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Coaching für Berufseinsteiger
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Kurzgesagt:
Karrierecoaching ist eine prozessorientierte Begleitung, die besonders Absolventen dabei hilft, ihre beruflichen Ziele durch Selbstreflexion zu definieren. Im Gegensatz zum hierarchischen Mentoring arbeitet man mit einem Coach auf Augenhöhe. Der Prozess gliedert sich klassisch in das Kennenlernen, eine Ist- und Persönlichkeitsanalyse, die Erstellung eines Aktionsplans sowie dessen Umsetzung und ein abschließendes Resümee. Da die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, sind Qualitätsmerkmale wie Zertifizierungen, Branchenkenntnisse und transparente Kostenstrukturen entscheidend für die Wahl des richtigen Beraters.
- Hilfe zur Selbsthilfe: Ein Coach liefert keine fertigen Lösungen, sondern unterstützt den Coachee dabei, durch Reflexion und neue Arbeitsmethoden eigene Wege und Potenziale zu erschließen.
- Chemie als Erfolgsfaktor: Die zwischenmenschliche Ebene ist die Basis der Zusammenarbeit; ein unverbindliches Erstgespräch ist daher Pflicht, um die Sympathie und Arbeitsweise zu prüfen.
- Qualität hat ihren Preis: Professionelles Coaching durch zertifizierte Experten kostet im Schnitt 150 bis 200 Euro pro Stunde, stellt aber eine nachhaltige Investition in die eigene berufliche Zukunft dar.
Der Übergang vom Studium in den ersten „echten“ Job gleicht oft einem Sprung ins kalte Wasser. Plötzlich stellen sich Fragen nach den eigenen Zielen, dem verborgenen Potenzial und der richtigen Strategie für den Karrierestart. In solchen Momenten der Unsicherheit kann ein Karrierecoach der entscheidende Kompass sein. Doch was unterscheidet ein professionelles Coaching eigentlich von einem klassischen Mentoring-Programm im Unternehmen? Und wie findet man in der Flut an Angeboten jemanden, der einen wirklich voranbringt? Wir werfen einen Blick auf den Ablauf eines Coachings und zeigen dir, wie du den perfekten Partner für deinen Jobeinstieg findest.
So klappt es mit dem Jobeinstieg
Ein Karrierecoach kann helfen, den Berufseinstieg gut zu meistern. Bei einem Karrierecoaching steht die Persönlichkeit des Coachees (derjenige, der gecoacht wird) im Fokus. Eine Entwicklung durch Selbstreflexion wird angestrebt, der Coach hilft einem dabei, selbst die Lösung für sein Problem zu finden. Coaching wird fälschlicherweise oft mit Mentoring gleichgesetzt, dabei gibt es einige Unterschiede:
Coach
Die Beziehung zum Coach ist durch eine flache Hierarchie gekennzeichnet
Seinen Coach wählt man selbst
Ein Coach vermittelt verschiedene Arbeitsmethoden und Alternativen
Meist speziell ausgebildet
Mentor
Der Mentor ist der Vorgesetzte
Mentoren werden oft von Unternehmen zur Verfügung gestellt
Ein Mentor gibt seine Methode weiter
Ein Mentor profitiert von seiner Berufserfahrung
Je nachdem, welches Profil einem mehr zusagt, sollte man für sich selbst entscheiden, ob ein Mentoring Programm oder ein Karrierecoaching für einen besser geeignet ist.
Für wen eignet sich ein Karrierecoaching?
Karrierecoaching ist generell in allen Branchen ein Thema. Es wird in Anspruch genommen von Menschen die einen beruflichen Neustart versuchen, sich umorientieren möchten und neue Perspektiven suchen. Insbesondere ist ein Karrierecoaching jedoch für frisch gebackene Absolventen ausgelegt, welche Unterstützung beim Berufseinstieg benötigen. Der Grund dafür kann sein, dass sie sich in ihren Zielen und Perspektiven nicht sicher sind und ihr eigenes Potenzial nicht einschätzen können.
Wie läuft ein Karrierecoaching ab?
Grundsätzlich gestaltet jeder Coach seinen Ablauf individuell. In den Grundzügen wird sich jedoch in den meisten Fällen an folgenden Schritten orientiert.
Schritt 1: Der erste Termin
Ein erster Termin für ein Vorgespräch wird vereinbart. In diesem sollte zunächst überprüft werden, ob die Chemie zwischen Coach und Coachee überhaupt stimmt. Diese ist nämlich enorm wichtig für den Erfolg des Programms.
Weiterhin sollten im Vorgespräch Ziele und Perspektiven des Coachings besprochen werden. Dazu zählen selbstverständlich auch organisatorische Angelegenheiten wie die Regelmäßigkeit der Treffen, die Anzahl der Treffen und die Kosten.
Schritt 2: Die Persönlichkeitsanalyse und Ist-Analyse
An zweiter Stelle steht eine Persönlichkeitsanalyse. Der Karriere-Coach lotet hier deine Stärken und ebenso auch deine Schwächen aus. Denn es fällt uns oftmals selbst schwer, die eigenen Kompetenzen realistisch einzuschätzen. Doch der Coach prüft nicht nur die eigene Person, sondern die gesamte Situation, er macht eine sogenannte “Ist-Analyse”. An welchem Punkt steht man in seiner beruflichen Laufbahn, womit ist man unzufrieden, was könnte optimiert werden. Anhand dessen wird mögliches Potenzial für die Zukunft erschlossen.
Schritt 3: Der Aktionsplan
Nachdem sowohl deine Persönlichkeit als auch deine Situation hinreichend untersucht worden sind, erstellst du gemeinsam mit deinem Coach einen Aktionsplan. Nun geht es darum, wie du dein Potenzial ideal nutzen kannst und wo dir Möglichkeiten zur Verbesserung offen stehen. In deinem Aktionsplan werden die verschiedenen Schritte hin zu einer positiven Entwicklung festgehalten, an denen du dich orientieren kannst.
