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Wohin des Weges - UNI vs. FH?

Du hast dein Abi in der Tasche und jetzt willst du studieren? Hört sich gut an. Hört sich aber auch nach vielen Fragen an. Was willst du studieren? Wie stellst du dir dein Studium vor? Und vor allem auch, wo willst du studieren? Dass das wo sich nicht nur auf den Wohnort bezieht, erklären wir euch in diesem Artikel. Denn es macht einen großen Unterschied, ob man sich für eine Universität entscheidet oder doch für eine Fachhochschule. Die Hochschulen unterscheiden sich deutlich voneinander - ob Fächerwahl oder Lernmethoden. Gerade zu Beginn des Studiums ist man einfach mit vielen Entscheidungen konfrontiert, die man selber noch gar nicht so richtig einordnen kann. Um euch eine bessere Orientierung zu geben, stellen wir euch hier die beiden Hochschultypen vor, erklären Vor- und Nachteile und worauf ihr achten solltet. Studieren soll schließlich (auch) Spaß machen.

Studieren ist nicht gleich studieren

Nach aktuellen Zahlen des Wissenschaftsrates ist es so, dass rund ein Viertel der heutigen Studenten an Fachhochschulen studiert. Der Rest ist an der Uni eingeschrieben. Es ist der ewige Streit zweier Rivalen: Universität und Fachhochschule - wo studiert es sich eigentlich besser? Früher, vor der Bologna-Reform konnte man eine relativ simple Formel stricken. Die FH ist was für Praktiker. An die Uni gehen die Leute, die es sehr gerne theoretisch mögen. Oder: An die FH gehen die Leute, die das Abi nicht mal so im vorbeigehen gepackt haben. Die wirklich klugen Köpfe sind an den Unis. Und: Wer die Fachhochschule als Diplom Ingenieur abschließt muss dahinter ein "(FH)" tragen und wird somit weniger verdienen, als der universitäre Diplom Ingenieur, der auf der Karriereleiter immer 2 Schritte weiter oben steht. Heute wandelt sich das Bild. Seit der Bologna Reform 1999 und somit den einheitlichen Abschlüssen Bachelor und Master verschwimmen die Grenzen zwischen Uni und FH immer mehr. Größte Änderung: Es macht keinen Unterschied mehr, ob ich den Bachelor an der FH oder an der Uni gemacht habe. Egal wo, der Bachelor qualifiziert zum Masterstudium und dieses wiederum zur Promotion. Diese ist allerdings nach wie vor nur an der Universität möglich. Weitere Unterschiede der Hochschulformen im Überblick:

  • Die Ausrichtung zwischen Theorie und Praxis sind zwar nicht mehr so groß, aber dennoch nach wie vor vorhanden.
  • In den Lehrplänen sind weiterhin große Unterschiede erkennbar. Relativ freie Lehrplangestaltung auf der Uni-Seite vs. fixer Stundenplan an den Fachhochschulen.
  • An der FH ist man spezialisierter auf ein Berufsbild. An der Uni hingegen stellt man sich oftmals ziemlich breit auf.
  • Geld und Karriere schienen mal ganz klar nach den Hochschulformen einteilbar. SO klar ist es nicht mehr, dennoch bestehen Unterschiede.

Einige Entscheidungshilfen

Mehr Theorie oder mehr Praxis

Ursprünglich waren die Fachhochschulen vor allem angewandte Hochschulen, sprich solche, die einen weniger großen Schwerpunkt auf die theoretische Forschung legten, sondern eher in Richtung Ausbildung tendierten. Dies hat sich insofern gewandelt, als dass auch die FHs erkannt haben, dass sie einen großen Bedarf an eigener Forschung haben. Dies geschieht oft durch staatliche Programme. Sehr häufig kommt es aber auch vor, dass FHs von Unternehmen unterstützt werden, bzw. von diesen mit einer konkreten Problematik angefragt werden. Dass wiederum die Praxis aber auch an den Unis nicht zu kurz kommt, zeigt sich z. B. daran, dass in den universitären Lehrplänen mittlerweile Berufspraktika fest integriert sind. Unterschiede gibt es hinsichtlich der Ressourcen, was wiederum indirekt Unterschiede in Forschung und Lehre hervorbringt. Laut des Deutschen Hochschulverbandes haben Dozenten an Universitäten deutlich mehr Zeit, um sich Grundlagen zu widmen und die Theorie zu hinterfragen. Lediglich neun Stunden in der Woche sind für die Lehre bestimmt, der Rest steht zur Forschung zur Verfügung. Anders an den FHs. Hier unterrichten die Dozenten rund doppelt so viel - durchschnittlich 16-18 Stunden pro Woche. Und auch die monetären Mittel für die Forschung variieren. Laut dem Statistischen Bundesamt stehen einem FH-Professor ungefähr 23.000 Euro pro Jahr an Forschungsgeldern finanziert durch Drittmittel zur Verfügung. An den Universitäten können Professoren hingegen durchschnittlich auf einen Forschungsetat von 260.000 Euro zurück greifen. Außerdem gibt es Unterschiede in der Ausbildung der Dozenten. Um FH-Professor zu werden, muss man mindestens 5 Jahre in der Praxis gearbeitet haben. Eine solche Frist kennt die Universität nicht. Hier kann man direkt über die Promotion in den Lehrbetrieb einsteigen.

