Ein FSJ im Ausland leisten

Alles Wissenswerte zum FSJ im Ausland

Nach dem Schulabschluss haben viele junge Menschen das Ziel, zunächst einmal Auslandserfahrung zu sammeln. Eine Möglichkeit, diesen Wunsch zu erfüllen, ist das Auslands-FSJ. Die Dauer beträgt in der Regel 12 Monate, möglich sind aber auch 6 oder 18 Monate, in denen sich die Freiwilligen im Rahmen von Projekten oder in Einrichtungen sozial engagieren.

Die Vorteile eines FSJ im Ausland

  • Ein großer Schritt zur Selbstständigkeit wird gemacht
  • Die Zeit des wird als Wartesemester angerechnet: Es eigent sich hervorragend, um die Zeit bis zum Studienbeginn zu überbrücken
  • Soziales Engagement wird immer wichtiger für Bewerbungen aller Art. Kombiniert mit der Auslandserfahrung, ist das FSJ im Ausland ein großer Pluspunkt für jeden Lebenslauf
  • Die Möglichkeit, eine Fremdsprache zu erlernen
  • Ein wertvoller Beitrag zur Völkerverständigung kann geleistet werden
  • Die Aufgabe, anderen Menschen zu helfen und sich für die Gesellschaft zu engagieren hilft, emotional zu wachsen

Die Kosten

Aufgrund der Reisekosten, Gebühren für Visa und Ähnlichem ist der Kostenaufwand für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland höher als im Inland. Die Hin- und Rückreise muss der Freiwillige fast immer selbst tragen, doch auch für die übrigen Kosten reichen die staatlichen Förderungen häufig nicht aus. Deshalb empfehlen die Trägervereine den Freiwilligen, einen sogenannten “Förderkreis” bestehend aus Verwandten, Freunden und Bekannten zu gründen. Diese unterstützen den FSJler finanziell und werden im Gegenzug über die Erfahrungen und Aufgaben im Ausland informiert.

Welche Aufgaben zu erwarten sind

Die Einsatzbereiche für Freiwillige im Ausland ähnelt denen für ein FSJ im Inland stark. Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern und Altenheime benötigen immer tatkräftige Unterstützer, die andere Menschen in verschiedenen Lebensbereichen unterstützen und betreuen möchten. Da die meisten Schüler in der Regel nicht über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen, übernehmen Fachleute die Anleitung für die verschiedenen Aufgaben der Freiwilligen.

Ansprüche eines FSJlers

Der Freiwillige hat Anspruch auf ein Taschengeld und meistens auch auf Unterkunft und Verpflegung während des Aufenthalts. Werden letztere nicht geleistet, kann eine finanzielle Ersatzleistung erbracht werden. Zudem übernimmt die Trägerorganisation die Kranken- und Unfallversicherung im Ausland. Auch die Kosten für die gesetzliche Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung werden übernommen. Der Anspruch auf Kindergeld besteht weiter. Dem Freiwilligen stehen 26 Urlaubstage im Jahr zu, die er nach Absprache mit der verantwortlichen Trägerorganisation nehmen darf.

Die Bewerbung

Bewerben können sich Interessierte bei regionalen FSJ-Trägern, die von der zuständigen Landesbehörde zugelassen sein müssen. Da die Nachfrage nach einem FSJ im Ausland das Angebot meist übersteigt, führen die Anbieter ein Auswahlverfahren durch. Danach übernehmen die Träger die Vermittlung der Freiwilligen an Partnerorganisationen im Ausland. Wie der Bewerbungs- und Auswahlprozess im Detail abläuft, muss auf den Websites der Träger nachgelesen werden.

Hinweis

Das FSJ im Ausland wird zunehmend durch das IJFD (Internationaler Jugendfreiwilligendienst) des Bundesfamilienministeriums abgelöst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dauer: meist 12, manchmal auch 6 oder 18 Monate
  • Bewerber müssen zwischen 16 und 27 Jahren alt sei; manchmal liegt die Alteruntergrenze bei 18 Jahren
  • Ein Teil der Kosten muss meistens selbst übernommen werden
  • Eine Begabung zum Sprachenlernen, sowie Offenheit gegenüber fremden Kulturen und Lebensweisen sind äußerst empfehlenswert; nicht jeder ist den neuen Anforderungen gewachsen
  • Teamfähigkeit und Flexibilität
  • Die Bewerbung erfolgt bei regionalen Trägergesellschaften
  • Bei manchen Trägern ist eine gewisse religiöse Grundeinstellung erforderlich
  • Mit der Planung sollte wegen der hohen Nachfrage mindestens ein Jahr im Voraus begonnen werden

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