Der Fitnesstest

Der Fitnesstest - Wie lang läufst du?

Natürlich ist ein Fitnesstest kein Standardtest bei einem Assessment Center oder in Vorbereitung auf einen „üblichen Bürojob“. Er ist vielmehr ein Testverfahren für ganz spezielle Jobs, in denen die körperliche Fitness Grundvoraussetzung ist. Zum Beispiel bei der Bundeswehr, Polizei oder Feuerwehr.

Das Gute an Fitness-Tests: Man kann sich sehr gut vorbereiten, indem man sich die Listen mit den erforderlichen Leistungen ansieht und eben dafür trainiert. Allerdings sollte man frühzeitig damit beginnen, denn Fitness und Ausdauer aktiviert man nicht innerhalb von einer Woche. Wenn man sich entschließt, sich für eine Stelle zu bewerben, bei der ein Fitness-Test nötig ist, sollte man längerfristig vorausplanen. Es sei denn, man ist durch Freizeit und Sportverein ohnehin durchgängig fit.

Herausforderungen im Fitnesstest

Je nach Bewerbungsverfahren variieren die Sporttests, die der Bewerber absolvieren muss, natürlich. Hier sollen einige „renommierte Testverfahren“ vorgestellt werden, um einen Überblick zu geben, welche Fähigkeiten man für einen Bewerbungstest mitbringen sollte.

Der Physical Fitness Test

Bei der Bundeswehr galt bis zuletzt das Verfahren des Physical Fitness Test zur Feststellung der körperlichen Leistungsfähigkeit und als Teil des Prüfungsverfahrens an der Offizierbewerberprüfzentrale und den Zentren für Nachwuchsgewinnung. Fünf Übungen waren zu absolvieren: Ein Pendellauf, bei dem der Bewerber in möglichst kurzer Zeit 9 Meter vier Mal hin und her laufen musste. In 40 Sekunden musste eine größtmögliche Zahl an Sit-Ups geschafft werden. Beim Standweitsprung muss der Kandidat aus dem Stand so weit wie möglich springen. In 40 Sekunden so viele Liegestützen wie möglich machen. Eine weitere Aufgabe war der Cooper-Test. Dabei muss der Kandidat in zwölf Minuten im Stadion Runden laufen. Beim Ergometer-Test muss der Prüfling auf einem Fahrrad eine bestimmte Umdrehungszahl aufrecht erhalten. Für Männer und Frauen gab es dann unterschiedliche Listen, wonach die Disziplinen als bestanden galten. Typisch für alle Fitnesstests ist, dass man nicht in jeder einzelnen Disziplin Spitzenleistungen erbringen muss. Aber man darf normalerweise auch in keiner Sportart ganz versagen. Auch beim Physical Fitness Test musste in jeder Herausforderung eine Mindestleistung erreicht werden.

Der Basis-Fitness Test

Seit vergangenem Jahr wurde der Physical Fitness Test zum Basis-Fitness Test modifiziert. Dieser besteht nun nur noch aus drei Aufgaben: Ein 11 mal 10 Meter Sprinttest, bei dem der Prüfling jeweils nach einer Bahn wieder aus der Bauchlage starten muss prüft die Schnelligkeit. Die Ausdauer wird in einem 1000 Meter-Lauf geprüft, der natürlich in möglichst kurzer Zeit gemeistert werden muss. Schließlich folgt noch der Klimmhang, bei dem sich die Testperson möglichst lange an einem Reck festklammern muss.

Polizei, Feuerwehr und andere Berufe mit körperlicher Fitness

Beim Fitnesstest für den Polizeiberuf muss man sich in jedem Bundesland einzeln informieren, welche Disziplinen zu leisten sind, denn die Aufgaben unterscheiden sich. Standard beim Polizeitest ist ein Hindernisparcours, denn hierbei können neben Ausdauer auch Kraft, Geschicklichkeit und Schnelligkeit geprüft werden. Beim Bankdrücken und durch Klimmzüge werden Bewerber auf ihre Kraft hin getestet. In manchen Bundesländern kommen Dauerläufe hinzu, die die Ausdauer des Bewerbers auf die Probe stellen. Eine Ausnahme bildet das Bundesland Rheinland-Pfalz. Hier findet kein sportlicher Aufnahmetest statt, sondern die Bewerber müssen das Deutsche Sportabzeichen und das Deutsche Rettungsschwimmerabzeichen vorweisen.

Auch bei anderen Berufen, die eine gewisse Grundfitness voraussetzen wie zum Beispiel die Berufsfeuerwehr gelten regionale Unterschiede und man sollte sich schon deutlich vor der Bewerbung um die jeweiligen Leistungstabellen bemühen, damit noch genug Zeit zum Trainieren bleibt. Oftmals geht es dann dabei auch um praktische und handwerkliche Aufgaben. Wer sich allgemein fit halten will, kann sich an den Tabellen des Deutschen Sportabzeichens orientieren. Ähnliche Leistungen wie dort sind in der Regel auch bei anderen Fitnesstests erforderlich.

Es ist sowieso nie verkehrt, sich fit zu halten. Am besten, indem man zwei Mal pro Woche Ausdauersport treibt – eine Stunde joggt, Radfährt oder Schwimmen geht. Ansonsten dienen auch Fitnessstudios mit ihren integrierten Kursen für zusätzliche Motivation. Hier kann man gezielt Muskelaufbau betreiben und die Kraftausdauer trainieren. Dazu eine gesunde Ernährung und schon bessert sich in der Regel auch das Lebensgefühl und das ist ja nicht nur für den Beruf wichtig.

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