Schritt 4: Die Umsetzung
Nun folgt die Umsetzung dieses Aktionsplans. Diese kann, muss aber nicht unbedingt verschiedenste Workshops beinhalten. In diesen sollen verschiedene Soft-Skills, wie das Selbstbewusstsein und die Durchsetzungsfähigkeit, geschult werden. Wichtig ist jedoch hauptsächlich, dass man sich aktiv um eine Verbesserung bemüht und auch auf der Arbeit oder im Studium die notwendigen Schritte dazu einleitet.
Schritt 5: Das Resümee
Einen guten Karriere-Coach zeichnet aus, dass er dich nach dem Coaching nicht direkt fallen lässt, sondern mit dir zusammen ein Resümee über die Zusammenarbeit zieht. Was hat gut funktioniert, was hat nicht geklappt? Konnte ich mit Hilfe des Coachings meine Ziele erreichen? Wie sehen meine nächsten Schritte aus? Ein ausführliches Abschlussgespräch inklusive einer Erfolgskontrolle festigen deine Ergebnisse und erleichtern dir den Berufseinstieg in Eigenregie.
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Wie und wo finde ich den geeigneten Coach für mich?
Im Internet finden sich unzählige Karriere-Coaches, welche einem teilweise das Blaue vom Himmel versprechen. Da die Bezeichnung des Coaches nicht geschützt ist, kann sich im Prinzip jeder mit diesem Zusatz versehen. Um einen seriösen und für sich geeigneten Coach zu finden, sollte man sich an einigen Eckpunkten orientieren:
es wird ein Nachweis über eine systemische, therapeutische oder konkret eine Coaching-Ausbildung oder Zusatzqualifikation erbracht
der Coach verfügt über Erfahrung in (Wirtschafts)Unternehmen oder in der Wissenschaft
der Coach verfügt über Erfahrung und/oder Kenntnisse in der Branche, in der du tätig werden willst
auf der Website findet sich eine klare Kostenübersicht
es wird erläutert, mit welchen Methoden der Coach arbeitet/ wie er das Coaching organisiert
es kann ein kostenloser erster Termin vereinbart werden, in welchem man den Coach zunächst kennenlernt
Wenn man mehrere Anbieter zur Auswahl hat, sollte man sich für denjenigen Coach entscheiden, welcher sowohl Kompetenz in deinem Fachgebiet als auch Sympathie vereint. Schließlich arbeitet man mit seinem Coach über einen längeren Zeitraum zusammen, da sollte das Zwischenmenschliche auf jeden Fall stimmen.
Mit welchen Kosten muss ich bei einem Karrierecoaching rechnen?
Die Kosten von Coach zu Coach können sehr stark variieren. Dies kann am Umfang der Programme rechnen, oder ob ich nur einen Einzeltermin buche. Zudem muss der teuerste Coach nicht immer der beste sein. Erfahrungsberichte und die Reputation können bei der Entscheidung helfen. Grundsätzlich sind zwischen 150 und 200 Euro pro Stunde Durchschnitt. .
Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte und eher auf der Suche nach generellen Tipps als nach individueller Beratung sucht, kann auch Programme von der Universität in Anspruch nehmen. An vielen Unis werden bereits Workshops zur Berufsvorbereitung angeboten.
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Fazit
Ein Karrierecoaching ist ein kraftvoller Beschleuniger für alle, die ihren beruflichen Weg nicht dem Zufall überlassen wollen. Durch den geschärften Blick von außen und eine fundierte Analyse der eigenen Stärken gewinnt man die nötige Sicherheit, um im Bewerbungsprozess und im neuen Arbeitsalltag souverän aufzutreten. Auch wenn die Kosten zunächst abschrecken mögen: Die Klarheit über die eigenen Ziele und die Entwicklung wichtiger Soft Skills sind Investitionen, die sich über die gesamte Laufbahn hinweg auszahlen. Wer den Mut zur Selbstreflexion mitbringt, findet im Coaching den Schlüssel für einen erfolgreichen und erfüllten Jobeinstieg.
1. Was ist der größte Unterschied zwischen einem Coach und einem Mentor?
Ein Mentor ist meist eine erfahrene Führungskraft aus dem eigenen Unternehmen, die Wissen weitergibt. Ein Coach ist ein externer, speziell ausgebildeter Experte, der neutral berät und Methoden zur Selbstfindung vermittelt.
2. Ist Karrierecoaching nur etwas für Führungskräfte?
Keineswegs. Es eignet sich für jeden in einer Umbruchphase – insbesondere für Absolventen beim Berufseinstieg oder für Menschen, die sich beruflich komplett neu orientieren wollen.
3. Wie lange dauert ein typisches Coaching-Programm?
Das ist individuell verschieden. Es kann von wenigen Einzelterminen zur Klärung einer spezifischen Frage bis hin zu einer mehrmonatigen Begleitung während der ersten Schritte im neuen Job reichen.
4. Woran erkenne ich einen unseriösen Coach?
Vorsicht ist geboten, wenn keine klaren Kosten genannt werden, keine fundierte Ausbildung nachgewiesen werden kann oder das „Blaue vom Himmel“ versprochen wird. Ein seriöser Coach bietet immer ein Kennenlernen an.
5. Gibt es günstigere Alternativen zum privaten Coaching?
Ja. Viele Universitäten bieten über ihre Career Services kostenlose oder sehr günstige Workshops zur Berufsvorbereitung und Profilschärfung für ihre Studierenden an.
jobmensa Redaktion
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