Versicherungen für Studenten

Versicherungen im Studium - Welche sind wirklich wichtig für dich?

Versicherungen sind eines der großen Fragezeichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Welche Versicherungen gibt es? Welche braucht man? Und wie viel kosten die? Auf den ersten Blick erscheinen Versicherungen lästig. Sie erhöhen deine Fixkosten, die Versicherer schicken dir Briefe und du hast noch mehr Papierkram zu erledigen. Aber im entscheidenden Moment kann dir die richtige Versicherung das Leben retten – oder zumindest dein Hab und Gut.

Hier kannst du dich informieren über

  • die Kranken- und Pflegeversicherung
  • die Haftpflichtversicherung
  • die Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung
  • und die Hausratsversicherung

und wozu sie gut sind.

Die Kranken- und Pflegeversicherung

Die Kranken- und Pflegeversicherung ist in Deutschland eine Pflichtversicherung. Normalerweise bist du zu Beginn deines Studiums noch über deine Eltern familienversichert. Das gilt aber nur, wenn du unter 26 bist und wenn dein Verdienst nicht über 395 Euro bzw. bei einem Minijob nicht über 450 Euro liegt. Jobbst du in größerem Umfang neben dem Studium oder dauert das mit dem Abschluss etwas länger, musst du dich selbst versichern. Glücklicherweise bieten die Krankenversicherungen Studententarife. Der Studententarif der gesetzlichen Krankenversicherung gilt bis zum 30. Lebensjahr bzw. bis zum 14. Fachsemester und liegt inklusive Pflegeversicherung derzeit bei etwa 80 Euro. Natürlich kannst du je nach Bedarf Zusatzversicherungen abschließen, zum Beispiel eine Zahnzusatzversicherung oder eine Auslandskrankenversicherung, wenn du ein Auslandssemester absolvierst.

Die Haftpflichtversicherung

Dringend ratsam ist eine Haftpflichtversicherung. Ein Fehler kann unter Umständen dazu führen, dass du dein Leben lang abzahlst. Deshalb ist die Investition von etwa 60 Euro im Jahr für eine Haftpflichtversicherung lohnenswert. Während einem ersten Studium, das nahtlos an dein Abi, einen Freiwilligendienst oder Wartesemester anknüpft, bist du als unverheirateter Student über deine Eltern mitversichert. Wenn du heiratest oder ein Zweitstudium beginnst, musst du eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen.

Für alle studentischen Autobesitzer gilt: die KFZ-Haftpflichtversicherung ist ebenfalls Pflicht! Bei Voll- und Teilkasko kann man abwägen. Je nach dem, wie wertvoll die Studentenkarre ist, lohnt sich das oder auch nicht.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung und Unfallversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung soll den Arbeitnehmer schützen, wenn er eine Verletzung, eine Krankheit oder einen Unfall erleidet, die ihm das Arbeiten unmöglich machen. Dabei gibt es verschiedene Abstufungen, auf die du beim Vertragsabschluss achten solltest. In manchen Policen findest du nämlich nur eine so genannte „Erwerbsunfähigkeitsklausel“, die regelt, dass die Versicherung nur einspringt, wenn du gar nicht mehr arbeiten kannst. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte aber bereits dann in Kraft treten, wenn du in dem von dir angestrebten Beruf nicht mehr arbeiten kannst.

Die Beiträge in Berufsunfähigkeitsversicherungen variieren je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand. Sie sind nicht billig, allerdings kannst du in Anbetracht der ansteigenden Preise durchaus in Erwägung ziehen, ob du eine Berufsunfähigkeitsversicherung schon mit 20, mit 30 oder erst mit 40 abschließen willst. Die Beiträge steigen nämlich überproportional an. Dennoch solltest du als Student natürlich abwägen, ob mehrere hundert Euro im Jahr für dich machbar sind und ob sich eine solche Versicherung in Anbetracht der Risikofaktoren rentiert.

Eine andere Versicherung, die sich für dich lohnen könnte, falls du in deiner Freizeit sehr aktiv bist, zum Beispiel Extremsport betreibst, ist eine Unfallversicherung. Die hat deutlich niedrigere Monatsbeiträge, deckt allerdings natürlich nur die Folgekosten von Unfällen ab; sie sichert nicht deinen langfristigen Lebensunterhalt.

Die Hausratversicherung

Du kannst deine Studentenwohnung während deiner ersten Ausbildung normalerweise über deine Eltern mitversichern lassen. Allerdings müssen sie dazu deine Wohnung bei ihrer Versicherung angeben. Die Höhe der Versicherungskosten richtet sich nach der Höhe der Versicherungssumme. Diese Summe liegt bei Studenten normalerweise sowieso nicht besonders hoch. Manchmal machen aber Risikofaktoren, wie zum Beispiel eine Wohnung im Erdgeschoss (und du vergisst immer das Fenster zu schließen) einen Versicherungsabschluss sinnvoll. Außerdem kannst du dir auch überlegen, einzelne wertvolle Gegenstände gegen Diebstahl zu versichern, zum Beispiel dein Fahrrad oder deinen Laptop.

Fazit

  • Informiere dich, bevor du eine Versicherung abschließt, ob du diese überhaupt brauchst oder ob du noch bei deinen Eltern mitversichert bist!
  • Lies die Konditionen genau durch, um herauszufinden, wann die Versicherung überhaupt einspringt und ob das nützlich für dich ist!
  • Krankenversicherung, Pflegeversicherung und KFZ-Haftpflicht sind Pflichtversicherungen!
  • Eine allgemeine Haftpflichtversicherung ist nicht besonders teuer und sehr ratsam!
  • Bei Berufsunfähigkeits-, Unfall- und Hausratsversicherung solltest du deine Risikofaktoren abwägen!

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