisch-Kenntnisse mitbringen. Neben den sprachlichen Barrieren können auch die Studiengebühren von mindestens 500 Euro pro Jahr den ein oder anderen Bewerber abschrecken. Dafür sind aber die Lebenshaltungskosten vergleichsweise sehr gering.
Russland
Wer sich auf ein besonderes Abenteuer einlassen möchte, sollte sich für einen Auslandssemester in Russland entscheiden. Denn für viele deutsche Studierende ist das Land erst einmal sehr gewöhnungsbedürftig. Das beginnt schon beim Essen. Zu jeder ordentlichen Mahlzeit gehören Piroggen, Kohl und als Beilage Brot. Natürlich wird als Verdauungsgetränk gern der ein oder andere Wodka gereicht. Schließlich wird Gastfreundschaft in Russland groß geschrieben. Dadurch wird es dir auch leicht fallen, Kontakt zu deinen Kommilitonen aufzubauen. Dafür solltest du allerdings gute Russisch-Kenntnisse mitbringen. Die meisten Hochschulen verlangen schon bei der Bewerbung einen Sprachnachweis. Ein Auslandssemester in Russland lohnt sich auch auf Grund der geringen Lebenshaltungskosten und der wundervollen Städte wie St. Petersburg und Moskau. Außerdem gibt es bereits viele bestehende Kooperationen zwischen deutschen und russischen Hochschulen, auf die du zurückgreifen kannst.
Australien
Ob Work and Travel, ein Praktikum oder ein Auslandssemester – Australien hat einen besonderen Reiz für junge Leute. Schließlich präsentiert es sich ewig jung und immer wild. Die meisten Hochschulen des Landes sind auf internationale Studierende eingestellt und bieten eine umfassende Betreuung an. Zu dem ist die technische Ausstattung ausgezeichnet, welches sich auf die Studiengebühren zurückführen lässt. Doch sind diese bei Weitem nicht so hoch wie etwa in den USA. Außerdem sind die Lebenshaltungskosten vergleichbar mit Deutschland vergleichbar, so dass die Finanzierung durch Förderprogramme oder den elterlichen Zuschuss gewährleistet sein sollte. Das australische Studiensystem ist für viele ausländische Studierende auch deshalb interessant, weil es eine Vielzahl an interdisziplinären Studiengängen gibt und die Unterrichtssprache Englisch ist. Die renommiertesten Hochschulen findest du vor allem in den größeren Städten an der Ostküste, wie etwa Sydney oder Melbourne. Natürlich sind der Freizeitwert und das ganzjährig warme Wetter ebenso ein wichtiger Grund dafür, warum Deutsche gern ein Auslandssemester in Australien planen.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es für jeden Studierendentyp das passende Deckelchen auf der Weltkarte gibt. Wer Sicherheit und Kosteneffizienz sucht, ist in den europäischen Nachbarländern bestens aufgehoben. Wer jedoch bereit ist, finanziell oder kulturell mehr zu investieren, wird mit den erstklassigen Netzwerken der USA oder den prägenden Eindrücken in Asien und Russland belohnt. Letztlich ist das Land nur der Rahmen – was zählt, ist der Mut, sich auf die Fremde einzulassen. Ein Auslandssemester ist immer ein Gewinn für den Lebenslauf, vor allem aber für die eigene Persönlichkeit.
Häufige Fragen
Welches Land ist für deutsche Studierende am einfachsten zu organisieren?
Österreich und die direkten Nachbarstaaten sind am unkompliziertesten. Es gibt keine Sprachbarriere, das Studiensystem ist fast identisch und die geografische Nähe erlaubt spontane Heimatbesuche.
Wie teuer ist ein Studium in den USA wirklich?
Die Gebühren variieren stark zwischen 2.000 und 60.000 US-Dollar pro Jahr. Hinzu kommen Lebenshaltungskosten, wobei das Leben auf dem Campus oft ein All-inclusive-Gefühl bietet.
Muss ich für ein Semester in China Chinesisch sprechen?
In den Metropolen wie Peking oder Shanghai kommt man mit Englisch an der Uni gut zurecht. Für den Alltag und die meisten Fachkurse sind Grundkenntnisse in Mandarin jedoch dringend ratsam.
Was macht Australien als Studienort besonders?
Neben dem hohen Freizeitwert und dem Wetter ist es vor allem die exzellente technische Ausstattung der Unis und das breite Angebot an interdisziplinären Studiengängen auf Englisch.
Gibt es in Österreich Studiengebühren?
Für EU-Bürger fallen in der Regel keine Studiengebühren an. Es muss lediglich ein geringer Semesterbeitrag (ÖH-Beitrag) von etwa 20 Euro inklusive Unfallversicherung gezahlt werden.


