Stressbewältigung

Stress, Burnout, Depression und Co. sind Worte, die in den letzten Jahren ständig durch sämtliche Medien gegangen sind. Burnout, Stress Glaubt man den Medien, ist heutzutage jeder gestresst. Schon Grundschüler fühlen sich überfordert, Gymnasiasten leiden unter dem „Turbo-Abitur“, Bachelor und Master Studenten hetzen in Lichtgeschwindigkeit durch ihr Studium und spätestens beim Eintritt ins Berufsleben steht man dann kurz vor dem Burnout.
Da fragt man sich, ob das Leben wirklich in den letzten Jahren so viel stressiger geworden ist, oder ab die Leute sich heute nur mehr anstellen, als früher.
Und überhaupt, Stress hat doch echt jeder! Mal mehr, mal weniger, aber was ist daran so schlimm?

Warum ist Stress ein Problem?

Stress setzt Energien frei, die einem zum Beispiel bei der Flucht vor einer Gefahr oder dem Kampf mit einem Säbelzahntiger helfen sollen. Jetzt hat man es natürlich heute häufiger mit Klausuren und anspruchsvollen Chefs zu tun als mit Säbelzahntigern, was ausgeschüttetes Adrenalin, gestiegenen Puls und erhöhte Herzfrequenz nicht nur überflüssig, sondern zu einem Problem machen. Denn wohin mit dem Adrenalin, wenn man nicht um sein Leben laufen, oder mit einem wilden Tier kämpfen muss? Viele Leute haben heute außerdem das Problem, dass sie sich in einer permanenten Stresssituation befinden und sich gar nicht richtig regenerieren können. Zu viel Stress kann sowohl zu psychischen als auch zu körperlichen Beschwerden führen.
Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Motivationsprobleme, schlechte Laune oder auch Angstzustände sind einige der typischen psychischen Symptome, die man als Warnsignale seines Körpers verstehen sollte. Auch Kopf- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Nervosität und ein erhöhter Blutdruck, sind häufig Anzeichen für zu viel Stress. Ändert sich über einen längeren Zeitraum nichts an der Stresssituation, kann das zu einer Vielzahl von Erkrankungen führen. Herzinfarkt, Schlaganfall und Magengeschwüre sind die allseits bekannten Klassikern, aber auch Diabetes, Infektionserkrankungen, Tinnitus, Impotenz, Unfruchtbarkeit und viele andere stehen immer häufiger in direktem Zusammenhang mit andauerndem Stress.

Wie kann man sich schützen?

Das Studium abzubrechen, oder den Job zu kündigen, ist natürlich nur in besonders schweren Fällen zu empfehlen.
Soweit sollte man es aber gar nicht erst kommen lassen. Am besten ist es, immer auf die Signale seines Körpers zu achten und bei übermäßigem Stress einen Gang zurückzuschalten.
Wichtig um dem Alltagsstress besser bewältigen zu können, ist natürlich ein gesunder Lebensstil. Genug Schlaf, viel Bewegung und regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten, sind Grundvoraussetzungen um besonders den körperlichen Symptomen von Stress entgegenzuwirken. Außerdem sollte man sich ganz bewusst Pausen gönnen und sowohl Zeit für Familie und Freunde einplanen, als auch Zeit für sich selbst nehmen. Wer das Gefühl hat, keine Zeit für diese Dinge zu haben, der muss dringend etwas ändern! Egal ob im Studium, im Job oder privat, es gibt immer Aufgaben, die man vernachlässigen, verschieben oder delegieren kann. Wer sich selbst den Druck macht, immer alles sofort und selber erledigen zu müssen, ist irgendwann so ausgebrannt, dass er viel von seinem Potential gar nicht mehr nutzen kann.
Mit anderen Worten: Man sollte sich selbst und sein Stressempfinden als Maßstab nehmen und darauf achten, sich selbst zu fordern, aber nicht zu überfordern.
Denn an der sprichwörtlichen Kerze, die an zwei Seiten brennt, hat niemand lange Freude.


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