Welche Ausbildung passt zu mir?

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Die richtige Ausbildung finden

Du stehst kurz vor deinem Schulabschluss oder hast das Abitur bereits in der Tasche? Dann geht es jetzt richtig los! Du selbst entscheidest, wohin es in deinem Leben gehen soll und mit welchen spannenden Themen du dich im Studium oder deiner Ausbildung auseinandersetzen willst.

Bei der Zukunftsgestaltung werden dir viele Entscheidungen abverlangt, denn es gibt nicht den einen, sondern viele verschiedene Wege ins Berufsleben. Jetzt liegt es an dir, Schritt für Schritt herauszufinden, welche Möglichkeiten für dich in Betracht kommen.

Nach dem Abi gleich studieren? Oder hast du von der Paukerei die Nase voll und willst endlich beruflich durchstarten? Cool ist, worauf Du Lust hast.

Übrigens: Nicht alle gehen studieren, etwa ein Viertel aller Schulabgänger mit Hochschulreife gibt nach Abschluss der Schulzeit einer beruflichen Ausbildung den Vorzug. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren es im Jahr 2011 ca. 129.800 Schüler mit Abitur oder Fachhochschulreife, die eine berufliche Ausbildung begonnen haben.

Soviel vorab: Bei der Studien- und Berufswahl geht es nicht darum, spontan die richtige Entscheidung zu treffen. Das ist vielmehr ein Prozess, bei dem viele Aspekte eine Rolle spielen. Er beginnt bei dir selbst, bei deinen Interessen, Fähigkeiten und Wünschen, führt über konkrete Berufsprofile und Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt hin zu den unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen.

Fünf Stationen zur Orientierung

Damit du die wichtigen Fragen im Auge behältst, haben wir einen Berufswahlfahrplan mit fünf Stationen für dich vorbereitet, der dich bei deiner Entscheidung für einen Berufsweg unterstützen soll.

Diese Entscheidung triffst du allein. Aber keine Angst: Heute legen sich nur die wenigsten Menschen ihr Leben lang auf eine Tätigkeit fest. Die moderne Arbeitswelt fordert oft Flexibilität, auf Veränderungen im Arbeitsleben zu reagieren. So ist es nicht die Ausnahme, wenn eine berufliche Umorientierung stattfindet, sondern eher die Regel.

Die Stationen des Berufswahlfahrplans:

1. Selbsterkennung – Was mag ich? Was kann ich? Und wo will ich hin?

Lieblingsfächer in der Schule: Welche Fächer haben dir Freude oder Schwierigkeiten bereitet?

Hobbys und Freizeitaktivitäten: Auch aus deinen Hobbys kannst du Rückschlüsse auf für dich interessante Berufsfelder ziehen. Wenn du gerne Sport machst, musizierst oder zeichnest, wenn du gerne liest, schreibst oder intensiv mit dem Computer arbeitest, dann kannst du aufgrund dieser Interessen bestimmte Arbeitsfelder oder Ausbildungswege ins Auge fassen.

Gespräche mit Eltern und Freunden: Wertvoll bei der beruflichen Orientierung sind Gespräche mit Freunden, Eltern, Bekannten oder Lehrern. Du bekommst so eine Einschätzung von außen zu deinen Stärken und Schwächen. Aus den Erfahrungsberichten anderer kannst du außerdem erkennen, ob dich der Beruf interessiert, den sie ausüben.

Erfahrungen aus Jobs und Praktika: Sehr hilfreich bei der Studien- und Berufswahl ist es, sich praktisch auszuprobieren. Vom Schülerbetriebspraktikum über „Schnuppertage" in Unternehmen bis hin zu freiwilligen Praktika oder Ferienjobs reicht das Spektrum der Möglichkeiten, mit dem du Berufe ausprobieren kannst.

Beratung der Agentur für Arbeit: Die Berufsberater bei der Agentur für Arbeit können dir am besten deine offenen Fragen rund um Beruf und Zugangswege beantworten und dir wertvolle Tipps geben - und das kostenfrei.

Selbsterkundungs- und Eignungstests: Es gibt verschiedene Tests, mit denen du deine Interessen überprüfen kannst. Die meisten davon werden im Internet angeboten. Einige Tests dauern nur ein paar Minuten, für andere musst du mehr Zeit einplanen und zum Teil auch bezahlen. Kostenfreie Tests bietet zum Beispiel die Berufsberatung in den Agenturen für Arbeit an. Generell können solche Tests durchaus hilfreich bei der Entscheidung sein.

