10 Gründe, warum es sich lohnt in Deutschland zu studieren
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- jobmensa Redaktion
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Kurzgesagt
Der Artikel analysiert die Attraktivität Deutschlands als Studienstandort für internationale Bewerber. Trotz interner Kritikpunkte punktet das Land durch den exzellenten Ruf seiner Hochschulabschlüsse, die weltweit als Qualitätsgarant gelten. Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist die Abschaffung der Studiengebühren, die zusammen mit vergleichsweise moderaten Lebenshaltungskosten eine hohe Chancengleichheit bietet. Neben akademischen Faktoren werden auch die hohe Sicherheit, das vielfältige Nachtleben und die zentrale Lage in Europa als Argumente angeführt. Mit über 17.000 Studiengängen und einem Ausländeranteil von zwölf Prozent bietet Deutschland zudem ein hochgradig diverses und vernetztes Umfeld.
- Akademisches Renommee und Marktwert: Deutsche Abschlüsse (Master/Diplom) genießen in der globalen Wirtschaft höchstes Vertrauen, da sie für verlässliche Bildungsstandards stehen.
- Finanzielle Zugänglichkeit: Durch den Wegfall von Studiengebühren an staatlichen Unis und günstige Lebenshaltungskosten (im Vergleich zu London, Paris oder New York) bleibt Bildung für viele Schichten erschwinglich.
- Sicherheit und Lebensqualität: Deutschland wird als „sicheres Pflaster“ wahrgenommen, das persönliche Freiheit mit einer stabilen Infrastruktur und einer hohen Freizeitqualität verbindet.
In Deutschland wird gewohnheitsmäßig immer viel gemeckert und gejammert, natürlich auch unter Studierenden – aber haben die eigentlich wirklich Anlass dazu? Irgendeinen Grund muss es doch geben, dass Deutschland zu den drei beliebtesten Zielländern für Studierende aus aller Welt zählt! Genau genommen gibt es nicht nur einen, sondern mindestens zehn Gründe. Warum genau so viele in Deutschland studieren, erfährst du hier:
1. Das Studium in Deutschland hat einen guten Ruf
Ja, tatsächlich! Vielen Studierenden kommen die Vorlesungen vielleicht langatmig und uninspiriert vor, das sieht die Wirtschaft weltweit aber ganz anders. Absolventinnen und Absolventen von deutschen Hochschulen sind nämlich ziemlich gern gesehen und genießen einen guten Ruf. Die Standards an den unterschiedlichen Unis sind relativ ähnlich, sodass die Unternehmen ganz gut abschätzen können, worauf sie sich einlassen. Wer ein Diplom oder einen Master erworben hat, der hat bestimmt was auf dem Kasten.
2. Juchu, die Studiengebühren sind weg!
Einige Jahre lang wurden sie den Studierenden in den meisten Bundesländern aufgebürdet, inzwischen wurden sie erfolgreich weggekämpft: die Studiengebühren. Während du in anderen Ländern teilweise horrende Summen hinblättern musst und vor allem das Geld entscheidet, an welcher Uni wer sein Studium aufnehmen darf, wird hierzulande zum Glück wieder ein Zeichen für die Chancengleichheit gesetzt. Auch deshalb kommen viele internationale Studierende gerne nach Deutschland. Die Semestergebühren für die Verwaltung halten sich ja noch in einem vertretbaren Rahmen.
3. Die Lebenshaltungskosten sind relativ günstig
Nicht nur das Studium, auch die Lebenshaltungskosten sind hierzulande vergleichsweise niedrig. Das kommt dir anfangs wahrscheinlich nicht so vor. Wenn du jedoch erstmal ein Auslandssemester in einer anderen Stadt verbracht hast, wirst du sehen, was gemeint ist. Da sind Mieten, Restaurants und Partys eben meistens doch noch eine Ecke teurer als in unseren Student*innenstädten. Das ist aber noch lange kein Freibrief, liebes Deutschland! Leider steigen nämlich vielerorts zur Zeit die Mieten und sonstigen Kosten bedenklich an. Bitte aufhören!
4. Wir sind eigentlich nett, oder?
Was Weltoffenheit und Toleranz betrifft, bekleckert Deutschland sich derzeit nicht gerade mit Ruhm. Stattdessen gehen ziemlich viele Dummköpfe protestieren. Aber soll das wirklich der Wind sein, der hier weht? Die meisten Studierenden fühlen sich davon nicht repräsentiert! Sie reisen gerne, interessieren sich für ihre Mitmenschen aus aller Welt und finden, dass sich hier bitte auch andere willkommen fühlen sollen. Zwischen den internationalen Studierenden herrscht reger Austausch, man hilft sich, lernt voneinander und wohnt miteinander, schließt Freundschaften und Liebschaften. Davon könnten sich einige mal eine Scheibe abschneiden.
5. Ganz schön viele Möglichkeiten
Fast 450 anerkannte Hochschulen und mehr als 17.000 Studiengänge – da sollte doch eigentlich für jeden was dabei sein. Großstadt oder Provinz, Massen-Uni oder Kaderschmiede, Prestige- oder Orchideenfach, das sind die Entscheidungen, die es zu treffen gilt. Und alles ist möglich! Kunsthochschulen sind sehr interessiert an internationalen Studierenden, die kulturellen Austausch erst möglich machen, Universitäten bieten tolle Chancen für eine Karriere, vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich und auch die Forschung bemüht sich um internationale Bewerber*innen. Ein Vorteil für beide Seiten!
