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Auswendig lernen: Mit der richtigen Technik viel merken
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jobmensa Redaktion
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Kurzgesagt:
Auswendiglernen ist eine essenzielle Fähigkeit, die uns von der Grundschule bis in den Berufsalltag begleitet. Der Artikel räumt mit dem Vorurteil auf, dass diese Lernform rein mechanisch sein muss. Durch den Einsatz von Mnemotechniken (wie Eselsohren oder Geschichten), dem systematischen Karteikasten-Prinzip und der Berücksichtigung individueller Lerntypen (visuell, auditiv, haptisch, kommunikativ) wird der Prozess effizienter. Zudem helfen externe Faktoren wie ein bewusster Ortswechsel beim Lernen und regelmäßige Pausen dabei, das Gehirn fit zu halten und große Informationsmengen strukturiert abzuspeichern.
- Methodik statt Monotonie: Techniken wie die Mnemotechnik (Merksätze und Bilder) verwandeln abstrakte Daten in lebendige Erinnerungen und erleichtern den Abruf massiv.
- Systematische Wiederholung: Das Lernen mit dem 5-Fächer-Karteikasten nutzt den Effekt der zeitlich versetzten Wiederholung, um Wissen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis zu überführen.
- Kontextnutzung: Unser Gehirn verknüpft Informationen mit der Umgebung. Ein Wechsel des Lernortes (z. B. Vokabeln am Schreibtisch, Formeln im Park) kann die Erinnerungsleistung steigern.
Ob Vokabeln, mathematische Formeln oder das Skript für die nächste Präsentation: Es gibt Momente, in denen Verstehen allein nicht ausreicht – man muss die Informationen schlichtweg im Kopf haben. Doch „stumpfes“ Auswendiglernen ist oft mühsam und wenig nachhaltig. Dabei ist unser Gedächtnis wie ein Muskel, der mit der richtigen Technik zu Höchstleistungen fähig ist. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du Karteikarten, Mnemotechniken und sogar deine Umgebung nutzt, um Wissen nicht nur kurzfristig für die Prüfung, sondern dauerhaft in deinem Gehirn zu verankern.
Auswendig lernen: Wenn Karteikarten deine besten Freunde werden
Es gibt diese Prüfungen, bei denen einfach nur eins hilft: auswendig lernen. Einmal rein und dann vergessen. Das macht keinen großen Spaß, von Effektivität mal ganz zu schweigen, aber manchmal kommt es halt einfach auf das Ergebnis an.
Langfristiger im Kopf bleiben sollten allerdings Vokabeln und wichtige Formeln. Es gibt aber auch Berufe, in denen es wichtig ist, Dinge schnell und effizient zu erinnern und dann einzusetzen. Schauspieler und Musiker können davon ein Lied singen.
Auch Choreographien von Tänzen müssen oft in der richtigen Reihenfolge memoriert werden. Und auch so manche Schachpartie wurde schon durch ein exzellentes Gedächtnis gewonnen.
Das Einmaleins haben wir auswendig gelernt, ebenso wie die Rechtschreibung. Dass man also auch sehr effektiv wichtige Informationen erinnern kann, zeigen diese letztgenannten Beispiele, denn wir hoffen, ihr wisst sofort, was 7×8 ist und wie man die richtige Rechtschreibung verwendet.
Darüber hinaus ist das Auswendiglernen eine super Methode, sich geistig fit zu halten und das menschliche Gehirn immer wieder zu fordern. Insofern empfehlen wir euch, bei der nächsten Klausur mal etwas sportlichen Ehrgeiz zu entwickeln. Seht es nicht als lästige Pflicht, sondern als Training für euer Hirn.
Euer Gedächtnis wird es euch danken! Die richtige Atmosphäre beim Lernen kann Wunder wirken, besonders wenn man sich ab und an ein paar Minuten Pause gönnt, um das Gelernte zu verinnerlichen.
