Veränderungen für Studis 2023

02.01.2023

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Author: Pia
Autor*inPia
Neuerungen für Studierende 2023

Neues Jahr, neues Glück: Was verändert sich 2023 im studentischen Kosmos? Wir haben für dich eine Liste mit den wichtigsten News zusammengestellt.

1. Wie hoch ist der Mindestlohn?

Der Mindestlohn wurde bis 2020 alle zwei Jahre neu festgelegt. Da jedoch beschlossen wurde diesen regelmäßig in zwei Etappen zu erhöhen, anstatt ihn lediglich alle zwei Jahre anzupassen, gab es 2022 dahingehend einen Change. Zunächst bei 9,60 Euro (2021), stieg der Mindestverdienst auf 9,82 Euro pro Stunde. Im Juli 2022 kam dann eine weitere Anpassung auf 10,45 Euro. Am 1. Oktober 2022 folgte eine Erhöhung auf 12,- Euro. Über die nächste Anpassung wird am 30. Juni 2023 entschieden. Diese wird vermutlich erst Anfang 2024 in Kraft treten.

Bei Auszubildenden ist ab 2023 eine Mindestvergütung von 620,- Euro pro Monat im ersten Ausbildungsjahr vorgesehen. Die Vergütung der Folgejahre steigt im zweiten Lehrjahr um 18 Prozent, im dritten um 35 Prozent und im vierten um 40 Prozent.

Für Praktika gibt es auch 2023 keine festgelegten Regelungen, die Arbeitgeber*innen sind dazu verpflichtet, den Mindestlohn zu zahlen. Aber Stichwort: Grauzone.

2. Werden die Verdienstgrenzen angehoben?

Ja! Ab Oktober 2022 wurde die Verdienstgrenze für Mini- und Midijobs angehoben. Das hängt vor allem mit der Erhöhung des Mindestlohns zusammen. Die Verdienstgrenze für Minijobs liegt seit Oktober 2022 bei 520,- Euro. Bei Midijobs wird die Verdienstgrenze in 2023 auf bis zu 2.000 Euro angehoben.

3. Wie sieht es mit BAföG aus?

Im August 2022 ist eine neue Reform in Kraft getreten. Diese regelt unter anderem die Erhöhung der Freibeträge und des Alters und die Vereinfachung der digitalen Beantragung des BAföG. Er soll nach der Umsetzung komplett digital angeboten werden. Außerdem wurden die Zuschläge für Studiengebühren im Ausland erhöht.

 Es sind Änderungen für 2023 geplant, welche jedoch tatsächlich umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Die BAföG Reform 2022 hat die Bedarfssätze an die gestiegenen Mietpreise und die Inflation angepasst. Große Veränderungen brauchen Zeit, daher wird der Abschluss der Neuerungen des BAföG erst gegen Ende des Wintersemesters 22/23 erwartet.

Der BAföG-Höchstsatz für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, steigt 2023 auf 934,- Euro pro Monat. Für Studierende, die noch wohnhaft bei ihren Eltern sind, liegt der Höchstsatz bei 633,- Euro im Monat.

4. Studentische Krankenversicherung

Wenn du als Student*in mehr als 470,- Euro im Monat verdienst, musst du dich eigenständig krankenversichern. Die studentische Krankenversicherung steigt zum Wintersemester 22/23 von 76,85 Euro auf 87,99 Euro. Der Pflegeversicherungsbeitrag steigt für kinderlose Studierende ab 23 Jahren von 25,57 Euro auf 38,48 Euro. Für Studierende unter 23 oder mit Kind(ern) steigt der Pflegeversicherungsbeitrag von 22,94 Euro auf 34,53 Euro.

5. Scheidungskind – Wie viel Unterhalt bekomme ich?

Am 01. Januar 2023 wurde die diesjährige Düsseldorfer Tabelle veröffentlicht. Bei volljährigen Trennungskindern ist in der niedrigsten Einkommensgruppe der Unterhalt von 569,- Euro auf 628,- Euro pro Monat gestiegen. Wenn du Student*in bist und nicht bei deinen Eltern wohnst, liegt der Unterhalt, der dir monatlich zusteht, nun bei 930,- Euro. Doch nur solange du dich im Studium befindest oder unter 25 Jahre alt bist.

6. Was verändert sich beim Thema „Fliegen"?

Fliegen wird in diesem Jahr vermutlich teurer. Im Vergleich zu 2022 kosten Flüge innerhalb Europas 46 Prozent mehr. Grund dafür ist die gestiegene Reiselust nach Corona, anhaltende Inflation und erhöhte Energiekosten. 

Positiv betrachtet: Statt zu fliegen, kannst du auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen. Alternativen wie BlaBlaCar, FlixBus oder die Deutsche Bahn sind nicht nur schonender für deinen Geldbeutel, sondern auch besser für deinen CO2-Fußabdruck. Wenn du wissen willst, was DU 2023 verändern kann, dann schau dir doch gerne unseren Artikel zum Thema Nachhaltigkeit an!

7. Bahntickets

Es gibt für den Bahnverkehr 2023 erfreuliche Nachrichten: Nach dem 9,- Euro Ticket Experiment einigen sich Bund und Länder auf ein deutschlandweites 49,- Euro Ticket. Dies soll der Nachfolger des erfolgreichen 9,- Euro Tickets sein, einen energiesparenden und klimafreundlichen Schritt einläuten und wird vermutlich Richtung Mai 2023 auf den Markt kommen. 

Unser Fazit

Egal ob kleine oder große Veränderungen: auch dieses Jahr kommen einige Neuerungen auf den studentischen Kosmos zu! 

Vielversprechend ist dabei vor allem die BAföG Reform. Viele deiner Kommiliton*innen und vielleicht auch du kämpfen jeden Tag damit, ihren Alltag zu finanzieren. Veränderungen wie diese greifen dabei unter die Arme und erleichtern zumindest in Sachen Kohle ein wenig im neuen Jahr!

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