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Keine Panik: Die besten Tipps, um im Drittversuch zu bestehen
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jobmensa Redaktion
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Kurzgesagt:
Der Artikel befasst sich mit dem psychischen und organisatorischen Umgang mit dem letzten Prüfungsversuch im Studium. Um diesen „Showdown“ zu vermeiden, wird empfohlen, bereits den Zweitversuch mit maximaler Ernsthaftigkeit anzugehen. Sollte der Drittversuch dennoch anstehen, sind der frühzeitige Umgang mit Prüfungsangst durch professionelle Hilfe sowie das Lernen in Gruppen entscheidende Erfolgsfaktoren. Zudem wird geraten, kritische Prüfungen nicht bis zum Ende des Studiums aufzuschieben, um im Falle eines Scheiterns nicht Jahre an Lebenszeit zu verlieren. Für den Ernstfall zeigt der Text Alternativen auf, wie den Wechsel der Hochschulform (z. B. zur FH) oder den Umstieg in eine praxisnahe Berufsausbildung.
- Prävention statt Eskalation: Behandle den zweiten Versuch bereits wie den letzten, um den massiven psychischen Druck des echten Drittversuchs gar nicht erst entstehen zu lassen.
- Strategisches Zeitmanagement: Schiebe „Angstfächer“ nicht bis zum letzten Semester auf; ein frühes Scheitern ist schmerzhaft, schützt aber vor dem Verlust des gesamten Studienfortschritts kurz vor dem Ziel.
- Nutzen von Hilfssystemen: Ob psychologische Beratung der Uni, anonyme Chats oder private Lerngruppen – soziale und professionelle Unterstützung sind essenziell, um die emotionale Last zu teilen und effizienter zu lernen.
Es ist der Albtraum jedes Studierenden, der ultimative Showdown am Karrierehimmel, definitiv nicht der „place to be“. Egal, wie man es dreht und wendet, dem dritten und letzten Prüfungsversuch im Vorfeld etwas Positives abzugewinnen, ist schlichtweg nicht denkbar. Es droht nicht weniger als das Ende des Studiums und damit das Aus für einen Karriereweg, der im Regelfall schon Jahre zuvor eingeschlagenen wurde – manchmal sogar als Kindheitstraum …
Zeit also, sich dem Thema bei allem Schrecken mal mit Ratio zuzuwenden. Denn selbst ein 3. Versuch kann souverän gemeistert werden. Und auch im Falle des Falles muss das Ende längst nicht erreicht sein. Nicht das Ende der eingeschlagenen Studienrichtung und erst recht nicht das Ende aller Tage.
Wir haben uns einfach mal umgesehen, da man als Student*in allzu gerne einen weiten Bogen um das Thema macht. Einsteigend wäre es dabei im Grunde wichtig, sich mit dem Gedanken an das drohende Ende bereits zu einem Zeitpunkt auseinanderzusetzen, der sich noch nach Komfortzone anfühlt: gemeint ist der 2. Versuch.
1. Fokus schon auf den 2. Versuch legen
Den ersten Versuch noch halbwegs locker zu nehmen, ist irgendwo verständlich. Schließlich wurden viele Prüfungen schon mit wenig Vorbereitung bestanden. Missglückt das Vorhaben jedoch, sollte man bereits den zweiten Versuch angehen, als sei es der dritte. Gewissenhafte Prüfungsvorbereitung, Besuch aller Vorlesungen und Seminare – das ganze Programm eben. Denn: Der zweite ist zugleich der letzte Versuch, bei dem Angst und Panik noch nicht die Regie übernehmen.
2. Prüfungsangst eindämmen
Ist Prüfungsangst das Problem, sollte man sich bereits frühzeitig – das heißt spätestens nach dem ersten nicht bestandenen Versuch – um (professionelle) Hilfe bemühen. Fast alle Hochschulen bieten Möglichkeiten an, um Herr bzw. Frau der Lage zu werden. Psychologische Unterstützung, Seminare, Selbsthilfe – all das ist konkret möglich. An der FU Berlin beispielsweise werden anonymisierte Chats mit geschulten Psychologie-Student*innen höheren Semesters angeboten. Einfach mal informieren, was vor Ort möglich ist. Es hilft und man kann die Prüfungsangst besiegen!
3. Kritische Prüfungen nicht verzögern
Es gibt Prüfungsthemen, die einem einfach nicht liegen. Studienbestandteile also, bei denen selbst die gewissenhafteste Vorbereitung und die beste Tagesform nicht den Stempel „Bestanden“ zur Folge haben müssen. In solchen kritischen Themenbereichen ist es ratsam, frühzeitig Klarheit zu schaffen und sich nicht der Prokrastination hinzugeben. Heißt: Den 3. Versuch nach Möglichkeit nicht ganz ans Ende des Studiums setzen. Denn: Das Aus kommt umso bitterer, wenn man den Rest erfolgreich bestanden hat. Darüber hinaus spielt auch der Faktor Zeit eine gewichtige Rolle. Jedes Semester zählt!
