Auslandspraktikum
Ob obligatorisch oder als Eigeninitiative, das Sammeln von Praxiserfahrung spielt eine bedeutende Rolle für den erfolgreichen Berufseinstieg, oft auch unabhängig vom Studium. Arbeitnehmer wollen sehen, dass man flexibel, facettenreich und vor allem anpassungsfähig ist. Ein Praktikum außerhalb der nationalen Grenzen bietet die Gelegenheit, genau diese Kompetenzen zu entwickeln.
Im Unterschied zum normalen Praktikum kann man bei einem Auslandspraktikum nicht nur berufsrelevante Kompetenzen erwerben. Man ist einem vollkommen ungewohnten kulturellen Umfeld ausgesetzt, indem eine andere Sprache gesprochen wird, andere Traditionen, andere Rechte und ungewohnte gesellschaftliche Werte gelten.
So hat man die Chance, die Kenntnisse einer Fremdsprache zu vertiefen oder sogar zu perfektionieren, und dass auch über die vier Wände des Unternehmens hinaus. Gerade Studenten fällt es leicht, auch in der Freizeit neue Kontakte zu knüpfen, die es leichter machen, die lokale Kultur zu verstehen und zu leben.
Was das Auslandspraktikum aber noch so wertvoll macht, im Gegensatz zu einem nationalen Praktikum, sind die absolut unterschiedlichen Werte und die Kultur, die innerhalb des Unternehmens gelten. Jede Firma entwickelt ihr eigenes Arbeitsklima und ihre eigene Unternehmenskultur, denen man sich zusätzlich zur nationalen Kultur anpassen muss.
Bewährt man sich in einem Praktikum im Ausland nun all diesen „Extremen“, kehrt man mit Erfahrungen und Kompetenzen zurück, die sich nicht im Studium sammeln lassen und für den zukünftigen Arbeitgeber von enormer Bedeutung sind: sie zeigen Eigenständigkeit, Strapazierfähigkeit, Flexibilität und vor allem, dass man für neue berufliche Herausforderungen gewappnet ist.
Visum und Finanzen
Die Visumsbestimmungen in einem Großteil der Länder scheinen leider des öfteren einen Strich durch die Rechnung zu machen, da diese es nicht erlauben, eine Vergütung für die Tätigkeit im Unternehmen zu erhalten. Ein Visum mit Arbeitserlaubnis, die eine Vergütung legal machen würde, ist leider oft einem sehr komplizierten Bewerbungsprozedere unterstellt und häufig sehr teuer. Aber dies bedeutet nicht das Ende vom Traum eines Auslandspraktikums. Es ist nämlich nicht so unerreichbar, wie es Vielen in der Vergangenheit immer erschien, wenn sie an das eigene Budget dachten.
Es gibt mittlerweile viele Förderprogramme, die bei der Finanzierung des Auslandsaufenthaltes unterstützen können. So konnten in den letzten zwei Jahren zum Beispiel 35.000 europäische Studenten ein Auslandpraktikum oder -studium im europäischen Raum durch eine Erasmus-Förderung absolvieren. Und der Trend steigt pro Jahr um mehr als 7%. Genauso gibt es auch Fördermöglichkeiten, die über die europäischen Grenzen hinausgehen und somit jedem engagierten Studenten die Chance geben, mit einem Auslandspraktikum beim zukünftigen Arbeitgeber zu punkten.
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