Krankenversicherung für Studenten

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Ab wann muss man sich selbstständig versichern?

Zunächst einmal ist eine gültige Krankenversicherung in Deutschland für alle Studierenden Pflicht. Ein entsprechender Nachweis (namentlich eine Versicherungsbescheinigung) ist von jedem Studierenden bei der Immatrikulation im Studierendensekretariat einzureichen. Der vorliegende Bescheid gilt im Regelfall für das gesamte Studium, lediglich im Falle eines Hochschulwechsels ist eine neue Bescheinigung fällig. Folgende Versicherungsvarianten stehen für Studenten zur Auswahl:

  1. Gesetzliche Krankenversicherung
  2. Studentenpflichtversicherung
  3. Freiwillige Versicherung
  4. Private Krankenversicherung

1. Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die Mehrzahl der jüngeren Studenten ist über die Eltern gesetzlich familienversichert und hat damit bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres beitragsfreien Anspruch auf die verschiedenen Versicherungsleistungen. Männliche Studierende, die nach dem Abitur (oder später) Wehr- bzw. Zivildienst abgeleistet haben, erhalten über die Laufzeit des „Staatsdienstes“ eine Verlängerung des Anspruchs. Die Altersgrenze verfällt hingegen, wenn ein Studierender oder eine Studierende über den Ehepartner bzw. einen verbrieften Lebenspartner gesetzlich versichert ist.

Aber auch in anderen Fällen gibt es Einschränkungen; und zwar beispielsweise beim Gehalt: Verdient ein Student/eine Studentin monatlich mehr als 400 Euro (z. B. über einen Minijob), endet die Familienversicherung automatisch, wobei Taschengeld, BAföG und andere Finanzleistungen nicht angerechnet werden. Das bedeutet: Sowohl die Überschreitung der oben genannten Altersgrenze als auch der monatliche Sprung über die 400-Euro-Grenze haben zur Folge, dass Studierende selbst in der GKV versicherungspflichtig werden (weitere Infos hierzu im Kapitel „Exkurs Versicherungsfreiheit“). Sie müssen dann eine eigene Krankenversicherung abschließen, können aber den Studententarif wählen. Der beträgt derzeit 64,77 Euro + 13,13 Euro Pflegeversicherung. In manchen Werkstudenten-Arbeitsverhältnissen wird man direkt vom Arbeitgeber bei der Krankenkasse als zahlungspflichtig gemeldet. Andernfalls hat man die Pflicht, sich selbst darum zu kümmern, dass man eine gültige Krankenversicherung besitzt.

2. Studenten-Pflichtversicherung in der GKV

Auch die Versicherungspflicht selbst hat ihre Grenzen, da sie normalerweise mit dem (erfolgreichen) Abschluss des jeweiligen Studiengangs endet. Weitere Margen für die Versicherungspflicht stellen derzeit - ausschließlich für Langzeitstudenten und Spätberufene - die Vollendung des 30. Lebensjahres sowie das Überschreiten des 14. Fachsemesters dar. In diesen Fällen kann man dann leider nicht mehr den Studententarif der Krankenkasse wahrnehmen und muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Der Satz richtet sich dann nach dem Einkommen und liegt bei Studenten meist 120 bis 140 Euro.

Lediglich plausible Gründe wie (lange) Erkrankungen, Pflege und Versorgung von Kindern oder nahen Familienangehörigen etc. halten die Versicherungspflicht auch über die genannten Grenzwerte hinaus aufrecht. Inklusive Pflegeversicherung liegt der monatlich zu zahlende Versicherungsbetrag für Pflichtversicherte ab April 2011 bei 77, 90 Euro, der in der Regel zu Einschreibung und Rückmeldung im Voraus zu zahlen ist. Ansonsten können Hochschulen die Zulassung zum Semester verweigern bzw. den Studierenden exmatrikulieren.