Stundenplan vs. eigener Lehrplan

In diesem Fall muss man mal ganz deutlich in sich hinein hören. Wer 13 Jahre Schule hinter sich hat, der wird keinen allzu großen Unterschied zwischen der Oberstufe und den ersten Semestern an der FH erkennen. Die Hochschule regelt den Stundenplan und bestimmt auch bis auf kleiner Ausnahmen die Fächer. Dies ist an der Uni anders. Hier hat man oftmals mehrere Wahlmöglichkeiten und kann sich seine Fächerkombination mit den entsprechenden Zeiten zusammen bauen. Was zählt sind am Ende die erreichten und abgeschlossenen Leistungspunkte (ECTS). Was irgendwie ganz sympathisch klingt, kann einen am Anfang aber auch ganz schön überfordern. An der Uni kann man häufig keine allzu große Hilfe bei der Erstellung der Lehrpläne erwarten. Hier ist sehr viel Eigeninitiative und schon auch öfters ein Stück Frustrationstoleranz gefordert, denn nicht alle Kombinationen, die man sich wünscht, können realisiert werden. Oft kann es so auch passieren, dass man dank Überscheidungen einen Kurs gar nicht machen kann und ihn dann, in einem zusätzlichen Semester anhängen muss. Dieses Problem wird man an der FH weniger finden. Hier werden die Lernziele quasi "von oben" vorgegeben und jeder hat sich dran zu halten. Was man hier auch noch beachten muss: der Bachelor an den Uni ist meistens auf sechs Semester ausgelegt, der an den FH auf sechs bis acht. Viel Zeit zum Bummeln hat man an der Uni also nicht, ganz im Gegenteil.

Eindeutiges Berufsbild vs. breites "Universal"-Wissen

Es ist ganz eindeutig so, dass Studiengänge an FHs eher auf einen einzelnen Beruf abzielen, als Fächer an der Uni. Wer also schon am Anfang ganz genau weiß, wo er hin will, der wird an einer FH eine gute Ausbildung in diese entsprechende Richtung finden - natürlich nur sofern es einen passenden Studiengang auf den angestrebten Beruf gibt. An der Uni ist es etwas anders. Wer BWL studiert, der kann hinterher im Vertrieb arbeiten, oder auch im Marketing, Groß- und Außenhandel oder auch in einem ganz anderen Bereich der Wirtschaft. Dieses breite Wissen ist hilfreich, wenn man einen groben Überblick über ein Fach kriegen möchte und man vielleicht auch noch gar nicht so sehr weiß, ob das entsprechende Gebiet wirklich was für einen ist. In diesem Fall kann man sich ein wenig ausprobieren und hat dann, über eine Spezialisierung die Möglichkeit, auch an der Uni in die Tiefe zu gehen.

Geld und Karriere

Von Seiten der FHs wird beteuert, dass es aufgrund des Fachkräftemangels heutzutage keinen Unterschied im Gehalt mehr macht, ob ein Absolvent von der Uni oder von der FH kommt. Darüber hinaus gibt es auch Personalberater, die diese These untermauern. Aber es gibt auch gegenteilige Meinungen. Schaut man sich die Lebensläufe der DAX-Vorstände an, so sieht man, dass alle eine Universitätslaufbahn hinter sich haben. Marktforschungsinstitute haben außerdem herausgefunden, dass FH-Absolventen durchschnittlich mit einem Gehalt zwischen gut 41.000€ und 47.500€ einsteigen, während der Schnitt bei den Uni-Kollegen zwischen 47.500€ und 50.400€ liegt. Topverdiener in diesem Bereich sind vor allem Studenten, die die Fächer Mathematik, Jura, Biologie, Chemie, Physik oder Medizin an der Uni belegt hatten - also sehr klassische Disziplinen. Man kann also so gesehen auch die These vertreten, dass Absolventen der klassischen Universitätslaufbahn bei Arbeitgebern immer noch einen Funcken beliebter sind, als die Kommilitonen von der FH.

Fazit

  • Am Anfang den Überblick zu behalten ist gar nicht einfach. Studieren ist erstmal Neuland, egal ob an der Universität oder der FH. Jeder sollte für sich den passenden Weg herausfinden.
  • Wer Richtung Praxis tendiert, kein Problem mit fixen Strukturen hat und schon relativ genau weiß, was er will, der könnte eine FH eher in Betracht ziehen. Wer hingegen noch nicht so genau weiß, wohin die Reise gehen soll und wer sich auch irgendwie noch ein bisschen mehr ausprobieren möchte, der ist an der Uni richtig.
  • Unterm Strich gilt es, eigene Erfahrungen zu machen. Und ganz ehrlich: Ein Semester Test-Phase hat noch niemanden umgehauen. Viel Erfolg beim Fahrplan finden!

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