2. Vorstellung von Berufen – Wissen was Sache ist

Was macht eigentlich ein Polizist, eine Wirtschaftsingenieurin oder ein Redakteur? Wie der Alltag in deinem Traumberuf aussieht, solltest du schon vor der Entscheidung wissen.

Das Leben der Tatort-Kommissare ist spannend: eine halsbrecherische Verfolgungsjagd auf der Autobahn, das Überwältigen der Gangster und nach getaner Arbeit ein kühles Bier in der Stammkneipe. Die Wirklichkeit sieht jedoch meist anders aus: Wilde Verfolgungsjagden und explodierende Autos haben mit der Realität nichts gemein. Gurt- und Alkoholkontrollen bei Autofahrern, Aufnahme von Verkehrsunfällen sowie die Entgegennahme und Bearbeitung von Anzeigen – das schon eher. Was für die Darstellung des Polizeialltags im Fernsehen gilt, kann man auch auf andere Berufe übertragen: Es ist oft nicht so, wie es scheint. Deshalb ist es bei der Berufswahl wichtig, sich von realistischen Berufsvorstellungen leiten zu lassen.

Vorbilder und eigene Erfahrung

Entscheidet man sich nicht oft für das, was man bereits kennt? Nicht verwunderlich also, dass viele Gymnasiasten Lehrer werden wollen – ein Beruf, über den sie viel zu wissen glauben. Großen Einfluss auf die Wahl des künftigen Berufs üben auch Eltern, Verwandte und Freunde aus, etwa wenn die Tochter Jura studieren will, um die Rechtsanwaltskanzlei des Vaters zu übernehmen.

Auch wenn du dich von der Begeisterung anderer anstecken lässt, solltest du immer darauf achten, dass der Beruf wirklich zu dir selbst passt. Geh ungenauen Vorstellungen von Berufen durch gezieltes Nachfragen auf den Grund. Weitere Tipps: Besuche deine Eltern oder Bekannte an ihrem Arbeitsplatz oder sammle Praxiserfahrungen im gewünschten Beruf, etwa bei einem Ferienjob oder einem Praktikum.

Noch ein paar Tipps...

Fernsehserien und Spielfilme bieten keine Berufserfahrung und meist wird nie das ganze Spektrum eines Berufs gezeigt, sondern nur ein attraktiver Ausschnitt oder das Berufsbild wird sogar verfälscht

Gehaltsvorstellungen sind oft nicht frei von Vorurteilen. Wenn der Verdienst für dich wichtig ist, solltest du dich nach den Durchschnittsgehältern erkundigen und dich nicht auf das Hörensagen verlassen

Gespräche mit Leuten, die bereits im Beruf stehen, können wertvoll sein, aber vergiss nicht, dass jeder Erfahrungsbericht subjektiv ist

3. Recherchieren & Informieren – Nutze alle Quellen

Mache dir ein zutreffendes Bild von deinen favorisierten Berufen. Das Sammeln von Infos über mögliche Berufe und die Zugangsweise ist unverzichtbar – egal, ob du noch unschlüssig bist oder bereits weißt, was du machen möchtest. Oft wird man dadurch erst auf interessante Arbeitsfelder aufmerksam.

Die einfachste Möglichkeit, sich zu informieren, bietet natürlich das Internet. Allerdings solltest du zwischen werblichen und unabhängigen, fundierten Quellen unterscheiden. Die Medien der Bundesagentur für Arbeit, u.a. das BERUFENET, BERUFE.TV und KURSNET sind gute Anlaufstellen, wo du seriöse Informationen und kompetente Beratung bekommst.

Im BERUFENET kannst du dich über die Tätigkeiten in verschiedenen Berufen (akademische und Ausbildungsberufe) informieren, im KURSNET über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Wenn du an Informationen in Form von Filmmaterial interessiert bist, kannst du dir auf BERUFE.TV Videos zu zahlreichen Ausbildungs- und Studienberufen ansehen.

