Stress abbauen: nach erledigter Arbeit richtig entspannen

16.07.2019

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Author: Kendra
Autor*inKendra
Mitarbeitende am Arbeitsplatz meditiert am Platz

Ende Juli bis einschließlich September haben Studierende in Deutschland vorlesungsfreie Zeit. Manche können in den „Semesterferien“ tatsächlich faulenzen oder in den Urlaub fahren. Doch nicht jeder kann sich diesen Luxus leisten und haben stattdessen jede Menge Stress. Viele Studierende müssen in dieser Zeit Hausarbeiten und Projekte fertigstellen. Oder sie sitzen an ihrer Bachelor- oder Masterarbeit. Nicht selten haben Studierende auch einen Nebenjob und nutzen die vorlesungsfreie Zeit, um Vollzeit zu arbeiten. Falls dir manchmal alles über den Kopf wächst und es dir schwer fällt abzuschalten und Stresssymptome abzubauen, haben wir hier ein paar Infos und Entspannungstipps für dich!

Was bedeutet eigentlich Stress?

Stress ist eine körperliche Reaktion und ermöglicht uns mit psychischen und physischen Anstrengungen umzugehen. Wenn uns eine Situation oder eine Person „stresst“, schütten wir vermehrt die Stresshormone Adrenalin und Cortisol aus.

Auswirkungen von Stress

Neben dem negativen Stress gibt es auch positiven Stress. Wir schütten dann sogenannte Glückshormone aus und der Körper wird zu Höchstleistung angetrieben. Doch bei chronischem Stress kann es zur Erhöhung der Herzfrequenz und dem Blutdruck kommen. Auch kann negativer Stress zu Depressionen oder einem Burnout führen.

Was kann ich gegen Stress tun?

Klar ist, man kann ihn nicht komplett vermeiden. Doch man kann lernen, richtig mit ihm umzugehen und Praktiken für sich zu finden, die einem helfen zu entspannen.

Statista veröffentlichte im Januar 2019 eine Umfrage, in der rund 1.000 Menschen gefragt wurden, welche Maßnahmen sie ergreifen, um Stress abzubauen. Von den Befragten gaben 49 % an, dass sie am liebsten entspannen/faulenzen und fernsehen, um sich von stressigen Phasen zu erholen. Diese Sachen machen Spaß, aber effektiv Stress mindern tun sie nicht. Gerade einmal 27 % treiben Sport und nur 9 % meditieren oder betreiben Yoga.

Hier ein paar Tipps und Anregungen zum Entspannen:

#Akzeptieren

Wie oben schon erwähnt, kommen wir um Stress nicht herum. Es kann jedoch helfen, manchmal einfach anzunehmen, dass eine Situation nicht wie geplant verläuft und wir ein Ziel nicht erreicht haben. Diesen Gedanken im Kopf zu verankern, ist schon mal ein wichtiger Schritt.

#Meditation

Kurz gesagt bedeutet dieser Begriff: einfach mal nichts tun! Doch Nichtstun ist nicht immer leicht. Durch Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen soll das Innere zur Ruhe kommen. Wenn man diese Methode anwendet, fällt es einem auf Dauer leichter abzuschalten und durchzuatmen. Atmen wir bewusst, bekommt das Gehirn den Auftrag, dass es sich entspannen kann. Apps wie Headspace oder Calm leiten dich durch diesen Prozess. Du lernst besser mit deinen Gedanken und Gefühlen umzugehen und das wiederum hilft dir, mit stressigen Situationen produktiver umzugehen. Meditation ist also genau das Richtige um nach der Arbeit oder nach der Uni zu Entspannen!

#Sei keine Couchpotato

Genieß deine Freizeit bewusst und lass dein Sofa einfach mal links liegen! Gerade nach Feierabend, einer langen Lern-Session oder am Wochenende hast du Zeit für Unternehmungen. Triff dich mit Freund*innen, der Familie oder mach einen schönen Ausflug! Das sorgt dafür, dass du trotz Stress ausgeglichen bleibst.

#Ernährung

„Du bist, was du isst“ – schon mal gehört? Nur leider absolut wahr. Burger, Pizza, Schokolade und Co. sind zwar super lecker, aber auf die Dauer ist zu viel Zucker und Fett nicht gut für unseren Körper. Fast Food macht müde und liefert dir nicht die Energie, die du brauchst. Lieber öfter zu Obst und Gemüse greifen! Ein besonderer Wachmacher und eine tolle Alternative ist zum Beispiel die Banane, da sie Magnesium und Folsäure enthält. Und möchtest du doch mal Schokolade essen, dann greif lieber zur dunklen Schokolade. Sie macht wach, weil sie auf 100 Gramm 50-70 Milligramm Koffein enthält (fast so viel wie ein Espresso). Auch ist bewiesen, dass sie glücklich macht. Sie enthält den Pflanzenstoff Theobromin und Bausteine des Glückshormons Serotonin.

#Geh mal offline

Nimm dir mal ne digitale Pause! Einfach mal nicht auf jede WhatsApp-Nachricht antworten und den Instagram-Feed mal beiseite lassen. Du musst weder für die Arbeit noch für deine Familie und Freund*innen 24 Stunden am Tag erreichbar sein. Um produktiv zu sein und mal richtig zu entspannen, kann Offline-Gehen wahre Wunder bewirken.

#Bewegung

Ausreichend Bewegung hilft deinem Körper zu entspannen und Stress vorzubeugen. Wusstest du, dass der Körper während des Sports Glückshormone freisetzt? Deswegen solltest du dir auf jeden Fall eine sportliche Betätigung suchen, die dir Spaß macht – damit du dich nicht immer überwinden musst. Und wenn dir mal nicht nach Sport ist, kannst du einfach mal ne Runde spazieren gehen oder ein kleines Workout zu Hause machen. Da rentiert es sich auch wieder, online zu gehen und sich bei YouTube ein passendes Video auszusuchen. ;-)

#NEIN sagen

Schon mal erleichtert gewesen, wenn eine Verabredung kurz vorher abgesagt wurde? Das ist ein klares Zeichen, dass du dir zu viele Verpflichtungen zumutest. Allgemein solltest du dich nicht dafür schämen, einfach mal Nein zu sagen. Es handelt sich hier nur um den Gegenpol zu Ja – und sollte genauso selbstverständlich verwendet werden. Denn wir Menschen haben nur einen gewissen Anteil an Kapazitäten und sollten keine Probleme damit haben, einfach mal “Nein, ich möchte nicht” zu sagen.

#Schlaf

Na, mal wieder die Nacht durchgelernt und nur drei Stunden geschlafen? Der absolut falsche Weg! Der menschliche Körper ist darauf ausgelegt, einen gewissen Rhythmus zu haben. Man sollte seinen Biorhythmus nicht quälen und ihm Ruhe- und Schlafphasen gönnen (sieben bis acht Stunden Schlaf sind optimal). Der Körper und der Geist regenerieren sich im Schlaf und du bist bereit für neue Aufgaben!