Der Klassiker zu auswendig lernen: Herr von Ribbeck auf Ribbeck…
… na wie geht es weiter? Dieses Gedicht von Theodor Fontane mussten wohl ganz viele von uns auswendig lernen und haben es zu großen Stücken noch heute im Kopf. In vielen Kulturen ist diese Form des Lernens die Hauptform in der schulischen Pädagogik.
Und auch in Deutschland bzw. in der westlichen Welt ist es ein wichtiges Element im Unterricht. Die Lernpsychologie geht heute davon aus, dass das Erinnern von weniger wichtigen Inhalten durch das Auswendiglernen auch dazu führt, dass man sich Informationen, die man inhaltlich verstanden hat, besser merken kann und das Gehirn einen besseren Zugriff darauf hat.
Auch für Religionen spielt diese Form des Lernens eine Rolle, da z. B. Bibelstellen und Verse aufgesagt und wiederholt werden müssen. Das Auswendiglernen kann aber auch der Geheimhaltung dienen, denn was nicht niedergeschrieben wird, kann auch nicht gefunden werden.
Auswendig lernen leicht gemacht
Heutzutage wird die Fähigkeit des Auswendiglernens sogar in Wettkämpfen gemessen. Sogenannte Gedächtnissportler messen sich in teilweise unfassbaren Erinnerungsübungen.
Das geht natürlich nur über besondere Lernmethoden oder Tricks, die für verschiedene Lerntypen, wie den kommunikativen Lerntyp, den auditiven Lerntyp, den haptischen Lerntyp und den visuellen Lerntyp, geeignet sind.
Diese wollen wir euch verraten, denn sie können auch im Unialltag helfen und sind besonders für das konzentrierte Lernen und die Motivation zum Lernen von Vorteil:
Die Mnemotechnik
Mnemotechnik, ein Begriff, der vom lateinischen Wort für Gedächtnis abgeleitet ist, ist eine dieser Methoden. Diese Gedächtnistrainingstechnik wird seit dem 19. Jahrhundert angewendet.
Sie funktioniert darüber, dass Merkhilfen entwickelt werden, z. B. Merksätze, Reime, Schemata oder Grafiken. So können einfache Reihenfolgen gemerkt werden, es können aber auch ganze Systeme entwickelt werden, mit denen es möglich ist,
Listen mit tausenden von Wörtern oder tausendstellige Zahlen zu erinnern. Wie das funktioniert? Ein kleines Beispiel. Anhand dieses Satzes, kann man sich die Stellung der einzelnen Planeten im Sonnensystem merken: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“ M für Merkur (am nächsten zur Sonne), V für Venus usw. Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun. Auch die Kettenmethode basiert auf der Mnemotechnik.
Zu lernende Begriffe werden einfach in einer Reihenfolge auf eine Kette aufgezogen. Man erinnert die Begriffe darüber, dass man sich eine Geschichte ausdenkt und diese mit den Begriffen automatisch und in der richtigen Reihenfolge verknüpft. Auch beim Vokabellernen kann diese Technik helfen.
Worte, die ähnlich klingen, werden zu sogenannten Schlüsselworten. Aus diesen Schlüsselworten und der Bedeutung der Vokabel werden im Gedächtnis Bilder erstellt.
Diese Technik ist besonders für den auditiven und visuellen Lerntyp geeignet, da sie das Lernen durch Hören und Sehen unterstützt.
Mit Karteikarten lernen
Lernen mit Karteikarten ist eine Methode, die besonders zum Vokabellernen sehr geeignet ist. Über viele Wiederholungen wird es dem Gehirn möglich, Dinge langfristig zu erinnern.
Die Methode ist so simpel wie einfach, erfordert aber auch ein bisschen Disziplin. Unterteile deinen Karteikasten in fünf Fächer. Vorne steckt alles Wissen, was du zum ersten Mal lernst, je weiter Kärtchen nach hinten wandern, umso öfter hast du sie schon wiederholt und (der Clou!) gewusst.
Nach und nach wandern also die Fächer durch den Kasten. Wer das konsequent jeden Tag eine viertel Stunde macht, wird sich wundern, wie viele Vokabeln er in einem Jahr gelernt hat und durch die Wiederholung auch sehr langfristig erinnern kann.
