Zeiteinteilung während der Vorlesungszeit

So spannend und schön das Studium auch sein mag, finanziell geht es richtig ans Eingemachte - und zwar beileibe nicht nur in den Bundesländern, die seit einigen Jahren Studiengebühren eingeführt haben. Wohnung, Verpflegung und Bücher/Lernmittel kosten nahezu jeden Studenten eine Stange Geld. Wer dann auch noch gerne weggeht, stößt schnell ans Dispo: Ein Job muss her!

Auch eine Standortfrage

Je nach Studiengang ist es jedoch nicht einfach, sich nebenbei noch etwas dazuzuverdienen. Häufig ist der Stundenplan zu eng gestrickt, um ganze Tage arbeiten zu können, so dass automatisch nur hochgradig flexible Jobs infrage kommen.ZeiteinteilungIn großen Städten wie Hamburg, Berlin oder Köln wird man daher kaum Probleme haben, einen passenden Job zu finden. Das Angebot ist groß, und irgendeine Agentur wird immer stundenweise Bedarf an Textern, Flyer-Verteilern, Programmierern etc. haben. Hier sind die Chancen erfahrungsgemäß am größten.

Nicht den Überblick verlieren

Anders kann es da schon in kleineren Uni-Städten aussehen, die einfach nicht die Masse an Jobs zu bieten haben und damit ein deutlich geringeres Maß an Flexibilität garantieren. Es ist daher wichtig, bei der Belegung von Stundenplänen stets auch die Arbeit im Auge zu behalten. Damit wird das Studium für viele Akademiker immer mehr zu einer Gratwanderung zwischen ambitionierter Semesterzahl und finanziellem Durchkommen. - Je nach Standort keine leichte Aufgabe.

Semesterferien als Puffer

Wer es im Semester einfach nicht schafft, ist demnach umso mehr auf die vorlesungsfreie Zeit angewiesen, um Geld für die kommenden Monate erwirtschaften und ansparen zu können. Hierzu verschlägt es viele Studenten über Wochen hinweg an Fließbänder oder in Montagehallen, um für ordentliche Bezahlung auch das zu tun, was man sich im späteren Berufsleben gerne ersparen will.

Keine einfache Situation

Das Ideal vom sorgenfreien Studium jedenfalls hat in den vergangenen Jahren merklich an Kontur verloren. Im Gegenteil, häufig erleben Studenten einen täglichen Verteilungskampf um die zwei Schlüsselressourcen (1) Wissen und (2) Geld. Da sich das Klischee vom faulen Studenten dadurch langsam aber sicher ebenfalls in Wohlgefallen auflöst, mag manch einem zumindest mental geholfen sein. Geld lässt sich mit dieser Erkenntnis jedoch leider nicht verdienen.

(Bilderquelle: © Konstantin Gastmann / PIXELIO)

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