6. Vielfältiger Austausch
Internationale Studierende müssen sich in Deutschland nicht allein fühlen. Inzwischen kommen nämlich schon zwölf Prozent der Studis aus dem Ausland. Um Erfahrungsaustausch, Anschluss-Finden und interessante Begegnungen muss sich demnach keiner Gedanken machen; das kommt von ganz alleine! An vielen Unis gibt es zahlreiche Angebote wie Sprach-Tandem, Patenprogramme und Partys. Gut ist auch, dass die Hochschulen in Deutschland viel Erfahrung mit internationalen Studierenden haben. Bei Fragen also einfach an die speziellen Beratungsstellen für ausländische Studierende wenden und Infos einholen!
7. Stipendienprogramme für internationale Studierende
Dazu gehört zum Beispiel, dass sich auch Studis aus dem Ausland für Stipendienprogramme und Bafög bewerben können. Der DAAD bietet auf seiner Homepage die unterschiedlichsten Programme.
Ein Stipendium sorgt nicht nur für die nötige Finanzspritze, sondern bringt auch Prestige. Denn ein Nachteil in Deutschland ist leider, dass Stipendien eher selten sind, auch wenn sie einen guten Ruf haben. Das liegt vor allem daran, dass hier keine hohen Studiengebühren bezahlt werden müssen und somit auch das Interesse geringer ist, die Talente auszusieben. Also, da besteht auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial, Deutschland!
8. German Beer – lecker!
In Deutschland kann man neben dem Studium auch gut Party machen. Das wissen vor allem Studierende. Besonders beliebt sind günstiges Bier, kleine verrauchte Student*innenclubs, für die man sich nicht extra aufbrezeln muss und das Oktoberfest. Letzteres wollen die meisten internationalen Studis mal gesehen haben, denn schließlich werden sie zu Hause bestimmt gefragt: „How was Oktoberfest?“ Den Hype können am Ende aber nicht alle verstehen…
Ansonsten herrscht aber allgemeine Zufriedenheit, was das Nachtleben betrifft. Überall gibt es andere Biersorten auszuprobieren, der Eintritt in die Clubs ist meistens günstig und ohne Probleme wird bis in die Morgenstunden gefeiert.
9. Sicheres Pflaster
Viele internationale Studierende genießen in Deutschland angekommen eine neue Freiheit. Eigentlich kann man sich auch zu nächtlicher Stunde fast überall herumtreiben. Brav halten sich deutsche Bürger*innen an Verkehrsregeln und bremsen sogar vor Zebrastreifen. Vor Taschendieben auf dem Weihnachtsmarkt wird man stets eifrig gewarnt. Man kann es schon so sagen: Deutschland ist ein sicheres Pflaster. Durch diesen Vorteil lohnt es sich vielleicht für den einen oder anderen, sich gegen Kapstadt, die Bronx oder die Pariser Banlieues zu entscheiden und stattdessen lieber Berlin, Hamburg oder Frankfurt zu erleben. Das sind auch Metropolen, aber die sind, wenn man nicht gerade der Mafia angehört, normalerweise ziemlich harmlos.
10. Deutschland entdecken
Zugegeben, das beste Wetter herrscht in Deutschland nicht immer, gleichzeitig fehlt aber auch der raue Charme, mit dem Skandinavien lockt. Man kann daher verstehen, dass sich einige Studis am Ende doch für Hochschulen in Rom, San Sebastian oder gleich in Kalifornien entscheiden. Aber was die Vielfalt betrifft, hat good old Germany eigentlich doch jede Menge zu bieten: Normales Meer und Wattenmeer, die Alpen, Großstädte, ländliche Gegenden, Natur und Kultur. Und was noch dazu kommt: Durch die zentrale Lage ist auch die Verbindung in andere spannende europäische Städte richtig gut und man ist für einen Wochenendtrip ruckzuck in Paris, London, Kopenhagen, …
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Deutschland seine Position als Bildungs-Weltmacht nicht durch Marketing, sondern durch Substanz behauptet. Das Studium hier ist ein Versprechen auf Qualität, das ohne die Last lebenslanger Schuldenberge eingelöst werden kann. Während das Land intern an Themen wie steigenden Mieten und Weltoffenheit arbeiten muss, bleibt die Kombination aus Sicherheit, Vielfalt und exzellenter Forschung ein Magnet für die klügsten Köpfe weltweit. Wer in Deutschland studiert, erwirbt nicht nur Wissen, sondern profitiert von einem Lebensumfeld, das Stabilität und Abenteuer im Herzen Europas vereint.
Häufige Fragen
Gibt es in Deutschland wirklich gar keine Studiengebühren mehr?
An den meisten staatlichen Hochschulen wurden sie abgeschafft. Studierende müssen lediglich einen Semesterbeitrag für Verwaltung und oft ein inkludiertes ÖPNV-Ticket zahlen, der deutlich unter internationalen Gebühren liegt.
Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten für Studierende?
Im internationalen Vergleich sind Mieten und Lebensmittel moderat. Allerdings gibt es ein starkes Gefälle: In Städten wie München oder Hamburg sind die Kosten deutlich höher als beispielsweise in Leipzig oder Jena.
Wie finde ich Anschluss als internationaler Studierender?
Mit einem Ausländeranteil von zwölf Prozent ist man nie allein. Universitäten bieten Tandem-Programme, Patenschaften und spezielle Beratungsstellen an, um die soziale Integration zu erleichtern.
Sind Stipendien in Deutschland leicht zu bekommen?
Da das Studium fast kostenlos ist, sind Stipendien seltener als in den USA. Dennoch bietet vor allem der DAAD zahlreiche Programme speziell für internationale Talente an.
Brauche ich für das Studium zwingend Deutschkenntnisse?
Das kommt auf den Studiengang an. Viele Masterprogramme werden mittlerweile komplett auf Englisch angeboten, für das tägliche Leben und die meisten Bachelorfächer sind Deutschkenntnisse jedoch sehr empfehlenswert.