4. Arbeitsmarktchancen & -prognosen – Die Arbeitsmarktlage einschätzen

Wie rosig sind die Aussichten? Bei der Studien- und Berufswahl kann man Prognosen über den Arbeitsmarkt einbeziehen. Prognosen – also Schätzungen zur möglichen Fortsetzung von gegenwärtigen Trends in der Zukunft – begegnet man überall im täglichen Leben. Es gibt Untersuchungen zum Konsumverhalten, Wahlergebnisse werden vorhergesagt und natürlich werden Aussagen über die Chancen bestimmter Berufe auf dem Arbeitsmarkt getroffen. Junge Menschen hoffen, anhand von Prognosen abschätzen zu können, wie gut die Beschäftigungssituation nach Abschluss ihres Studiums oder ihrer Ausbildung sein wird.

Doch wie hilfreich sind sie und wie sinnvoll ist es, trotz einer schlechten Prognose auf die eigenen Stärken zu vertrauen?

Seriöse Aussagen entstehen im Rahmen großer Studien von wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituten und erweisen sich in der Rückschau als weitgehend zuverlässig.

Die Erfahrung lehrt allerdings: Je konkreter Prognosen auf ein bestimmtes Berufsfeld zugeschnitten werden, desto unsicherer sind sie. Das bedeutet: Eine Prognose über die Berufsaussichten von Betriebswirtschaftlern (das ist ein kompletter Teilarbeitsmarkt) liefert wahrscheinlich zuverlässigere Ergebnisse als eine zu den Aussichten von Gymnasiallehrern für Biologie und Chemie (das ist eine Berufsgruppe).

Und noch ein weiterer Aspekt ist zu beachten: Prognosen können sich selbst erfüllen oder zerstören. Überzogene Reaktionen auf eine Prognose können nämlich zur Folge haben, dass sich das Vorhergesagte in das Gegenteil umkehrt. Herauskommen kann dabei der berüchtigte „Schweinezyklus“: Statt eines vorausgesagten Mangels ist der Markt nach einigen Jahren überfüllt!

Fazit: Es ist nicht verkehrt, die Arbeitsmarktaussichten bei seinen Zukunftsplänen miteinzubeziehen. Doch viel wichtiger als Prognosen sind persönliche Eignung und Interesse für ein bestimmtes Fachgebiet. Studium und Beruf müssen vor allem Spaß machen, denn nur dann kann man wirklich gut sein. Es macht also wenig Sinn, gegen die eigene Neigung einen Beruf anzustreben, nur weil dieser eine gute Arbeitsmarktperspektive zu bieten scheint. Denn wer kann schon mit Sicherheit sagen, wie die Arbeitsmarktlage in fünf Jahren aussieht, wenn es nach dem Studium konkret an die Jobsuche geht?

5. Aller Anfang ist schwer – Wenn du auf deinem Weg in den Beruf auf Hürden stößt

Die Entscheidung für ein Studium oder eine Ausbildung ist gefallen, doch was, wenn man auf Hürden stößt, die den Plänen im Weg stehen? Dann solltest du nicht verzweifeln, sondern dich mit den Problemen auseinandersetzen und prüfen, welche Lösung in Betracht kommt.

Es gibt mehrere Gründe, die gleich zu Beginn den Spaß am gewählten Berufsweg verderben können. Doch keine Sorge: Erstens kann jeder einmal auf ein falsches Pferd setzen und zweitens gibt es immer eine Lösung!

Hürde 1: Kein Ausbildungs- oder Studienplatz bekommen

Gründe dafür können zu viele Mitbewerber sein oder auch wenig überzeugende Bewerbungsunterlagen. Dagegen kannst du dich absichern: Schau dir unsere Tipps in der Rubrik Bewerbung an. Auch Bewerbungs-Ratgeber oder Bewerbungsunterlagen-Checks bei den Agenturen für Arbeit oder auf Messen bringen dich weiter.

Wenn der Traumberuf unerreichbar ist, gibt es vielleicht Alternativen, an die du noch gar nicht gedacht hast. Ein Beispiel: Du möchtest Arzt werden. Doch deine Note genügt leider nicht für ein Medizinstudium. Überlege dir Alternativen nach folgendem Vorgehen: Wenn dich die Arbeit am Patienten reizt, läge z. B. eine Ausbildung als Physio- oder Ergotherapeut nahe. Interessiert dich Medizin eher in (labor-)technischer Hinsicht, könntest du als medizinisch-technischer Assistent einsteigen oder dich für den Studiengang Medizintechnik bewerben. Und wenn du ohnehin Zweifel hast, ob die Arbeit in einer Klinik für dich das Richtige ist, käme auch der Beruf des Referenten für dich in Betracht, beispielsweise bei einem medizinischen Fachverband. Du siehst, das Spektrum der möglichen Ausbildungswege lässt sich durch gezieltes Informieren und Vergleichen schnell ausweiten.

