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BAföG 

Für Studenten und Schüler

BAföG - Die staatliche Studienfinanzierung

Eine gute Sache, etwas kompliziert verpackt

Die Studienfinanzierung ist ein wichtiger Punkt, über den man sich vor dem Einschreiben an der Uni Gedanken machen sollte. Wenn die Eltern einen nicht ausreichend bzw. gar nicht unterstützen können, wenn kein eigenes Kapital vorhanden ist oder man manchmal sogar schon zu Schulzeiten finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen muss, dann kann BAföG eine Lösung sein - das Bundesausbildungsförderungsgesetz. Um BAföG zu beantragen, muss man nachweisen, dass man hilfsbedürftig ist und für einen solchen Antrag sollte man etwas Zeit und auch Hartnäckigkeit mitbringen - es ist ein wenig kompliziert. Deshalb stellen wir euch hier kurz und knapp vor, was ihr über BAföG wissen müsst, wie es funktioniert und was ihr tun müsst, um diese Finanzierung zu erhalten.

Was ist wichtig zum Thema BAföG?

BAföG ist ein Bestandteil des Sozialgesetzbuches, der in §68 SGB I festgeschrieben ist. Es handelt sich dabei um eine Sozialleistung. Es wird oft mit Studenten in Verbindung gebracht, es gibt aber darüber hinaus unter bestimmten Umständen auch Ansprüche für Schüler (Schüler-BAföG) und Meister (Meister-BAföG). Prinzipiell werden Bedürftige in allgemeinen Schulen (ab Klasse 10), Fachschulen und Berufsfachschulen, Schulen des Zweiten Bildungsweges und von Akademien und Hochschulen gefördert, wobei man wissen muss, dass die Förderung von Schülern deutlich geringer als bei Studenten ausfällt. Außerdem wird nur eine Ausbildung gefördert und auch bei Studienfachwechseln nach dem dritten bezahlten Semester entfällt der Anspruch. Auch Masterstudiengänge, die prinzipiell schon als zweite Ausbildung gelten können, werden nur dann durch BAföG unterstützt, wenn sie auf den Bachelor aufbauen. Für das Studieren im Ausland gibt es aber weniger Schwierigkeiten. Prinzipiell werden seit dem 1. Januar 2008 die Zuschüsse auch für Studenten gezahlt, die komplett im Ausland (EU oder Schweiz) studieren wollen. Alle diejenigen, die einen Inlands-BAföG-Anspruch haben, können dann Auslands-BAföG beantragen.

Folgende Dinge sind wichtig, wenn es ums Thema BAföG geht:

  • Welche persönlichen Vorraussetzungen muss ich als Student erfüllen, um BAföG zu beziehen?
  • Wer bekommt Schüler-BAföG?
  • Wie hoch sind meine BAföG Leistungen?
  • Wie lange werde ich gefördert?
  • Wie funktioniert das mit der Rückzahlung?

So funktioniert BAföG

Vorraussetzungen für BAföG Bezug

BAföG ist kein Taschengeld zum Studium. Es richtet sich ausschließlich an Studis, die in wirklicher finanzieller Not stecken bzw. die nicht in der Lage wären, ein Studium aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Außerdem richtet es sich lediglich an deutsche Staatsbürger bzw. kann nur in Ausnahmefällen an Nicht-Deutsche gezahlt werden. Außerdem sollte der Antragsteller nicht älter als 30 Jahre alt sein und wie gesagt sich in der ersten Ausbildung befinden - für den Beginn des Masterstudiums liegt die Grenze bei einem Alter von 35 Jahren. Darüber hinaus muss erkennbar sein, dass der Student das angestrebte Ausbildungsziel in einer angemessenen Zeit erreicht.

Entsprechende Anträge auf BAföG stellt ihr bei den BAföG-Ämtern der Universitäten. Wichtig ist, dass ihr die Fristen zum Sommer- und Wintersemester wahrt. Alles Infos und Dokumente findet ihr beim Bundesministerium für Bildung und Forschung unter http://www.bafoeg.bmbf.de/. Berechnet außerdem ein, dass die Bewilligung eines Antrags dauern kann und ihr zu Beginn einige Wochen, manchmal sogar Monate selber überbrücken müsst.

Schüler-BAföG

Wenn ihr noch Schüler seid und dennoch finanzielle Unterstützung braucht, dann müsst ihr zunächst genau prüfen, ob die Schule, die ihr besucht, durch das Gesetz als förderungswürdig anerkannt wird. Manche Schulen werden erst gar nicht anerkannt und dann ist es auch so, dass sich die Bedarfssätze beim Schüler-BAföG im Wesentlichen nach der Schulform richten. Gut ist, dass wenn man es bekommt, es als Vollzuschuss ausgezahlt wird man also keinen Cent zurück zahlen muss. Unter bestimmten Vorraussetzungen werden auch Pflichtpraktika unterstützt. In den meisten Fällen ist die Höhe der BAföG-Unterstützung vom Einkommen der Eltern abhängig. Wer allerdings sein Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg nachholt, kann auch elternunabhängig gefördert werden. Klassisches Schüler-BAföG wird vor allem dann bezahlt, wenn ihr nicht bei euern Eltern leben könnt, weil z. B. die Schule zu weit von dort entfernt ist. Gleiches gilt auch, wenn ihr verheiratet seid oder in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft lebt. Oder ihr habt schon Kinder und führt einen eigenen Haushalt. Darüber hinaus wird Schüler-BAföG erst ab der 10. Klasse ausgezahlt und an Fachschulen und Berufsschulen nur dann, wenn ihr vorher keine Berufsausbildung gemacht habt. Detaillierte Infos zu diesen BAföG Bestimmungen kriegt ihr bei den BAföG-Ämtern, die an die Kreis- und Stadtverwaltungen angeschlossen sind.