3. Freiwillige GKV-Mitgliedschaft als Übergang

Scheidet man als Student aus den zuletzt genannten Gründen aus der Versicherungspflicht aus, ist zumindest übergangsweise eine freiwillige Fortsetzung der GKV-Mitgliedschaft möglich. Dazu bieten die Gesetzlichen Krankenkassen für die Maximaldauer eines halben Jahres einen Übergangstarif an, der bei rund 100 Euro pro Monat liegen sollte. Darüber hinaus bemisst sich der zu zahlende Monatsbeitrag an der finanziellen Situation des Versicherungsnehmers, was in jüngeren Jahren in der Regel auf etwa 120 bis 140 Euro pro Monat hinausläuft. Da die Krankenkassenbeiträge momentan weiter steigen, kann dies eine starke finanzielle Belastung werden.

4. Die Privaten Krankenversicherung

Wer zu Beginn seines Studiums über die Eltern privat mitversichert ist, kann diesen Status natürlich beibehalten. Hierzu muss man sich lediglich durch eine Gesetzliche Kasse von der Versicherungspflicht befreien lassen. Ein entsprechender Antrag ist vom Studenten selbst zu stellen, wobei die Aufhebung der Versicherungspflicht - sofern ausgesprochen – unwiderruflich für die Gesamtlaufzeit des Studiums Gültigkeit hat. Auch nach dem Studium ist der (Rück-)Weg in die GKV an ganz bestimmte Kriterien geknüpft (z. B. ein festes, sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis). Wer also nach der Exmatrikulation Interesse an einem Wechsel hat, sollte sich bei der GKV seiner Wahl über Aufnahmekriterien und Preise bestens informieren und gut abwägen, ob er den Schritt in die private Krankenkasse gehen möchte. Besondere Kassenleistungen, schnellere Terminvergabe beim Arzt und kürzere Wartezeiten sind die Vorteile, die Kosten sind dafür höher. Von Billigtarifen, die manche Anbieter inzwischen offerieren rät Stiftung Warentest ab. Entweder sind die Leistungen sehr lückenhaft oder die Beiträge steigen im Lauf der Zeit immer weiter an. Von Angeboten, die unter hundert Euro liegen, sollte man daher absehen.

Sonderfälle: Die Künstlersozialkasse

Für Studierende, die planen, sich selbstständig zu machen und schon während ihres Studiums ihr eigenes kleines Gewerbe gründen, eignen sich eventuell auch Sonderformen der Versicherung. Für künstlerische Selbstständigkeiten bietet sich beispielsweise die Künstlersozialkasse an. Wer im Medien-, Kunst-, Film- oder Musikbereich gestaltend tätig ist, kann sich bei der Künstlersozialkasse bewerben. Bei einer Aufnahme übernimmt diese den ansonsten für den Arbeitgeber anfallenden Anteil der Krankenversicherung, den Selbstständige sonst selbst tragen müssen. Es lohnt sich bei den inzwischen anfallenden Beträgen auf jeden Fall, sich genauer zu erkundigen.

Exkurs: Versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse

Das Jobben in den Semesterferien bleibt grundsätzlich von der Sozialversicherungspflicht ausgenommen, wobei die Arbeitszeit sechs Monate pro Jahr nicht überschreiten darf. Pflichtpraktika sind ebenfalls versicherungsfrei. In der Vorlesungszeit herrscht hingegen nur dann Sozialversicherungsfreiheit, wenn es sich um ein kurzfristiges Beschäftigungsverhältnis mit einer Dauer von maximal zwei aufeinander folgenden Monaten oder aber 50 Arbeitstagen pro Jahr handelt. Selbiges gilt für Jobs, die zwar regelmäßig ausgeübt werden, dabei jedoch eine wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden nicht überschreiten und für geringfügige Tätigkeiten mit einem maximalen Entgelt von 400 Euro pro Monat. Alle anderen Arbeitsverhältnisse sind versicherungspflichtig.

Private und gesetzliche Versicherer im Leistungsvergleich (Quelle: www.studenten-pkv.de)

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