Kernaussagen markieren
Diese Methode spricht besonders den haptischen Lerntyp an, da sie das Lernen durch Berührung und Bewegung fördert.
Kernaussagen markieren, oft mit unterschiedlichen Farben, hilft ganz stumpfes Auswendiglernen einfach nicht aus. Es ist schon sinnvoll, gewisse Dinge auch ansatzweise zu verstehen, um sie dann erinnern zu können.
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Visuelle Lerntypen
Wer etwas versteht, der kann sich Bilder und Geschichten zu den entsprechenden Infos bauen und kann diese so viel besser verknüpfen und langfristig abrufen. Eine weitere Methode ist das Lernen über Strukturen. Wenn z. B. wichtige Kernaussagen aus einem Text erinnert werden sollen, hilft es, diese farblich zu markieren.
Besonders der visuelle Lerntyp kann über die unterschiedlichen Farben der Markierungen Muster erkennen und sich an diese in ihrer Reihenfolge erinnern. Es hilft aber auch, die Kernaussagen laut auszusprechen und zwar oftmals hintereinander.
Manchen Menschen hilft auch das Schreiben, da dadurch Bewegung entsteht und darüber das entsprechende Wissen nochmals anders abgespeichert werden kann.
Ortsgebunden lernen
Unterschiedliches Wissen an verschiedenen Orten lernen klingt ein bisschen unglaubwürdig, aber es hilft dem Gehirn, wenn unterschiedliches Wissen an unterschiedliche Orte geknüpft ist. Vokabeln am Schreibtisch, Formeln am See, Grammatik in der Küche.
Diese Methode hilft dabei, dass man sich auf das entsprechende Thema besser einlassen und konzentrieren kann, denn die Umgebung wird vom Unterbewusstsein wahrgenommen und steuert die weiteren Kapazitäten des Gehirns.
Probiert es einfach mal aus und vergesst nicht, während längerer Lernsessions auch einige Minuten Pause einzulegen, um das Gelernte zu verinnerlichen.
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Fazit
Auswendiglernen muss keine lästige Pflicht sein, sondern kann mit ein wenig sportlichem Ehrgeiz zum effektiven Gehirntraining werden. Wer seine persönlichen Vorlieben kennt – ob man lieber hört, schreibt oder sich beim Lernen bewegt –, findet schnell die passende Strategie, um selbst komplexe Inhalte zu meistern. Am Ende ist es die Kombination aus der richtigen Technik, einer inspirierenden Atmosphäre und der nötigen Ausdauer, die den Lernerfolg garantiert. Pack es an: Dein Gedächtnis ist zu weit mehr fähig, als du vielleicht glaubst!
1. Ist Auswendiglernen heute im Zeitalter von Google überhaupt noch sinnvoll?
Ja, denn ein gut trainiertes Gedächtnis ist die Basis für schnelles Handeln und Transferdenken. Zudem hält das Memorieren das Gehirn nachweislich geistig fit und leistungsfähig.
2. Wie funktioniert die Mnemotechnik im Alltag?
Man verknüpft neue Informationen mit bereits bekanntem Wissen oder Bildern. Ein klassisches Beispiel ist der Merksatz für die Planetenreihenfolge: „Mein Vater erklärt mir…“
3. Warum ist das Karteikarten-System so effektiv?
Es zwingt dich zur Disziplin und zur Selektion. Du wiederholst schwierige Inhalte häufiger, während sicher beherrschtes Wissen in die hinteren Fächer wandert und seltener geprüft wird.
4. Welcher Lerntyp profitiert vom Markieren von Texten?
Vor allem der visuelle Lerntyp profitiert von Farben und Mustern. Aber auch haptische Lerntypen ziehen Nutzen daraus, da die physische Bewegung des Markierens den Lernprozess unterstützt.
5. Hilft Musik wirklich beim Auswendiglernen?
Viele Experten empfehlen klassische Musik, da sie eine beruhigende Atmosphäre schafft, die Konzentration fördert und die richtige Lernumgebung für das Gehirn bildet.
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