Höhe der Leistungen

BAföG ist prinzipiell familienabhängig, d.h. es richtet sich nach dem Einkommen der Eltern, nach eigenem Einkommen oder Vermögen oder nach dem Vermögen eines Ehegatten. Prinzipiell gibt es unterschiedliche Ansprüche entsprechend den Ausbildungen. Außerdem wird die Summe für einen allgemeinen Bedarfssatz und für einen pauschalen Unterkunftsanteil berechnet. Darüber hinaus gibt es einen Kranken- und Pflegeversicherungszuschuss für Studenten ab 25. Der Höchstsatz beläuft sich zurzeit auf monatlich 670€. 50% dieses Maximalbedarfs werden als zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt, d. h. diesen Teil musst du nach Ende deines Studiums zurück zahlen. Die andere Hälfte darfst du sozusagen behalten. Darüber hinaus verringert sich der BAföG-Satz, wenn du nebenher auch arbeitest. Die Grenze liegt bei 406€ im Monat; außerdem musst du generell darauf achten, nicht mehr als 20 Stunden pro Woche zu arbeiten. Wenn du im Ausland studieren möchtest, kann es sein, dass du auch mehr BAföG bekommst, da dann oftmals ein Mehrbedarf vorliegt. Manchmal kann es auch sein, dass Studenten, die im Inland nicht BAföG-berechtigt sind, es im Ausland allerdings werden.

Wenn du wissen möchtest, ob du BAföG berechtigt bist, dann tipp doch mal deine Daten und Fakten in den BAföG-Rechner ein http://www.bafoeg-rechner.de/Rechner/. Der ist zwar nicht 100%ig genau, kann dir aber einen ersten Überblick geben, ob sich ein ausführlicher Antrag lohnt.

Länge der Förderung

Wie bereits beschrieben, wird dir dein BAföG nicht ein Leben lang bezahlt. Zwar wird es grundsätzlich für die gesamte Dauer der Ausbildung gezahlt, allerdings auch nur bis zum Ende der Förderungshöchstdauer, die in der Regel der Regelstudienzeit des entsprechenden Studiengangs entspricht. Nur in Ausnahmefällen kann man hier verhandeln, z. B. bei erstmaligem Nicht-Bestehen der Examensprüfung, bei Behinderung, Schwangerschaft oder Kindererziehung. Diese Ausnahmen müssen jeweils mit dem BAföG-Amt besprochen werden. In der Regel wird dann aber eine verlängerte Förderung von 12 Monaten gewährt. Es empfiehlt sich, frühzeitig mit dem entsprechenden Amt Kontakt aufzunehmen, wenn man merkt, dass man das Studium irgendwie nicht rechtzeitig zu Ende bringt.

Rückzahlung

Studenten erhalten BAföG in der Regel zur Hälfte als Zuschuss und zur anderen Hälfte als zinsloses Darlehen. Wird BAföG auch über die Förderungshöchstdauer gezahlt, so handelt es sich meistens um ein zinsgünstiges Bankdarlehen. Wenn du deinen Abschluss besonders gut gemacht hast oder sogar vor Ende der Regelstudienzeit, kann es sein, dass dir ein Teil der Rückzahlung erlassen wird. Allerdings gilt diese Regelung nur noch für Abschlüsse, deren Prüfungen bis zum 31. Dezember 2012 bestanden wurden. Generell muss der überbleibende BAföG-Anteil einkommensabhängig in vierteljährlichen Raten an das Bundesverwaltungsamt zurück gezahlt werden. Sollte dein Einkommen nicht hoch genug sein, um Teile rückzahlen zu können, so kannst du für einen gewissen Zeitraum davon befreit werden, allerdings werden dann Zinsen fällig.

Ein paar weitere Tipps zur BAföG-Rückzahlung und wie du dabei sparen kannst findest du hier.

Fazit

  • Wer sich das erste Mal mit dem Thema BAföG beschäftigt, der ist oftmals ziemlich ratlos und frustriert. Letztendlich handelt es sich um ein riesiges Gesetzeswerk, das viele Ausnahmen, Sonderregelungen und Ecken und Kanten aufweist. Es hilft nur eins: Gebt nicht auf, denn euer Durchhaltevermögen zahlt sich am Ende sprichwörtlich aus! Wendet euch an euer BAföG-Amt und redet dort mit einem Berater. Die beantworten alle eure Fragen und manchmal ist es bei einem solch komplexen Thema am einfachsten, mit einem Menschen darüber zu sprechen. Auch die Studentenwerke bieten euch Hilfe an und auch die Fachschaften unterstützen. Letztendlich kann es sicher auch nicht schaden, Studis zu fragen, die schon BAföG kriegen. Die wissen meistens ziemlich genau, an wen man sich wenden muss und wo man die entsprechenden Anträge und Vordrucke herbekommt. Bleibt tapfer. Wenn ihr alles geschafft habt, könnt ihr euch entspannen!

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