Die Recherche

Die Recherche vor dem Gespräch

An dieser Stelle erst einmal Herzlichen Glückwunsch. Wer sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten darf, hat es in die engere Auswahl geschafft und damit schon mal eine große Hürde genommen. Allerdings muss man sich ab sofort mit den besten Mitbewerbern messen, und dem potentiellen Arbeitgeber beweisen, dass man hält, was man in der Bewerbung versprochen hat.

Neben den eigenen Qualitäten ist es aber auch wichtig deutlich zu machen, dass man sich für das Unternehmen interessiert und warum man sich gerade für dieses Unternehmen entschieden hat.

Welche Informationen sind wichtig?

Muss man die Geschäftszahlen der letzten zehn Jahre auswendig kennen? Nein, aber es kann nicht schaden zu wissen, wie sich die Zahlen in den letzten Jahren entwickelt haben. Man sollte schon wissen wie lange es das Unternehmen gibt, wie viele Mitarbeiter und Standorte es hat und welche die wichtigsten Personen sind. Außerdem ist es gut die Unternehmensphilosophie zu kennen. Welche Werte das Unternehmen vertritt, ob es zum Beispiel soziale Projekte unterstützt, besonderen Wert auf umweltfreundliches Wirtschaften legt und vielleicht sogar eine eigene Stiftung hat, sollte man in jedem Fall wissen. Das man über die Produkte, die Hergestellt bzw. verkauft werden, bescheid weiß, sollte selbstverständlich sein. Wer darüber hinaus noch über Marktgröße, Marktentwicklungen und Konkurrenten informiert ist, wird möglicherweise mit diesem Wissen glänzen können.

Natürlich hängt es von der Art des angestrebten Jobs ab, in welchem Bereich man besonders gut informiert sein sollte. Wer sich beispielsweise als Maschinenbauingenieur auf eine Stelle in der Entwicklungsabteilung eines Automobilherstellers bewirbt, sollte so viel wie möglich über das Produkt und die Herstellung wissen. Bewirbt sich aber ein BWLer auf eine Stelle in der Marketingabteilung des selben Unternehmens, würde ihm das detaillierte Fachwissen über die Automobilherstellung nicht den gleichen Vorteil verschaffen, wie dem Maschinenbauingenieur. Für eine Stelle im Marketing wäre es zu Beispiel sinnvoll sich vorher über die Außendarstellung und die Zielgruppe des Unternehmens zu informieren. Natürlich braucht man Grundsatzwissen über das Produkt, aber das Image des Produkts bzw. des Unternehmens zu kennen, ist für diesen Bewerber wichtiger. Während der eine mit Zusatzwissen über die neusten Technologien punkten kann, kann der andere mit Informationen über die demographischen Entwicklungen der Zielgruppe Eindruck schinden.

Heißt mit einer Kombination aus gutem Basiswissen über das gesamte Unternehmen und jobspezifischem Fachwissen, ist man bestens vorbereitet.

Wo finde ich die Informationen?

Heutzutage ist in der Regel die Unternehmenswebseite die erste Quelle um an Informationen über das Unternehmen zu gelangen. Viele Unternehmen bieten außerdem die Möglichkeit auf Anfrage Broschüren und Factssheets zuzusenden, die jedoch oft die gleichen Informationen enthalten, die man schon der Webseite entnehmen konnte. Diese Informationen zu kennen, wird heute aber meist erwartet und bringt dem Bewerber nur selten Extrapunkte.

Ein einfacher Weg weitere Informationen zu finden, ist es den Namen des Unternehmens bei großen Suchmaschinen einzugeben oder den Wirtschaftsteil von Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazine zu durchsuchen. Wer sich für genaue Zahlen interessiert kann auch das Handelsregister oder aktuelle Geschäftsberichte zurate ziehen. Um mehr über die Produkte zu erfahren, kann man, je nachdem worum es sich bei den Produkten handelt, einfach mal ein Geschäft besuchen und sich unverbindlich beraten lassen. Dabei erfährt man zum Beispiel welche Vor- und Nachteile das Produkt hat und ob das Produkt eines Konkurrenten vielleicht besser ist. Hat man die Möglichkeit, sollte man ruhig auch mal mit Mitarbeitern oder Ehemaligen sprechen um ein möglichst vielschichtiges Bild des Unternehmens zu bekommen.

Je mehr Informationen man hat, desto besser, doch man sollte sich genau überlegen, welche Informationen einem Pluspunkte bringen können und welche man im Zweifelsfall besser für sich behält.

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