Die Lohnsteuer

Wer muss sie zahlen?

Die Lohnsteuer

Auf die Lohnsteuer würden viele Arbeitnehmer liebend gern verzichten. Dennoch ist sie in der Regel unumgänglich, sofern der jährliche Verdienst nicht unter 8.352 Euro liegt. Damit ist klar, dass längst nicht jeder studentische Mitarbeiter von der Lohnsteuer betroffen sein muss. Mit einem 450-Euro-Job kann man diesen Betrag nicht übertreffen und auch bei einem Job mit höherem Gehalt gelingt es vielen Aushilfskräften mit ein wenig Rechnen und guter Planung, den genannten Betrag gerade so eben zu unterschreiten. Basis der Erhebung von Lohnsteuern war bis 2010 die Lohnsteuerkarte, die jährlich beim Arbeitgeber zu hinterlegen war. Seit 2011 wird alles elektronisch bearbeitet. Die Daten der Lohnsteuerkarte werden automatisch in das folgende Jahr übernommen. Nur wenn die für das Jahr 2010 geltenden Daten nicht mehr zutreffend sind oder aus anderen Gründen geändert werden sollen, müssen Sie die Lohnsteuerkarte 2010 beim Landesamt für Besoldung und Versorgung (LBV) anfordern und die Änderung entsprechend bei Ihrem zuständigen Wohnsitz-Finanzamt beantragen.

Kein Sonderstatus

Studierende nehmen in steuerlichen Belangen keinen Sonderstatus ein, sondern werden genauso behandelt, wie es bei „normalen“ Arbeitnehmern der Fall ist. Da Studenten in der Regel ihren Job auf Lohnsteuerklasse 1 abrechnen, sind bis zu 889 Euro im Monat lohnsteuerfrei. Achtung! Wer mehrere Jobs hat oder für ein Praktikum auf Lohnsteuerklasse arbeiten muss, kann nicht beide Jobs auf Lohnsteuerklasse 1 machen, sondern muss einen auf die viel höher besteuerte Lohnsteuerklasse 6 machen. Man sollte dann darauf achten, dass man dem Arbeitgeber, bei dem man den höheren Verdienst hat, die niedrigere Steuerklasse gibt.
Zuviel gezahlte Lohnsteuer kann über den Lohnsteuerjahresausgleich zurückerlangt werden. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn im abgelaufenen Kalenderjahr weniger als der oben genannte Steuerfreibetrag erwirtschaftet wurde oder das zu versteuernde Gesamteinkommen über Werbungskosten wie Fahrtkosten, Literatur etc. und andere Sonderausgaben entsprechend gemindert werden kann. Wer nur eine geringfügige Arbeit hat, muss normalerweise am Ende des Jahres keinen Lohnsteuerjahresausgleich bearbeiten. Dann tritt nämlich in der Regel eine Pauschalisierung der Lohnsteuer in Kraft. Nur wenn der Arbeitgeber die 2 Prozent Pauschalsteuer für den 450-Euro-Job einsparen will, wird der Lohnsteuerjahresausgleich erforderlich.

Finanzamt hilft

Wer Probleme mit dem Ausfüllen der Bögen zur Einkommenssteuererklärung hat, sollte einfach zum zuständigen Finanzamt gehen und sich gleich vor Ort beraten lassen. Man wird in der Regel überrascht sein, wie bereitwillig die Finanzbeamten bei der Klärung bestehender Fragen behilflich sind.

Starte deine Karriere mit Jobmensa!

  1. 1 Online Lebenslauf ausfüllen
  2. 2 Anschreiben online versenden
  3. 3 Rückmeldung online verfolgen

Kostenlos registrieren

Das könnte dich auch interessieren

Die 5 häufigsten Stereotype in eurer Vorlesung

Wie in vielen Lebenslagen begegnest du auch im Hörsaal den immer gleichen Leuten! Hier erfährst du, welche Stereotypen in der Vorlesung am … weiterlesen

Unsere neuesten Jobs. 452 weitere Jobs