4. Gemeinsam ist besser als einsam
Das Alleinsein mit dem zu bewältigenden Stoff (und Druck) kann die Wochen vor dem alles entscheidenden Versuch umso mühseliger erscheinen lassen. Prüfungsvorbereitungen in der Gruppe – als universitäres Tutorium oder privat organisiert – können daher definitiv helfen, die Last des Lernens besser zu meistern und stehen als Motivationsstrategie ganz weit vorne. Wichtig ist in solchen Phasen der, wohlgemerkt, konstruktive Austausch mit Leidensgenoss*innen, zumal eine strukturierte Aufgabenteilung neben allen psychologischen Effekten dazu dient, das Lernen deutlich effizienter zu gestalten.
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5. Hintertürchen finden
Hat es tatsächlich nicht geklappt im 3. Versuch, muss auch das noch nicht das Ende der beruflichen Ambitionen sein. Zugegeben, nun wird es kompliziert, aber je nach Studienzweig kann sich durch den Wechsel an eine andere Hochschule oder Hochschulform ein Hintertürchen öffnen. Grund hierfür können Unterschiede in den Prüfungsordnungen sein, die es einem ermöglichen, den kritischen Stoff noch einmal neu anzugehen. So kann es sich für Uni-Abbrecher definitiv lohnen, mal bei einer FH anzufragen – auch länderübergreifend.
6. Ausbildung machen
Eine Möglichkeit, die zunächst nur die wenigsten auf dem Schirm haben, ist eine anschließende Ausbildung. Der Lehrstellenmarkt gerät seit Jahren völlig aus den Fugen. Es gibt Bereiche – beispielsweise das Handwerk – wo Unternehmen händeringend nach qualifizierten Azubis suchen. Warum eigentlich nicht? Bei Jobmensa haben wir auch schon des Öfteren mitbekommen, dass Student*innen durch Ihre Nebenjobs tolle und einmalige berufliche Perspektiven geboten bekommen haben und dadurch ihr Studium frühzeitig abbrachen, um bereits vor Studienende den Karriereweg zu beginnen.
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Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Drittversuch ist eine extreme Belastungsprobe, aber er ist schaffbar. Die wichtigste Waffe gegen das Scheitern ist die Entmystifizierung der Prüfung durch Struktur, Gemeinschaft und professionelle Hilfe. Wer lernt, die Angst gegen Vorbereitung einzutauschen und sich rechtzeitig ein Sicherheitsnetz aus Informationen und Alternativen baut, nimmt der Situation ihren lähmenden Schrecken. Und selbst wenn die akademische Laufbahn an dieser Stelle endet, eröffnen sich durch Ausbildung oder Quereinstiege oft Wege, die viel besser zu den eigenen Stärken passen. Das Leben besteht aus mehr als einer Modulnummer – bewahre dir diese Perspektive.
1. Gibt es an jeder Uni psychologische Hilfe für Prüfungsangst?
Fast alle deutschen Hochschulen bieten kostenlose Beratungsstellen (Psychologisch-Psychotherapeutische Beratung) an. Es gibt zudem oft spezielle Workshops zur Stressbewältigung oder anonyme Chat-Angebote.
2. Darf ich nach einem endgültig nicht bestandenen Drittversuch das Fach wechseln?
Ja, aber in der Regel bist du für das spezifische Fach, in dem du endgültig gescheitert bist, bundesweit an allen Universitäten gesperrt. Ein Wechsel in ein ähnliches Fach ist oft möglich, sofern die kritische Prüfung dort nicht obligatorisch ist.
3. Warum ist der Wechsel von der Uni zur FH ein „Hintertürchen“?
Da Fachhochschulen oft andere Prüfungsordnungen und Modulzuschnitte haben, kann es sein, dass ein dortiges Studium trotz eines Fehlversuchs an der Uni in einem ähnlichen Bereich fortgesetzt werden kann.
4. Kann ich mir Leistungen aus dem abgebrochenen Studium für eine Ausbildung anrechnen lassen?
Ja, das ist häufig möglich. Viele Betriebe schätzen Studienabbrecher für ihr Vorwissen. Erbrachte Leistungen können die Ausbildungsdauer verkürzen, besonders in verwandten Fachbereichen.
5. Was passiert, wenn ich am Tag des Drittversuchs krank werde?
In diesem Fall ist ein qualifiziertes ärztliches Attest (oft ein amtsärztliches Zeugnis) zwingend erforderlich und muss unverzüglich beim Prüfungsamt eingereicht werden, damit der Versuch nicht als „nicht bestanden“ gewertet wird.
jobmensa Redaktion
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