Hürde 2: Soziale Probleme während der Ausbildung oder im Studium

Stößt du bei deinem Ausbildungsleiter oder Dozenten auf Ablehnung, dann ist es meist am besten, du sprichst das Problem direkt an. Viele Missverständnisse lassen sich so aus der Welt schaffen. Davor solltest du allerdings bei Kommilitonen oder anderen Azubis erfragen, ob sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Kannst du Verstimmungen nicht ausräumen, besteht an der Hochschule die Möglichkeit, sich an die Fachschaften beziehungsweise in besonders schlimmen Fällen auch an den Dekan der Fakultät zu wenden. Wenn das keine Besserung bringt, bleibt der Wechsel des Lehrstuhls oder sogar der Hochschule.

Bei Problemen in der Ausbildung kannst du vielleicht in eine andere Abteilung wechseln. Die Ausbildung abzubrechen, sollte nur der letzte Schritt sein. Zum Thema Ausbildungsabbruch bieten sowohl die Agenturen für Arbeit als auch die Kammern (zum Beispiel Industrie- und Handelskammern) Beratung an.

Hürde 3: Zweifel an eigenen Fähigkeiten oder Berufsaussichten

Gerade zu Beginn fühlen sich viele Studierende von den fachlichen Anforderungen, dem hohem Lernpensum oder dem wissenschaftlichen Arbeiten überfordert. Auch die benötigte Selbstständigkeit muss oft erst noch erlernt werden. Andere Studierende verlieren im Laufe ihres Studiums angesichts schlechter Arbeitsmarktaussichten den Mut. Was folgt, ist der Studienabbruch.

Bei Auszubildenden ist die Lage oft genau andersherum: Wer Zweifel an den Karrieremöglichkeiten nach der Ausbildung hat, sollte sich nach möglichen Weiterbildungen erkundigen. Und auch keine Angst davor haben, nach der Ausbildung noch ein Studium aufzusatteln, denn es ist meist ein Vorteil, mit einem Erfahrungsvorsprung vor den Kommilitonen ins Studium zu starten.

Hürde 4: Falscher Studien- oder Ausbildungsweg

Wenn du den Eindruck hast, dich für einen falschen Berufsweg entschieden zu haben und das nicht an den Ursachen liegt, wie bei Hürde 2 und 3 beschrieben, dann ist manchmal ein Studienabbruch oder Ausbildungsabbruch unvermeidbar.

Eine unpassende Studienwahl muss aber kein Grund sein, mit dem Studieren ganz aufzuhören. Ein Wechsel des Studienfachs kann genügen. Bei der Wahl des neuen Studiengangs stehst du wieder am Anfang des Berufswahlfahrplans und musst dich umfassend neu orientieren. Aber auch das ist kein Weltuntergang, sondern eine neue Chance. Denn jetzt siehst du klarer, was du definitiv nicht willst und kannst dich daher wahrscheinlich leichter für einen neuen Weg entscheiden.

Zu guter Letzt: Warum sich eine Ausbildung lohnt...

Wenn du großes Interesse an praktischen Tätigkeiten hast und sofort ins Berufsleben einsteigen möchtest, dann kann eine Ausbildung ein attraktiver Start für dich sein. In den Betrieben werden die Azubis in konkrete Unternehmensabläufe eingearbeitet und haben dadurch eine gute Chance, nach dem Abschluss übernommen zu werden. Außerdem bekommst du, zumindest bei einer betrieblichen Ausbildung, Geld für deine Arbeit: Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) betrug 2012 die durchschnittliche Ausbildungsvergütung pro Monat im Westen Deutschlands 737 Euro und im Osten 674 Euro.

Dank vieler Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung kannst du auch ohne Studium schrittweise die Karriereleiter hochklettern. Und selbstverständlich kannst du auch nach der Ausbildung noch ein Studium aufsatteln. Wer Ausbildung und Studium kombinieren möchte, für den gibt’s z. B. die Möglichkeit der dualen Studiengänge.

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