Keine Motivation im Studium: So kommst du raus aus dem Tief

30.05.2019

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Author: Joanna
Autor*inJoanna
Symbolbild motivierter Sportler beim Klettern

Wer kennt es nicht: das Motivationstief im Studium. Man kommt morgens kaum aus dem Bett, hat keine Lust auf die Uni oder seine Kommiliton*innen und prokrastiniert was das Zeug hält. Doch meistens ist es nur eine Phase. Zieht sich diese aber über einen längeren Zeitraum, sollte man den Auslöser dafür finden.

Ist es nur eine Phase?

Das Leben als Student*in kann stressig sein. Neben dem Prüfungsstress und den Vorlesungen, haben viele Studierende noch einen Nebenjob. Zusätzlich möchte man sein soziales Netzwerk pflegen und sich gleichzeitig ein bisschen Quality Time für sich selbst abzuknapsen. Es ist keine Seltenheit, dass du körperlich und mental an deine Grenzen kommst. "Null Bock auf gar nix" schreit es dann in deinem Kopf. Solche Phasen gibt es immer wieder und sind kein Anlass zur Sorge.

...oder doch eher ein Dauerzustand?

Problematisch wird es, wenn man aus seinem Motivationstief nicht rauskommen will - oder einfach nicht kann. Das kann unterschiedliche Gründe haben: Unwohlsein im Studium, Zweifel an deiner Studienfachwahl, ein schlechtes Prüfungsergebnis oder private Sorgen. Wenn du merkst, dass deine Motivation selbst nach Wochen nicht besser wird, solltest du dich jemandem anvertrauen. Bloß keine falsche Scham, auch bei Studierenden ist ein Burn-out leider keine Seltenheit.

Tipps gegen dein Motivationstief

Wir haben 10 Tipps für dich zusammen gestellt, die dir helfen können, deine Energie zurück zu gewinnen.

1. Keine Vergleiche

Dich mit anderen zu vergleichen, wird dich nicht aus deinem Motivationsloch befreien. Kommilitone X hat die Hausarbeit schon fertig und Kommilitonin Y fertigt bei jeder Vorlesung perfekte Mitschriften an. Doch jeder Mensch ist individuell, hat eigene Ziele und seine ganz persönlichen Grenzen.

2. Ehrlich sein

Stell dir die Frage: “Warum studiere ich und wie wohl fühle ich mich in meinem Studiengang?” Denn wenn du das falsche Fach gewählt hast, dann solltest du etwas ändern.

3. Bewegung

Wenn du keine Lust auf mentale Aktivität hast, kannst du dich stattdessen körperlich betätigen. Mach Sport, power dich aus, oder geh einfach eine Runde spazieren.

4. Denke an vergangene Erfolge 

Manchmal scheint eine Aufgabe zu schwer, oder einfach nicht machbar. Das führt dann oftmals zu Demotivation. Doch betrachtet man seine Vergangenheit wird deutlich, dass man schon mehrere Hürden in seinem Leben erreicht hat, auf die man stolz sein kann. Leistungsdruck findet man in jeder Phase seines Lebens. Damals im Abitur und heute im Studium.

5. Positive Kontakte

Mit wem verbringst du die meiste Zeit? Sind deine Freund*innen und Kommiliton*innen positiv gestimmt, oder demotivieren sie dich mit ihrer Art? Negative Menschen ziehen einen automatisch runter. Und gerade wenn du selbst in einem Tief steckst, ist das alles andere als förderlich. Wenn es dir im Studium zum Beispiel schwer fällt zu lernen, kannst du Lerngemeinschaften bilden. Dort hat man die Möglichkeit im Team Aufgaben zu lösen und sich gegenseitig zu motivieren.

6. Probleme lösen

Oft sind es Kleinigkeiten, die einem das Lernen erschweren und die Konzentration trüben. Sei es eine unerledigte Aufgabe im Haushalt, der Anruf bei der Bank, liegengebliebene Rechnungen oder die noch nicht ausgefüllten Erasmus-Formulare. Hat man diese Stolpersteine einmal beseitigt, fühlt man sich sofort freier und kann sich konzentriert an eine Aufgabe setzen.

7. Sieh dir nicht den Berg an, sondern lauf einfach los 

Es ist besser seine Aufgaben Punkt für Punkt abzuarbeiten, anstatt sich mit mehreren gleichzeitig zu beschäftigen. Wenn du dir für jeden Tag eine Aufgabe vornimmst und diese abschließt, fühlst du dich am Ende des Tages gut und kannst wieder motiviert durchstarten.

8. Sei nett zu dir selbst

Klingt vielleicht esoterisch, ist aber super wichtig. Wer sich permanent kleinredet und nur über seine Unzulänglichkeiten jammert, der kriegt den Hintern irgendwann nicht mehr hoch. Sei also nett zu dir selbst und gönn’ dir zum Beispiel mal Gutes. Zum Beispiel ein neues Kleidungsstück, dein Lieblingsessen oder einen Kinobesuch. Das hebt deine Stimmung und holt deine Glückshormone aus ihrer tiefen, dunklen Höhle raus.

9. Lege dir einen guten Rhythmus zu

Wir fallen oft in ein Motivationstief, weil unser Biorhythmus durcheinander ist. Haben wir zum Beispiel über einen langen Zeitraum Freizeit, machen zu viel Party oder gehen zu spät ins Bett, kommt unser innerer Rhythmus durcheinander. Möglichst sollte man zur gleichen Zeit schlafen gehen und aufstehen, damit dein Körper in die richtige Spur kommt.

10. Schon am Limit?

Du neigst schnell zur Überforderung weil du dir zu viele Aufgaben gleichzeitig aufbrummst? Wer dauerhaft, also chronisch überfordert ist, der steuert geradewegs auf einen Burnout zu. Achte also auf deine innere Balance. Halt dir also vor Augen, welche Aufgaben du erledigen musst und welche Ziele du verfolgst.

Ich denke uns allen ist klar, dass unsere Motivation manchmal höher und niedriger ist. Es gibt stressige, wie auch weniger stressige Phasen in unserem Leben. Wichtig ist nur, wie du damit umgehst und das du den passenden Weg für dich selbst findest.