Auf Lehramt studieren

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Das Lehramtsstudium – höchste Jobsicherheit, hart erkämpft

Selten gab es eine günstigere Zeit, um auf Lehramt zu studieren. Pädagogen werden in vielen Fächern gebraucht, bis 2020 sollen nach Einschätzungen von Experten bis zu 250.000 Stellen frei werden. In Sachen Lehramtsstudium, Referendariat, Einstellung und Bezahlung unterscheidet sich jedoch vieles von Bundesland zu Bundesland. Bildung ist eben Ländersache!

Inhalt und Aufbau des Studiums

Die Lehrerausbildung sieht in jedem Bundesland ein wenig anders aus, sowohl für das Studium als auch für das anschließende Referendariat bestehen Unterschiede. Damit dies nicht in einem totalen Chaos endet, gibt es auf Bundesebene trotzdem einheitliche Regelungen. So sind beispielsweise die Abschlüsse, egal wie und wo erworben, deutschlandweit gleichwertig.

Die Bundesländer im Süden der Republik modularisieren zwar, bieten aber weiter das "traditionelle" Studium mit Staatsexamen an. In anderen Ländern im Norden (Niedersachsen) und der Mitte (NRW) sowie im Osten (Thüringen, Sachsen) schließt man mit Bachelor und Master ab. Wieder andere – wie z. B. Rheinland-Pfalz – bieten beides – Master und 1. Staatsexamen – nacheinander an. Ob man einen Bachelor of Arts mit Lehramtsoption, einen Bachelor of Education, einen Master of Education oder ein 1. Staatsexamen auf dem Weg sammelt, ist am Ende aber irrelevant. Hauptsache ist, man hält am Ende einen Master of Education und/oder das Staatsexamen in Händen – und natürlich das alles entscheidende Referendariat.

Lehrämter bestimmter Schularten:

→ Lehramt Grundschule (Primarstufe)

→ Lehramt Hauptschule (Sekundarstufe 1)

→ Lehramt Realschule (Sekundarstufe 1)

→ Lehramt Gymnasium (Sekundarstufe 1 und 2)

→ Lehramt Gesamtschule (Sekundarstufe 1 und 2)

→ Lehramt Berufsschule (Sekundarstufe 2)

→ Lehramt Förderschule (Sekundarstufe 1)

Zu beachten ist, dass nicht alle Hochschulen jede denkbare Kombination an Fächern im Angebot haben. An vielen Hochschulen gibt es lokale Zugangsbeschränkungen für bestimmte Lehramts-Fächer bzw. Fach-Kombinationen, manchmal auch für bestimmte Schularten pauschal. Es kann also passieren, dass du nur "halb" studieren kannst, weil du zwar in einem nicht beschränkten Fach einen Platz bekommst, aber im zweiten Fach (und zwei sind immer notwendig für ein Lehramtsstudium!) nicht.

Praktika auf dem Vormarsch

Wo vor ein paar Jahren noch zwei kurze Praktika genügen mussten, gibt es heutzutage in den meisten Studiengängen komplette Reihen von Praktika mit unterschiedlichen Bezeichnungen, Zielen und Aufgaben. Das erste Praktikum (noch vor oder direkt nach dem ersten Semester) dient der Orientierung und dem Kennenlernen der Schulart. Ziel ist es, aus der Schülerrolle hinein in die Rolle der Lehrkraft zu schlüpfen. Im Zentrum stehen hierbei Beobachtungsaufgaben.

In folgenden Praktika werden Studierende dazu angeleitet, zunächst kurze Unterrichtssequenzen zu planen, ganze Unterrichtstunden und schließlich komplette Unterrichtsreihen vorzubereiten. Das Üben der Unterrichtsplanung wird an der Universität wissenschaftlich reflektiert, die Einbettung in die Praxis ermöglicht einen größeren Lernerfolg und zudem einen geringeren Praxisschock im Anschluss an das Studium.

Ebenfalls wichtig bei den Praxisphasen ist, dass der Praktikant am Schulleben teilnimmt. Zusätzlich zu Vorbereitungen und Korrekturen kommen so Konferenzen, Fachschaftssitzungen, Aufsichten, Freistunden, Elterngespräche und Schulveranstaltungen hinzu.

Das Referendariat

Per Definition ist das Referendariat ein Vorbereitungsdienst bzw. eine Ausbildungszeit für die Beamtenlaufbahn. Und in der Tat: Dank einer Dauer von anderthalb bis zwei Jahren bei einem Verdienst von gut und gerne 1.000 Euro pro Monat spart das System wahrlich nicht am Ausbildungscharakter des Referendariats. Andererseits, wer diese stressige Phase erfolgreich überstanden hat, kann sich allmählich an den Gedanken gewöhnen, demnächst unkündbar zu sein.

In vielen Bundesländern fängt man im „Ref“ direkt mit dem eigenverantwortlichen Unterricht an, hospitiert zusätzlich bei Kollegen und hält regelmäßig Stunden, die dann in sogenannten "Unterrichtsbesuchen" oder "Lehrproben" von Fachleitern beurteilt werden. Diese sehr intensive und arbeitsreiche Zeit ist eine gute Möglichkeit, nach und nach "im Beruf anzukommen", bei fertigen Lehrern abzuschauen und seinen eigenen Unterrichtsstil zu entwickeln. Eine häufig geübte Kritik am Referendariat stellt die fehlende Transparenz in der Notengebung dar, gepaart mit einer hohen individuellen Abhängigkeit von den Ausbildern.

Was solltest du mitbringen?

„Zum Lehrer muss man geboren sein“, lautet eine alte Redensart zum Berufsstand der Pädagogen, die in ihrer Absolutheit natürlich nicht haltbar ist. – Lehrersein ist erlernbar, das ist Fakt. Dennoch gibt es Persönlichkeitsmerkmale, die das Ganze erheblich erleichtern. Spaß beispielsweise am Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist Grundvoraussetzung, ebenso Organisations- und Improvisationstalent, Kreativität, Strukturiertheit, Disziplin und idealerweise ein dickes Fell. Wer besonders nachtragend ist, sollte die Finger vom Lehramt lassen, denn das Frustrationspotenzial ist gewaltig.

Was verdienen Lehrer?

Es gibt in Deutschland nicht "das" Lehrergehalt. Die Eingruppierung bzw. die Zuordnung wird vom öffentlichen Arbeitgeber in Abhängigkeit von Lehramt und Schulform festgelegt. Hier gilt seit mehr als 100 Jahren: Kleine Kinder – kleines Geld, große Kinder – großes Geld, wobei die Abstufungen im Detail von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Nicht zuletzt hängt das Einkommen auch davon ab, ob man als Beamter oder Angestellter arbeitet – beides ist bekanntlich möglich. Das durchschnittliche Gehalt eines Lehrers der Sekundarstufe 1 liegt nach 15 Berufsjahren in Deutschland bei rund 55.000 Euro.

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