Selbstständigkeit nach dem Studium

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Erfahrungsbericht: Wie macht man sich selbstständig?

Interview mit Texterin Isabell (27)

Wenn die Uni plötzlich fertig ist

Irgendwie studiert man in vielen Fällen Jahre vor sich hin. Erstes Semester, zweites, noch eins und noch eins und plötzlich ist man fertig. Und dann? Spätestens wenn die Eltern die Miete nicht mehr zahlen und das BAföG-Amt auch nicht mehr den Kontostand aufbessert, sollte man sich Gedanken drüber machen, was man denn nun mit seinem Studium anfangen will. Die Möglichkeiten sind riesig, gerade wenn man Geistes- oder Sozialwissenschaftliche Fächer studiert hat. Und neben dem Job an sich, muss man sich dann auch noch für eine Anstellungsform entscheiden. Festanstellung oder auf eigene Faust arbeiten? Wir haben Isabell getroffen, die nach der Uni entschieden hat, sich als Texterin in der Kreativwirtschaft selbstständig zu machen. Was sie für Erfahrungen gemacht hat und was sie nun in ihrem Arbeitsleben so beschäftigt, lest ihr hier.

Jobmensa: Isabell, du hast Journalistik und Kommunikationswissenschaft studiert und hast dich nach der Uni selbstständig gemacht. Warum?

Isabell: Für mich hatte das ehrlich gesagt mehrere Gründe. Einerseits habe ich es während der Uni sehr zu schätzen gelernt, eigenverantwortlich zu arbeiten und dies nach meinem eigenen Rhythmus. Ich kann mir für mich persönlich nur schwer vorstellen, einen 9 to 5 Job zu machen und in ein festes Arbeitszeitfenster eingebunden zu sein. Darüber hinaus steigert es meine Motivation ungemein, an meinen eigenen Projekten zu arbeiten und diese voran zu treiben. Nichts treibt mich eigentlich mehr an. Zu guter letzt war es bei mir persönlich außerdem so, dass ich in der Zeit, in der ich meine Masterarbeit schrieb, nicht viel freie Kapazitäten hatte, auch noch groß über meine Zukunft nachzudenken oder gar Bewerbungen zu schreiben. Nach der Abgabe der Abschlussarbeit ergaben sich dann unterschiedliche Möglichkeiten und die Selbstständigkeit gibt mir nun die Chance, allen Projekten nachzugehen. Für mich perfekt, denn ich kann mich auch noch beruflich ausprobieren.

Jobmensa: Wie bist du bei der Planung deiner Selbstständigkeit vorgegangen?

Isabell: Da ich als Texter und Konzeptioner arbeite, kann ich freiberuflich arbeiten und musste kein Gewerbe anmelden, was steuerliche Vorteile hat. Ich habe dann beim Finanzamt eine Steuernummer beantragt, um eigene Rechnungen schreiben zu können. Ein befreundeter Steuerberater hat mir da sehr geholfen und ich wusste, was ich zu tun habe. Außerdem habe ich mir frühzeitig Gedanken um nötige Versicherungen gemacht - eine private Haftpflicht ist selbstverständlich, ich habe zusätzlich noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Außerdem sollte man mit der Krankenkasse sprechen und sich nach den Beiträgen erkundigen. Und dann lohnt es sich auch, nach individuellen Fördermöglichkeiten zu recherchieren, um eventuell Kosten für Fortbildungen und Seminare teilfinanziert zu bekommen.

Jobmensa: Das waren also so die formalen Dinge, die du erledigen musstest. Aber wie gehst du jetzt konkret strategisch vor, um mit eigenen Aufträgen Geld zu verdienen?

Isabell: Für mich ist es gerade extrem wichtig, mich mit anderen kreativen Menschen zu vernetzen - Designer, Fotografen, Illustratoren. Alle diese Leute können für Projekte auch Texter brauchen. Auch suche ich den Kontakt zu anderen Schreibern, um zu gucken, wie sie arbeiten und wie sie z. B. ihre Preise kalkulieren. Es ist wichtig zu wissen, wer potentielle Kunden sind und was diese bereit sind zu zahlen. Seinen eigenen Preis zu finden und den zu vertreten, ist am Anfang schwierig und erfordert etwas Mut und Durchhaltevermögen. Außerdem versuche ich mir erfahrene Menschen zu suchen, die ich als Mentor für mich gewinnen kann. Bei mir sind das einerseits Bekannte, die mich bei der Finanzplanung und Kalkulation unterstützen. Ich suche aber auch den Kontakt zu Menschen aus meiner Branche, die meine Strategie hinterfragen können. Letztendlich sollte man immer offen sein und sein Umfeld gut beobachten können.

Jobmensa: Und was fällt dir momentan am schwersten?

Isabell: Ich finde es schon schwierig, so komplett auf eigenen Füßen zu stehen. Existenzangst ist schon kein ganz schönes Gefühl und kann einen schon mal schlecht schlafen lassen. Darüber hinaus muss man eine Menge Disziplin aufbringen, wenn man selbstständig arbeitet. Aufschieberitis kennt wohl jeder. Aber spätestens wenn man selbstständig ist, kostet ein solches Verhalten richtig Kohle. Die Kehrseite ist, dass man an manchen Tagen überhaupt nicht mehr aufhört zu arbeiten - gerade wenn man am Anfang noch kein eigenes Büro hat. Ich versuche oftmals raus zu gehen, z. B. in Bürogemeinschaften unter zu kommen. Da kommt man gut unter Leute und so ergeben sich oftmals auch wieder interessante neue Kontakte.

Jobmensa: Welche Tipps hast du für Studis, die auch über die Selbstständigkeit nachdenken?

Isabell: Ich finde es wichtig, die eigene Motivation zu überprüfen. Wer glaubt, dass man als selbstständiger länger schlafen und weniger arbeiten kann, der wird schnell eines Besseren belehrt werden. Darüber hinaus sollte man sich selber realistische Ziele setzen - kurzfristig, mittel- und langfristig. Außerdem hilft es mir total, Hilfsangebote durch Fortbildungen in Anspruch zu nehmen und mich mit anderen Selbstständigen auszutauschen. Aber das wichtigste ist es glaube ich, an das eigene Projekt zu glauben und dahinter zu stehen.

Jobmensa: Na dann mal viel Erfolg!

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